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Muriel Baumeister

österreichisch-deutsche Schauspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Muriel Baumeister (* 24. Jänner 1972 in Salzburg) ist eine deutsch-österreichische Schauspielerin.

Leben

Baumeister stammt aus einer Künstlerfamilie.[1] Ihre Eltern sind der Schauspieler Edwin Noël-Baumeister und die Tanzpädagogin Barbara Haselbach. Sie hat zwei jüngere Halbgeschwister, Peri Baumeister und Lukas B. Amberger, die ebenfalls Schauspieler sind.

Bis 1998 war Baumeister mit ihrem Schauspielkollegen Rainer Strecker verheiratet. Aus dieser Ehe stammt ein 1993 geborener Sohn.[2] Nachdem ihr Vater 2004 durch Suizid gestorben war,[3] zog sie sich vorübergehend aus der Öffentlichkeit zurück. 2006 wurde eine Tochter geboren, deren Vater der Schauspieler Pierre Besson ist. 2014 bekam sie erneut eine Tochter.[4] Baumeister lebte einige Jahre in Hamburg; inzwischen hat sie eine Wohnung in Berlin.[5]

2016 verursachte Baumeister betrunken einen Unfall, bei dem sich eine Tochter mit im Auto befand. Im Oktober 2017 begab sich Baumeister in der Charité in Berlin in einen kalten Entzug, der nach eigener Aussage erfolgreich war.[6] Baumeister hat ihre Erfahrungen in ihrem Buch Hinfallen ist keine Schande, nur Liegenbleiben verarbeitet.[7] Im Juli 2022 wurde bei Baumeister Brustkrebs diagnostiziert.[8]

Karriere

Bereits als Schülerin stand Baumeister vor der Fernsehkamera. Ihr Filmdebüt gab sie als Lisa unter der Regie von Hans-Jürgen Tögel in dessen Fernsehfilm Wohin die Liebe fällt. Bekannt wurde sie als Bea Donner in der Familienserie Ein Haus in der Toscana (1990–1994), für die sie 1991 mit dem Telestar ausgezeichnet wurde. Ebenfalls für diese Rolle sowie für die Hauptrolle im Fernsehfilm Schuld war nur der Bossa Nova erhielt sie 1994 die Lilli-Palmer-Gedächtniskamera der Goldenen Kamera als beste Nachwuchsdarstellerin.[9] Nach der Matura am Musischen Gymnasium Salzburg begann sie zunächst ein Fachhochschulstudium der Sozialpädagogik, das sie abbrach, um ganz zur Schauspielerei zu wechseln.

Neben wenigen Kinoauftritten ist sie vorwiegend in Fernsehfilmen und -serien aktiv. 1992 und 1993 trug die durchgehende Rolle der Franziska in der ZDF-Serie Der Landarzt zu ihrer Popularität bei. In der ARD-Krimiserie Einsatz Hamburg Süd bildete sie von 1997 bis 1999 als Kommissarin Carla Simon, zusammen mit Meral Perin, das ermittelnde Duo. In mehreren Fernsehfilmen wurde sie in der Hauptrolle besetzt, so 2004 in Das Bernstein-Amulett, 2005 in Eine Prinzessin zum Verlieben und 2008 in Der Besuch der alten Dame. Weiters in Jörg Grünlers Melodram Liebe am Fjord – Das Meer der Frauen (2011), wo sie die jüngere Schwester von Floriane Daniel spielte, die nach 17 Jahren in die norwegische Heimat zurückkehrt, um ihre damals als Kleinkind zurückgelassene Tochter kennenzulernen, die ihre ältere Schwester während ihrer Abwesenheit großgezogen hatte. 2013 war sie als Berta Drews im Doku-Drama George an der Seite von Götz George zu sehen.

Seit 2024 verkörpert Baumeister die Chefärztin Dr. Barbara Berg in der Sat.1-Vorabendserie Die Spreewaldklinik. Sie übernimmt seit den 1990er Jahren kontinuierlich Gastrollen in Fernsehserien und -reihen wie Derrick, Tatort, Polizeiruf 110, Stubbe – Von Fall zu Fall oder Das Traumschiff.

Baumeister ist auch als Theaterschauspielerin tätig. Im Jahr 2008 war sie am Schloßtheater im Neuen Palais als Celimene in Molières Der Menschenfeind unter der Regie von Philippe Besson zu sehen.[10]

Filmografie

Filme

Fernsehserien und -reihen

Hörbücher

Literatur

  • Manfred Hobsch, Ralf Krämer, Klaus Rathje: Filmszene D. Die 250 wichtigsten jungen deutschen Stars aus Kino und TV. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-511-2, S. 30 ff.

Einzelnachweise

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