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Muggendorf (Niederösterreich)

Gemeinde im Bezirk Wiener Neustadt, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Muggendorf ist eine Gemeinde im Bezirk Wiener Neustadt in Niederösterreich mit 502 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026).

Schnelle Fakten Wappen, Österreichkarte ...
Muggendorf
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Muggendorf
Muggendorf (Niederösterreich) (Österreich)
Muggendorf (Niederösterreich) (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Wiener Neustadt (Land)
Kfz-Kennzeichen: WB
Fläche: 50,96 km²
Koordinaten: 47° 55′ N, 15° 56′ O
Höhe: 450 m ü. A.
Einwohner: 502 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 9,9 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2763
Vorwahl: 02632
Gemeindekennziffer: 3 23 22
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Hauptstraße 1
2763 Muggendorf
Website: muggendorf.at
Politik
Bürgermeisterin: Elisabeth Hollinger (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(15 Mitglieder)
11
2
1
1
11 2 1 1 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Muggendorf im Bezirk Wiener Neustadt (Land)
Lage der Gemeinde Muggendorf (Niederösterreich) im Bezirk Wiener Neustadt (anklickbare Karte)Bad ErlachBad Fischau-BrunnBad SchönauBrombergEbenfurthEggendorfFelixdorfGutensteinHochneukirchen-GschaidtHochwolkersdorfHohe WandHollenthonKatzelsdorfKirchschlag in der Buckligen WeltKrumbachLanzenkirchenLichteneggLichtenwörthMarkt PiestingMatzendorf-HöllesMiesenbach (Niederösterreich)MuggendorfPernitzRohr im GebirgeSchwarzenbachSollenauTheresienfeldWaidmannsfeldWaldeggWalpersbachWeikersdorf am SteinfeldeWiesmathWinzendorf-MuthmannsdorfWöllersdorf-SteinabrücklZillingdorfWiener NeustadtNiederösterreich
Lage der Gemeinde Muggendorf (Niederösterreich) im Bezirk Wiener Neustadt (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Muggendorf vom Hausstein (664 m) aus gesehen
Muggendorf vom Hausstein (664 m) aus gesehen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Die Gemeinde Muggendorf liegt im Industrieviertel und umfasst das Einzugsgebiet des Myrabaches, eines linken Nebenflusses der Piesting. Der tiefste Punkt der Gemeinde liegt bei Marienthal 450 Meter über dem Meer. Das Myrabachtal wird umrahmt von bewaldeten Kalkfelsen. Im Südwesten sind dies Alte Öd (681 m), Schafkogel (918 m), Rußkogel (1098 m), im Osten Spatzenwälder Kogel (750 m) und Hochwald (919 m), sowie im Norden Gaisstein (1011 m), Geißruck (1074 m), Kieneck (1106 m) und Unterberg (1342 m).

Die Fläche der Gemeinde umfasst fast 51 Quadratkilometer. Davon sind 92 Prozent bewaldet und sieben Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.[1]

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026[2]):

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Muggendorf.

Nachbargemeinden

Zwei der sechs Nachbargemeinden liegen im Bezirk Baden (BN), eine im Bezirk Lilienfeld (LF).

Ramsau (LF) Furth an der Triesting (BN)
Rohr im Gebirge Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Pottenstein (BN)
Gutenstein Pernitz

Geschichte

Die ältesten Funde stammen aus der Gegend um den 668 Meter hohen Hausstein nördlich des Ortes Muggendorf. Dort wurden Keramikbruchstücke der Badener Kultur von 2000 vor Christus und aus der Hallstattzeit von 1000 vor Christus gefunden. Rodungen fanden in der Mitte des 11. Jahrhunderts nach Christus statt. Das Zentrum war wiederum der Hausstein, auf dem eine Wehranlage errichtet wurde. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortsnamens stammt aus dem Jahr 1452 als Mukgendorff. Dieser Name stammt wahrscheinlich vom Personennamen Muckho ab. Die Burg auf dem Hausstein war der Sitz eines Ministerialen, der zur Herrschaft Pottenstein gehörte. Sie wurde bis ins 16. Jahrhundert als Fluchtburg genutzt und verfiel dann.[3]

