Wiesmath

Marktgemeinde im Bezirk Wiener Neustadt, Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Wiesmath ist eine Marktgemeinde mit 1543 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025) im Bezirk Wiener Neustadt in Niederösterreich.

Schnelle Fakten Marktgemeinde, Wappen ...
Marktgemeinde
Wiesmath
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Wiesmath
Wiesmath (Österreich)
Wiesmath (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Niederösterreich Niederösterreich
Politischer Bezirk: Wiener Neustadt (Land)
Kfz-Kennzeichen: WB
Fläche: 38,48 km²
Koordinaten: 47° 37′ N, 16° 17′ O
Höhe: 695 m ü. A.
Einwohner: 1.543 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 40 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2811
Vorwahl: 02645
Gemeindekennziffer: 3 23 35
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Hauptplatz 2
2811 Wiesmath
Website: wiesmath.at
Politik
Bürgermeister: Erich Rasner (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(19 Mitglieder)
16
3
16 3 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Wiesmath im Bezirk Wiener Neustadt (Land)
Lage der Gemeinde Wiesmath im Bezirk Wiener Neustadt (anklickbare Karte)BrombergEggendorfGutensteinKrumbachLichteneggMuggendorfSchwarzenbach
Lage der Gemeinde Wiesmath im Bezirk Wiener Neustadt (anklickbare Karte)
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Gemeindeamt
Gemeindeamt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Geografie

Lage

Wiesmath liegt im Industrieviertel in Niederösterreich, nahe der burgenländischen Grenze in der Buckligen Welt. Das Gemeindegebiet liegt auf einer Hochfläche von etwa 700 Meter.[1] Diese wird nach Osten vom Mühlbach und nach Westen vom Schlattenbach entwässert.[2]

Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 38,48 km², davon sind 50,9 Prozent bewaldet und 44 Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.[3]

Gliederung

Wiesmath besteht neben dem Gassengruppendorf Wiesmath aus den Rotten Geretschlag, Beistein, Schwarzenberg, Sommerhäuser, Sperkerriegel, Lehen, Wenezeck, Hollergraben, Nußleiten, Stadtweg, Annaberg, Hölle, Neuris, Kindlmühle und Neumühle.[4]

Nachbargemeinden

Zwei der sechs Nachbargemeinden liegen im Bezirk Oberpullendorf (OP), Burgenland.

Bromberg Hochwolkersdorf Schwarzenbach
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Kobersdorf (OP)
Hollenthon Markt Sankt Martin (OP)

Geschichte

Wiesmath lag an der Grenze zu Ungarn, um 1780, Josephinische Landesaufnahme

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Wiesmath dann in der Provinz Pannonia.

Die erste urkundliche Erwähnung Wiesmaths erfolgte im Jahr 1295 als „Wiesmarcht“. Die Rotte Geretschlag wird bereits 1146 genannt.[4]

Um 1300 wurden die drei ältesten Häuser Wiesmaths erbaut: Beisteiner, Trimmel, Schrammel.

Wiesmath wurde bereits 1398 Markt, das recht Wochenmärkte abzuhalten wurde etwa 200 Jahre später verliehen.[4]

Im 17. Jahrhundert litt Wiesmath unter den Türken und Kuruzen. Danach starb fast die gesamte Bevölkerung an der Pest. Zur Erinnerung wurde die Mariensäule errichtet.

Bevölkerungsentwicklung

Wiesmath: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025
Jahr  Einwohner
1869
 
1.750
1880
 
1.994
1890
 
1.816
1900
 
1.903
1910
 
1.957
1923
 
1.931
1934
 
1.862
1939
 
1.962
1951
 
1.746
1961
 
1.586
1971
 
1.557
1981
 
1.604
1991
 
1.631
2001
 
1.599
2011
 
1.533
2021
 
1.539
2025
 
1.543
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Religion

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 97,9 % der Einwohner römisch-katholisch und 0,4 % evangelisch, 0,1 % sind Muslime, 1,4 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Wiesmath
Filialkirche Annaberg bei Wiesmath
Teufelsstein
  • Naturdenkmal Teufelsstein südlich des Ortes
  • Katholische Pfarrkirche Wiesmath Hll. Peter und Paul
  • Katholische Filialkirche Annaberg bei Wiesmath hl. Anna: Die spätgotische Kirche wurde 1509 auf einer Kuppe eines Bergrücken errichtet und ist weithin sichtbar. In der Barockzeit wurde sie erweitert und umgebaut, unter anderem erhielt das Langhaus hohe Rundbogenfenster. Bei einem Brand 1775 wurde die Kirche stark beschädigt und 1783 im Zuge der Josephinischen Reformen gesperrt sowie verkauft und als Schafstall genutzt. Durch die Bemühungen des Pfarrers Mathias Gittler wurde die Kirche nach einer neuerlichen Weihe 1803 wieder eröffnet.[5] Nach schweren Kriegsschäden erfolgte 1946/47 der Wiederaufbau. 1955/56 wurde nach Plänen von Karl Simon der Westturm und die Vorhallen errichtet.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftssektoren

Die Wirtschaft der Gemeinde ist geprägt von der Landwirtschaft und von Gewerbe. Viele Einwohner pendeln nach Wiener Neustadt oder Wien zur Arbeit.[1]

Von den 115 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 2010 waren 40 Vollerwerbsbauern. Im Produktionssektor arbeiteten 34 Erwerbstätige im Baugewerbe und 20 im Bereich Herstellung von Waren. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste (76) und Handel (59 Mitarbeiter).[7][8][9]

Weitere Informationen Wirtschaftssektor, Anzahl Betriebe ...
Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 115 147 79 66
Produktion 12 12 54 58
Dienstleistung 66 46 198 158
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1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

Mittelschule Wiesmath

Öffentliche Einrichtungen

In der Gemeinde gibt es eine Volksschule und eine Mittelschule.[10]

Politik

Gemeindeamt

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1945 waren:[18]

  • 1945 Karl Karner (selbsternannt)
  • 1945–1948 Franz Kaltenbacher
  • 1948–1960 Anton Sinabell
  • 1960–1974 Friedrich Eitler
  • 1974–1995 Josef Weber
  • 1995–? Johann Ernst
  • 2004–2015 Roland Weber (ÖVP)
  • seit 2015 Erich Rasner (ÖVP)[19][20]

Wappen

Der Marktgemeinde Wiesmath wurde mit Beschluss der NÖ-Landesregierung vom 24. September 1991 ein Gemeindewappen verliehen.[21]

Blasonierung (Wappenbeschreibung):

„In blauem Schild, aus grünem Dreiberg hervorragend, ein halbes goldenes Rad, daraus wachsend ein goldener Mann mit Mantel und Kappe, der in seiner Rechten ein Schwert hält und seinen linken Arm in die Seite stemmt.“[4]

Gleichzeitig wurden die vom Gemeinderat der Marktgemeinde Wiesmath festgesetzten Gemeindefarben „Blau-Gelb-Grün“ genehmigt.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde
  • Franz Johann Ernst (1869–1946), Landwirt und Politiker, Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich
Commons: Wiesmath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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