N-21

Verein mit Sitz in Hannover From Wikipedia, the free encyclopedia

Landesinitiative n-21: Schulen in Niedersachsen online ist ein Verein mit Sitz in Hannover. Dieser verfolgt laut Satzung das Ziel, Schulen und andere Bildungsinstitutionen in Niedersachsen in die Lage zu versetzen, digitale Medien als selbstverständlichen Bestandteil der Lernkultur nutzen zu können.[1] Der Verein wurde am 5. Juni 2000 im Zusammenhang mit dem vom damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel gestarteten Aktionsprogramm „n-21: Schulen in Niedersachsen online“ gegründet. Mitglieder sind das Land Niedersachsen, die kommunalen Spitzenverbände, Wirtschaftsunternehmen und gesellschaftliche Gruppen. Vorstandsvorsitzender ist Peter Richter, Konzernbevollmächtigter Region Nord der Telekom Deutschland GmbH; stellvertretende Vorsitzende ist Kultusministerin Julia Willie Hamburg.[2]

Geschichte

Im Dezember 1999 kündigte der neu gewählte niedersächsische Ministerpräsident Sigmar Gabriel (SPD) in seiner Regierungserklärung das Aktionsprogramm „n-21: Schulen in Niedersachsen online“ an. Der offizielle Start des Aktionsprogramms erfolgte im Juni 2000 mit der Gründung des Vereins. Parallel dazu wurde im Kultusministerium eine Projektgruppe eingerichtet.

Am 31. Dezember 2003 endete die erste Runde des Aktionsprogramms, in der Landesmittel in Höhe von rund 36 Millionen Euro sowie eingeworbene Sponsorenmittel von rund 20 Millionen Euro zur Verfügung standen. Die Projektgruppe im Ministerium wurde aufgelöst; die Vereinsmitglieder beschlossen die Weiterarbeit des Vereins.

Von 2000 bis Ende 2012 wurden über 5.000 Lehrerfortbildungsmaßnahmen mit etwa 50.000 Teilnehmern durchgeführt. Für Ausstattung, Unterrichtsmaterialien, didaktisch-methodische Konzepte, Internet-Projekte sowie Fortbildung wurden mehr als 80 Millionen Euro aufgewendet.[3]

2003 initiierte der Verein das Projekt „1000 mal 1000: Notebooks im Schulranzen“, im Rahmen dessen Schüler der siebten Jahrgangsstufe mit Notebooks ausgestattet wurden. Im Schuljahr 2006/07 beteiligten sich 28 Schulen aus ganz Niedersachsen. Eine 2007 veröffentlichte Studie des Vereins Schulen ans Netz gab Einblicke in Chancen und Herausforderungen mediengestützten Unterrichts.[4]

2010 koordinierte der Verein für Niedersachsen das europäische Projekt „Educational Netbook“, bei dem 240 Schulen mit internetfähigen Geräten ausgestattet wurden.

Seit 2017 ist die Landesinitiative vom Niedersächsischen Kultusministerium mit der Entwicklung und dem Betrieb der Niedersächsischen Bildungscloud (NBC) beauftragt. Die Plattform ermöglicht Schulen schulübergreifende Zusammenarbeit und ergänzt bestehende Lernumgebungen. Im Mai 2023 wurde mit dem Anmeldeservice moin.schule ein Single-Sign-on-System für alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen des Landes eingeführt.[5]

Einzelnachweise

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