Muhammad Nurayn Ashafa
nigerianischer Imam und Friedensstifter
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Muhammad Nurayn Ashafa (* 1960) ist ein nigerianischer Imam und Friedensstifter, der durch seine Zusammenarbeit mit dem Pfingstpastor James Movel Wuye international bekannt wurde.[1] Beide sind Mitgründer des von ihnen gemeinsam geleiteten Interfaith Mediation Centre in Kaduna, das interreligiöse Dialog- und Vermittlungsarbeit leistet.[1][2] Für ihre Arbeit wurden sie wiederholt ausgezeichnet, darunter mit dem Preis für Konfliktprävention der Fondation Chirac (2009), dem Deutschen Afrika-Preis (2013) und dem Commonwealth Peace Prize (2025).[3][4][5]

Leben und Wirken
Ashafa stammt aus Kaduna und war in den 1990er-Jahren – wie auch Wuye – in gewaltsame religiöse Auseinandersetzungen der Region verstrickt, bevor aus einer vorsichtigen Begegnung eine Annäherung entstand.[1] Bei den Konflikten verlor Ashafa nahe Angehörige; Wuye verlor seinen rechten Unterarm – Erfahrungen, die beide später als Gründe für ihren Einsatz für Versöhnung nannten.[1][6] Aus anfänglicher Feindschaft entwickelte sich Mitte der 1990er-Jahre eine Zusammenarbeit, die in gemeinsame Versöhnungs- und Bildungsinitiativen mündete.[1]
Als gemeinsames Projekt bauten Ashafa und Wuye in Kaduna das Interfaith Mediation Centre auf, das mit religiösen und zivilgesellschaftlichen Führungspersönlichkeiten, Jugendlichen und Frauen arbeitet und in Nordnigerias Konflikten vermittelt.[7][2] Zu den von ihnen vermittelten Vereinbarungen gehört die Kaduna Peace Declaration of Religious Leaders (August 2002), die christliche und muslimische Würdenträger zu friedlichem Zusammenleben verpflichtete.[2] Im Bundesstaat Plateau trug das Zentrum 2005 zur Yelwa-Shendam Peace Affirmation bei, mit der verfeindete Gemeinschaften öffentlich einen Gewaltverzicht bekräftigten.[2] Für diese Vermittlungs- und Dialogarbeit erhielten Ashafa und Wuye 2009 den erstmals vergebenen Preis für Konfliktprävention der Fondation Chirac in Paris, der ihre Arbeit international sichtbarer machte.[3][8] Im Jahr 2013 würdigten deutsche Institutionen ihren Einsatz mit dem Hessischen Friedenspreis und dem Deutschen Afrika-Preis.[6][4] 2022 waren sie Finalisten beim Opus Prize. 2025 wurden beide als erste Träger des neu geschaffenen Commonwealth Peace Prize ausgezeichnet; die Verleihung fand am 10. März 2025 in London statt und der Preis ist mit insgesamt 50.000 £ dotiert.[5]