NO-DO

spanische Wochenschau (1943-1981) From Wikipedia, the free encyclopedia

NO-DO, kurz für: Noticiarios y Documentales (Dt.: „Nachrichten und Dokumentationen“), war eine spanische Wochenschau, die von 1943 bis 1981 unter staatlicher Aufsicht produziert wurde. NO-DO diente als Propagandainstrument des franquistischen Staates.[1] Der Diktator Francisco Franco bediente sich der Sendung bevorzugt dann, wenn er sich bei Eröffnungen neu erstellter Infrastruktur zeigen wollte. Der Historiker Antonio Cazorla hat zwischen 1943 und 1975 insgesamt rund 500 Auftritte Francos in der Wochenschau NO-DO gezählt, wovon ihn 154 bei Eröffnungen zeigen. Er gab NO-DO keine Interviews, das einzige gefilmte Interview gab Franco für einen im November 1964 ausgestrahlten Propagandafilm von José Luis Sáenz de Heredia.[2]

Im Zuge der Demokratiebestrebungen der Transición nach Francos Tod 1975 wurde die Wochenschau immer unpopulärer, dennoch konnte sich die Produktion bis 1981 halten. Der öffentlich-rechtliche Sender RTVE unterhält bis heute ein Archiv mit alten Ausgaben von NO-DO.[3]

Einzelnachweise

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