Musée Gustave Moreau
Kunstmuseum in Frankreich
From Wikipedia, the free encyclopedia
Das Musée Gustave-Moreau (deutsch Gustave Moreau-Museum) ist ein Kunstmuseum, das den Werken des Malers Gustave Moreau (1826–1898) gewidmet ist. Es befindet sich in Paris im 9. Pariser Arrondissement.

Das Museum war ursprünglich Moreaus Wohnung. 1895 ließ der Künstler das Haus zu seinem Atelier und zum Museum seiner Werke umbauen. Heute beherbergt das Museum Moreaus Zeichnungen, Gemälde, Aquarelle und Skulpturen.
Geschichte

Im April 1895 beschloss Gustave Moreau, auf seinem Pariser Grundstück die großen Ateliers errichten zu lassen, die er für sein künstlerisches Werk benötigte. Mit der Ausführung beauftragte er den jungen Architekten Albert Lafon, einen Mitarbeiter seines alten Freundes Édouard Louis Dainville. Moreau opferte dafür sein bisheriges Atelier ebenso wie das zweite Stockwerk des Hauses, um den verfügbaren Raum möglichst auszuschöpfen. Das Appartement im ersten Stock – beladen mit Erinnerungen – blieb unverändert, ebenso die entsprechenden Räume im Erdgeschoss. Die oberen Etagen wurden durch weitläufige, nach Norden verglaste Ateliers ersetzt, die den größtmöglichen Arbeitsraum boten. Ein elegantes Wendeltreppenhaus führt vom zweiten in den dritten Stock. Bereits 1896 begann Moreau, sein künftiges Museum vorzubereiten: Er ordnete, wählte und überarbeitete seine Zeichnungen und Gemälde, vergrößerte einige und begann neue Werke. Das Museum war als sein „grand œuvre“ gedacht, in dem alle Themen seines Schaffens vereint sein sollten. In seinem Testament vom 10. September 1897 setzte er finanzielle Mittel aus, damit sein Freund Henri Rupp das Projekt vollenden könne. Nach Moreaus Tod am 18. April 1898 übernahm Rupp als bevollmächtigter Verwalter die Einrichtung des Museums und ließ nach Abschluss des umfangreichen Nachlassinventars die Werke nach dem Willen des Künstlers aufhängen, wobei zahlreiche Schwenkrahmen und bewegliche Tafeln montiert wurden. Der Staat nahm das Vermächtnis 1902 an, und im Januar 1903 wurde das Musée national Gustave Moreau offiziell eröffnet.[1]
Beschreibung

Das Gebäude hat drei Stockwerke. Im ersten Stock befinden sich die Wohnräume. Die zweite Etage ist ein großer Atelier-Raum, die dritte Etage hat zwei größere Zimmer. Die Sammlung besteht aus rund 1200 Gemälden (meist Skizzen oder unvollendet), Pastellen und Aquarellen und 4830 Zeichnungen.

Exponate (Auswahl):
- Jupiter und Semele (1895)
- Die Rückkehr der Argonauten (1891–1897)