Mud (Fluss)
Fluss in Deutschland linker Zufluss des Mains
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Die Mud ist ein rund 25 km langer linker und südlicher Zufluss des Mains. Ihr Oberlauf wird auch Mudau oder Mudbach genannt.[6]
| Mud Mudau, im Oberlauf Mudbach | ||
|
Die Mud in Weilbach | ||
| Daten | ||
| Gewässerkennzahl | DE: 2472 | |
| Lage | Sandstein-Odenwald
| |
| Flusssystem | Rhein | |
| Abfluss über | Main → Rhein → Nordsee | |
| Quelle | im östlichen Odenwald westlich von Mudau 49° 32′ 9″ N, 9° 10′ 59″ O | |
| Quellhöhe | ca. 500 m ü. NHN [2] | |
| Mündung | nach Miltenberg von links in den Main 49° 42′ 22″ N, 9° 14′ 16″ O | |
| Mündungshöhe | ca. 125 m ü. NHN [3] | |
| Höhenunterschied | ca. 375 m | |
| Sohlgefälle | ca. 15 ‰ | |
| Länge | 25,4 km[LUBW 1] | |
| Einzugsgebiet | 408,209 km²[LUBW 2] | |
| Abfluss am Pegel Weilbach[4][5] AEo: 400,77 km² |
NNQ MNQ MQ Mq MHQ HHQ (1995) |
430 l/s 968 l/s 3,39 m³/s 8,5 l/(s km²) 49,4 m³/s 149 m³/s |
| Linke Nebenflüsse | Gabelbach, Otterbach, Ohrenbach | |
| Rechte Nebenflüsse | Billbach, Weilbach | |
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Einzugsgebiet der Mud (siehe OSM) | ||
Name
Geographie
Verlauf
Der Fluss Mud entspringt im östlichen Odenwald westlich von Mudau im Gewann Hohenbusch auf einer Höhe von etwa 500 m ü. NHN. Die Quelle ist seit 1890 gefasst und füllt den dortigen Wasserbehälter.[8] Der Oberlauf liegt oft trocken,[9] so dass das Bachbett erst ab der Wassertretanlage ⊙ im Gewann Weller in Mudau Wasser führt.
Die Mud durchfließt dann in beständig nördlichem Lauf das Ünglerttal. Östlich von Kirchzell fließt ihr der etwas längere Gabelbach zu. In Amorbach mündet unterhalb des Gotthardsberges (304 m) von rechts ihr größter Zufluss, der Billbach.
Die Mud durchfließt im weiteren Verlauf Weilbach und Breitendiel und mündet schließlich auf einer Höhe von ungefähr 125 m ü. NHN unmittelbar nach der Laurentiuskapelle bei Miltenberg von links in den Main. Ihr ungefähr 25,4 km langer Lauf endet 375 Höhenmeter unterhalb ihres Ursprungs; sie hat somit ein mittleres Sohlgefälle von etwa 15 ‰.
Einzugsgebiet
Das 408,2 km² große Einzugsgebiet der Mud gehört dem Sandstein-Odenwald an und wird von ihr über den Main und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Quelle und Oberlauf der Mud liegen im baden-württembergischen Neckar-Odenwald-Kreis, der Mittel- und Unterlauf im bayerischen Landkreis Miltenberg.
Zuflüsse
Diagramm der Zuflüsse ab 5 km (von der Quelle zur Mündung)

Diagramm der Zuflüsse ab 50 km² (von der Quelle zur Mündung)

Tabelle Zuflüsse der Mud (Eine Auswahl)
Tabelle der Zuflüsse von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge,[LUBW 1] Einzugsgebiet[LUBW 3] und Mündungshöhe[LUBW 4] nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Zum Vergleich wurden auch die Werte der Mud selbst blau hervorgehoben aufgenommen.
| Name | GKZ | Lage | Länge in km | EZG in km² | Mündungshöhe in m ü. NHN | Mündung | Bemerkungen und Nachweise |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sotteich | 2472112 | rechts | 0,7 | ca. 0,8 | 437 | Mudau-Untermudau | [LUBW 5] |
| Strüht | 247212 | links | 1,9 | 2,9 | 432 | Mudau-Untermudau | |
| Donebach | 247214 | links | 2,8 | 5,7 | 386 | Mudau-Ünglert | |
| Inglatstalgraben | 247216 | links | 2,8 | 3,6 | 215 | Kirchzell-Burg Wildenberg | [10] |
| Bach aus der Zeibertsklinge | 247219… | links | ca. 1,3 | ca. 1,3 | 207 | Kirchzell-Burg Wildenberg | [LUBW 6][LUBW 5][10] |
| Gabelbach | 24722 | links | 15,6 | 83,7 | 174 | Kirchzell-Buch | [LUBW 7][10] |
| Billbach | 24724 | rechts | 24,8 | 188,4 | 151 | Amorbach | [LUBW 7][10] |
| Otterbach | 247252 | links | 5,0 | 10,9 | 150 | Amorbach | [10] |
| Ohrenbach | 24726 | links | 13,5 | 51,1 | 142 | Weilbach | [10] |
| Weilbach | 247292 | rechts | 6,7 | ca. 19,0 | 140 | Weilbach | [LUBW 5][10] |
| Mud | 2472 | 25,4 | 408,2 | 125 | Miltenberg |
Flusssystem Mud
Hochwasser (Retention)
Seit einigen Jahren werden unmittelbar vor der Mündung in den Main aufwendige Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz betrieben; der Großteil davon ist seit Ende 2009 fertiggestellt.
Fauna
In der Mud kommen Bachforelle, Bachneunauge, Bachschmerle, Elritze, Flussbarsch, Gründling, Mühlkoppe, Hecht, Regenbogenforelle und Rotauge sowie der einheimische Edelkrebs vor.[11]
Mühlen
Besonderheiten
Im Dezember 2009 ertrank unweit der Mündung in den Main unter mysteriösen Umständen ein dreijähriges Mädchen.

