Muhammad Aminxoʻja Mirzaxoʻja oʻgʻli Muqimiy

usbekischer Schriftsteller From Wikipedia, the free encyclopedia

Muhammad Aminxoʻja Mirzaxoʻja oʻgʻli Muqimiy (kyrillisch Муҳаммад Аминхўжа Мирзахўжа ўғли Муқимий; russisch Мукими Мухаммад Амин-ходжа Mukimi Muchammad Amin-chodscha; * 1850; † 1903) war ein führender[1] usbekischer spättschagataischer[2], frühdschadidistischer Dichter aus Qoʻqon im Ferghanatal.

Fargʻonacha, ein lyrisches Werk Muqimiys

Muqimiy erhielt seine Ausbildung auf einer Madrasa in Qoʻqon[3], anschließend in Buchara.[4] Muqimiy gehörte zum Dichterkreis Furqats[5] und verfasste vor allem lyrische[4] und satirische[6] Werke.

Er galt den usbekischen Sowjetliteraten als Mitentwickler des usbekischen kritischen Realismus[7], in seinen Werken erkannten die Sowjets eine wachsende „demokratische Tendenz“ der usbekischen Dichter unter dem Einfluss der russischen Kultur[8] und nannten Muqimiy wie auch Furqat, Avaz Oʻtar oʻgʻli, Hamza Niyoziy und Zavqiy einen herausragenden Vertreter seiner Strömung.[9] Das Usbekische Drama-Theater in Taschkent wurde nach ihm benannt.[10]

Literatur

  • Edward Allworth: Uzbek Literary Politics (= Publications in Near and Middle East Studies. Series A, Bd. 5, ZDB-ID 845768-2). Mouton & Co., Den Haag u. a. 1964 (englisch).
  • Edward Allworth (Hrsg.): Central Asia, 130 Years of Russian Dominance. A historical Overview. 3rd edition. Duke University Press, Durham u. a. 1994, ISBN 0-8223-1521-1. (englisch).
  • Viktor M. Beliaev: Central Asian Music. Essays in the History of the Music of the Peoples of the U.S.S.R. Edited and annotated by Mark Slobin. Übersetzung aus dem Russischen von Mark und Greta Slobin. Wesleyan University Press, Middletown CT 1975, ISBN 0-8195-4083-8, S. 302–307 (englisch).

Einzelnachweise

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