Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland
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Die Arbeitsgemeinschaft Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland ist der Dachverband der Einrichtungen für Männerarbeit der Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Männerarbeit hat im 2009 gegründeten Evangelischen Zentrum Frauen und Männer der EKD in der Berliner Allee in Hannover ihren Sitz.[1]
Geschichte und Aufgaben
Nach dem Ersten Weltkrieg organisierte der Evangelisch-Kirchliche Hilfsverein Laienarbeit für Männer, „Kirchliche Männerdienste“, um den Männern ein spezifisches Angebot zu machen. 1933 wurde das Deutsche Evangelische Männerwerk gegründet, mit dem Anspruch „politisch umanstößig zu sein“.[2] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dem Männerwerk vorgeworfen, eine Nähe zu den Deutschen Christen gehabt zu haben.[3]
Im Jahr 1946 wurde in Echzell/Hessen eine Neukonzeption für die Arbeit mit Männern in der Kirche – die Echzeller Richtlinien – entwickelt und damit der Grundstein für die Männerarbeit der gerade gegründeten EKD gelegt. Mit den Richtlinien wurde auf die emotionale Orientierungslosigkeit von Männern nach dem Zweiten Weltkrieg reagiert und die seelsorgerliche Begleitung von Männern in den Blickpunkt gerückt. 1995 wurden die Richtlinien an die heutige Lebenswirklichkeit angepasst. Die Männerarbeit ist zuständig für alle Fragen, die Männer betreffen, und bietet in bundesweit über 3000 Männerkreisen- und gruppen Seminarangebote zu Themen wie Glaube und Spiritualität, Bibel und männliche Lebenswelten, christliche aktive Vaterschaft, Mann und Familie an.[4]
Der Verein ist Herausgeber der Zeitschrift Männerforum und weiterer Publikationen.[5][6] Jedes Jahr stehen die Angebote unter einem anderen Thema.[7] Im März 2009 wurde das Evangelische Zentrum Frauen und Männer der EKD in Hannover gegründet. Das Zentrum ist die gemeinsame Geschäfts- und Verwaltungsstelle der Männerarbeit und des Evangelische Frauen in Deutschland e. V. (EFiD) in der EKD.[8]