Muconsäure

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Die Muconsäure (Hexa-2,4-diendisäure, Butadien-1,4-dicarbonsäure) ist eine ungesättigte Dicarbonsäure mit konjugiertem π-Elektronensystem. Durch deren unterschiedliche Anordnung ergeben sich drei Diastereomere.

Eigenschaften

Die isomeren Muconsäuren sind in Eisessig leicht, in Wasser sehr schwer löslich. In alkalischer Lösung kann Muconsäure durch Natriumamalgam zu Hex-3-endisäure reduziert werden.[1] (E,E)-Muconsäure kann mit Schwefelsäure in ein Lacton überführt werden, bei (Z,Z)-Muconsäure gelingt das nicht.[2] Wegen ihrer Doppelbindungen geht die Verbindung eine Reihe von Reaktionen ein und bildet eine Reihe von Derivaten wie Lactone, Sulfone, Polyamide, Polyester und weitere.[3]

Muconsäure
Name (E,E)-Muconsäure(E,Z)-Muconsäure(Z,Z)-Muconsäure
Strukturformel
CAS-Nummer 3588-17-81119-73-91119-72-8
505-70-4 (Isomerengemisch)
PubChem 535679352806145280518
Summenformel C6H6O4
Molare Masse 142,11 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Kurzbeschreibung farbloser Feststoff[4]
Schmelzpunkt 290 °C[5] 194–195 °C[6]
Dichte 1,17 g·cm−3[7] 1,17 g·cm−3[7]
Löslichkeit in Eisessig und Ethanol[8] leicht, in Wasser sehr schwer löslich[1]
GHS-
Kennzeichnung

[5][6]
Gefahrensymbol
Achtung
keine Einstufung verfügbar
Gefahrensymbol
Achtung
H- und P-Sätze 315319335 siehe oben 302315319335
keine EUH-Sätze siehe oben keine EUH-Sätze
261305+351+338 siehe oben 261305+351+338

Darstellung

Muconsäure kann durch Dehydrohalogenierung einer 3,4-Dihalogenadipinsäure mit Alkalilaugen oder durch Oxidation von Hexa-2,4-diendial mit Peroxycarbonsäuren gewonnen werden.[1] (E,E)-Muconsäure kann aus Glucose mit Hilfe von Bakterien wie Escherichia coli gewonnen werden.[9]

Verwendung

(E,E)-Muconsäure ist von physiologischem Interesse, da sie vom tierischen Organismus nach Verabreichung benzolhaltiger Nahrung ausgeschieden wird.[1]

Einzelnachweise

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