Bis ins 19. Jahrhundert gehörte Muggendorf zur zwanzig Kilometer entfernten Pfarre Pottenstein. Auch der Weg zur Filialkirche in Furth war beschwerlich. Besonders belastend waren Begräbnisse, da 14 bis 16 Männer bezahlt werden mussten, um die Bahre über die Berge zu tragen. 1826 kam Muggendorf zur nur drei Kilometer talabwärts gelegenen Pfarre Pernitz.[3]

Nach dem Bau der Eisenbahn durch das Piestingtal im Jahr 1878 wurde 1884 eine Sektion des Österreichischen Touristenklubs gegründet. Dieser legte Wanderwege an. Eine besondere Attraktion für den aufkommenden Fremdenverkehr wurden die Myrafälle, die mit Holzbrücken und Stegen begehbar gemacht wurden. Auf dem Unterberg wurden Schipisten eingerichtet und Lifte gebaut.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Muggendorf: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
 
666
1880
 
537
1890
 
562
1900
 
584
1910
 
583
1923
 
598
1934
 
557
1939
 
530
1951
 
511
1961
 
491
1971
 
421
1981
 
416
1991
 
433
2001
 
520
2011
 
514
2021
 
518
2026
 
502
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1. Jänner 2021

Religion

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 79,8 % der Einwohner römisch-katholisch und 3,8 % evangelisch, 1,7 % sind Muslime, 0,6 % gehören orthodoxen Kirchen an. 9,8 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.

Historische Landkarten

Die Myrafälle im Mittelbereich

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Von den 28 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 wurden zehn im Haupt-, sechzehn im Nebenerwerb und je einer von einer Personengemeinschaft und einer juristischen Person geführt. Dieser letzte bewirtschaftete mehr als die Hälfte der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten elf Erwerbstätige in der Bauwirtschaft. Die größten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Beherbergung und Gastronomie (21), Handel (11) und soziale und öffentliche Dienste (19 Mitarbeiter).[5][6][7]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 28 28 23 20
Produktion 07 03 14 03
Dienstleistung 24 17 46 43
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Arbeitsmarkt, Pendeln

Im Jahr 2011 lebten 231 Erwerbstätige in Muggendorf. Davon arbeiteten 61 in der Gemeinde, mehr als siebzig Prozent pendelten aus.[8]

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Gemeinderat

Der Gemeinderat hatte bis 2000 dreizehn und seither fünfzehn Mitglieder. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:

  • 1990: 9 ÖVP, und 4 SPÖ.
  • 1995: 9 ÖVP, und 4 SPÖ.[9]
  • 2000: 10 ÖVP, und 3 SPÖ.[10] (13 Mitglieder)
  • 2005: 10 ÖVP, 3 SPÖ, und 2 Bürgerliste.[11]
  • 2010: 11 ÖVP, 3 SPÖ, und 1 Bürgerliste.[12]
  • 2015: 12 ÖVP, und 3 SPÖ.[13]
  • 2020: 13 Wir für Muggendorf (ÖVP) und 2 SPÖ.[14]
  • 2025: 11 ÖVP, 2 SPÖ, 1 FPÖ und 1 NEOS.[15]

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1945 waren:[16]

  • 1945–1960 Josef Kober
  • 1960–1985 Alfred Hublik
  • 1985–1993 Franz Gschaider
  • 1993–2018 Gottfried Brandstetter[17]
  • 2018–2023 Uwe Mitter[18]
  • Seit 2023 Elisabeth Hollinger[19]

Wappen

Im Jahr 1991 wurde der Gemeinde folgendes Wappen verliehen:

  • In grünem Schild erniedrigt ein silberner Wellenbalken, darüber ein springender Hirsch mit achtendigem Geweih, im Schildfuß eine goldene Sapine schräg gekreuzt mit einer goldenen Hacke.

Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb.[3]

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 3. Band: Klosterthal bis Neunkirchen. Mechitaristen, Wien 1831, S. 290 (MuckendorfInternet Archive).
Commons: Muggendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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