München Mord: Im Zweifel für den Zweifel
22. Folge der Krimireihe München Mord
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Im Zweifel für den Zweifel ist ein deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2025 von Regisseur Anno Saul nach einem Drehbuch von Ina Jung und Friedrich Ani. Es handelt sich um die 22. Folge der Kriminalfilmreihe München Mord mit Bernadette Heerwagen, Alexander Held und Marcus Mittermeier in den Hauptrollen.[1][2]
| Folge 22 der Reihe München Mord | |
| Titel | Im Zweifel für den Zweifel |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Länge | 90 Minuten |
| Produktionsunternehmen | TV60Filmproduktion |
| Regie | Anno Saul |
| Drehbuch | |
| Produktion | Sven Burgemeister |
| Musik | Stephan Massimo |
| Kamera | Nathalie Wiedemann |
| Schnitt | Manuel Reidinger |
| Premiere | 31. Jan. 2026 auf ZDF und ORF 2 |
| Besetzung | |
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| → Episodenliste | |
Handlung
Sternekoch Maximilian Dobek vom Restaurant „Tanoshimi“ wird vor dem Lokal „Roland’s Klause“ von der dortigen Mitarbeiterin Milena Kraus erschlagen aufgefunden. Harald Neuhauser ist mit Milena bekannt und wird von ihr informiert, Flierl, Neuhauser und Schaller nehmen daraufhin die Ermittlungen auf. Unklar ist, ob es sich um eine Kneipenschlägerei gehandelt hat oder eine Tötungsabsicht bestand. Von Holger Thal, dem Betreiber der Klause, erfährt Schaller, dass Dobek von Penkofer gekündigt wurde. Sandra Erling war Patissière bei Dobek und mit ihm sowie Tim Fellner in der Klause verabredet. Dobek hatte einen Tisch für vier Personen reserviert, öfters mit dabei war auch Sascha Hettfeld, Betreiber eines Schallplattenladens im Glockenbachviertel, Ex-Freund von Oliver Gerg und Freund von Tim Fellner.
Der Geschäftsführer des Tanoshimi, Franz-Josef Penkofer, befördert Oliver Gerg zum neuen Chefkoch. Dobek und Gerg hatten einst in der Küche im Drei Prinzen in umgekehrter Hierarchie gearbeitet. Damals war Gerg der Chefkoch, bis ihm eine Verurteilung wegen Totschlags die weitere Karriere versperrte. Laut Staatsanwalt Lukas Benedikt soll Gerg vor ein paar Jahren seinen Chef Silvester Jeckel im Jacuzzi ertränkt haben. Benedikt besteht darauf, Gerg selbst zu vernehmen. Der Staatsanwalt war Stammgast im Tanoshimi. Da er mit einem Gericht unzufrieden war, hatte er Dobek noch kurz vor dessen Tod zur Rede gestellt. Dobek hatte ihm daraufhin ein blaues Auge verpasst. Benedikt selbst behauptet, daheim gegen einen Türrahmen gelaufen zu sein und droht Neuhauser mit Versetzung.
Gerg wurde damals von Staatsanwalt Benedikt für sechs Jahre und fünf Monate ins Gefängnis gebracht, beteuert aber weiterhin seine Unschuld. Auch mit dem Tod von Dobek will er nichts zu tun haben. Angelika Flierl und Neuhauser nehmen sich Gergs ersten Totschlag-Fall noch einmal vor. Laut Untersuchungsbericht von damals war Gerg zur Tatzeit in der Küche, hätte damit also ein Alibi. Weil ihm die Vorgangsweise der Ermittler nicht passt, interveniert Benedikt bei Polizeipräsident August Flierl, dem Onkel von Angelika, damit dieser das Trio zurechtweist. Hettfeld hält es für eine Schande für die bayerische Justiz, dass Oliver ohne Geständnis, ohne Motiv und ohne Beweise wegen Totschlags verurteilt wurde. Gerg und Hettfeld wollten damals heiraten und ein Kind adoptieren. Angelika Flierl findet mit Hilfe von Professor Justus Mack heraus, dass die Kopfverletzungen bei Silvester Jeckel von einem normalen Sturz stammten. Jeckel war im Jacuzzi ausgerutscht und daraufhin ertrunken, dessen Tod war somit ein Unfall.
Die Analyse der Mobilfunkdaten ergibt, dass Gerg, Fellner und Erling mit ihren Handys zur Tatzeit am Tatort in eine Funkzelle eingeloggt waren. In der Tatnacht kam es zu einem Streit zwischen Fellner und Gerg. Fellner war auf Gerg wegen Sascha eifersüchtig. Dobek ist bei dem Streit zwischen die Fronten geraten, Gerg hatte ihn unbeabsichtigt niedergeschlagen. Erling hatte darauf versucht, die Tat zu vertuschen und Gerg ein falsches Alibi gegeben. Sascha wiederum hatte Tim ein falsches Alibi gegeben. Gerg wird festgenommen, weil er im Verdacht steht, Dobek durch einen Schlag an die Schläfe tödlich getroffen zu haben. Gerg wird von derselben Richterin wie beim vorherigen Fall wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und vier Monaten verurteilt. Für den ersten Fall soll es aufgrund der neuen Gutachten ein Wiederaufnahmeverfahren geben. Zangel wird ins Innenministerium befördert, Staatsanwalt Benedikt wird Oberstaatsanwalt.
Produktion und Hintergrund
Die Dreharbeiten fanden gemeinsam mit der 21. Folge Eine echte Täuschung vom 10. Oktober bis zum 10. Dezember 2024 in München und Umgebung statt.[3][4] Produziert wurde der Film von der TV60Filmproduktion (Produzent Sven Burgemeister) im Auftrag des ZDF.[5]
Die Kamera führte Nathalie Wiedemann, die Musik schrieb Stephan Massimo und die Montage verantwortete Manuel Reidinger. Das Kostümbild gestaltete Theresia Wogh, das Szenenbild Michael Björn Köning, den Ton Rainer Plabst und das Maskenbild Martine Flener und Cornelia Ritz.[4]
Im Dezember 2025 wurde der Ausstieg von Christoph Süß mit dieser Folge bekanntgegeben.[6] Das Buch basiert auf dem „Badewannen-Mord“.[7]
Veröffentlichung
In der ZDFmediathek wurde der Film am 31. Dezember 2025 veröffentlicht, die Erstausstrahlung im ZDF und auf ORF 2 war am 31. Januar 2026.[1][2]
Rezeption
Einschaltquote
Die Erstausstrahlung am 31. Januar 2026 im ZDF erreichte 5,50 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 22,4 Prozent.[8]
Kritiken
Rainer Tittelbach vergab auf tittelbach.tv fünf von sechs Sternen und befand, dass visuell hoch attraktive Schauplätze, eine entsprechend abwechslungsreiche Bildgestaltung und eine perfekte Besetzung bis in die kleinsten Rollen geboten würden. Vor allem die Anlage der Geschichte sei diesmal eine Klasse für sich. Einziger Wermutstropfen sei die Verabschiedung von Christoph Süß.[7]
Oliver Armknecht bewertete die Folge auf film-rezensionen.de mit sieben von zehn Punkten. Diese werde überraschend emotional, mache mal wütend, mal traurig. Und auch das Ende, welches ebenso bitter wie unerwartet sei, mache den Krimi zu einem der besten der letzten Zeit.[9]