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Nabor Carrillo Flores

mexikanischer Kernphysiker und Rektor der UNAM From Wikipedia, the free encyclopedia

Nabor Carrillo Flores (* 23. Februar 1911 in Mexiko-Stadt; † 19. Februar 1967 ebenda) war ein mexikanischer Kernphysiker und Rektor der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM).

Biografie

Carrillo wurde als dritter Sohn des Komponisten Julián Carrillo Trujillo geboren. Er absolvierte die Hochschulreife an der Escuela Nacional Preparatoria, studierte danach an der Escuela Nacional de Ingeniería, der späteren Fakultät für Ingenieurwesen der UNAM (licenciatura 1932; ingeniero civil 1939) und auch in New York. Er war 1940/41 Guggenheim-Stipendiat[1] und studierte an der Harvard University, wo er 1941 den Master of Science-Titel (scientiæ magister) erwarb und 1942 den Ph.D.[2]

Von 1944 an lehrte und forschte an der UNAM und war 1946 der mexikanische Vertreter bei den Atombombentests auf dem Bikini-Atoll. Carrillo war technischer Berater der mexikanischen Delegation der VN-Atomenergiekommission für die pazifische Atomenergienutzung und war Exekutivberater der nationalen Atomenergiekommission. Vom 14. Februar 1957 bis zum 13. Februar 1961 war er zwei Amtsperioden lang Rektor der UNAM.[2]

In seinen Forschungen widmete er sich einerseits Fragen wie der, wie man Gebäude mit besseren Fundamenten versehen kann, den Mitteln, um Städte vor dem Versinken zu retten oder wie man geothermische Energie nutzbar machen kann und andererseits Fragen der Kerntechnik, um Kernspaltung zur Trinkwassergewinnung, zur Elektrizitätsgewinnung oder für den Transport billiger zu nutzen.[3]

Carrillo unterstützte den Bau des mexikanischen Kernforschungszentrums (heute: Instituto Nacional de Investigaciones Nucleares), das nach seinem Tode in Betrieb genommen wurde. Für seine wissenschaftliche Arbeit erhielt er mehrere Ehrendoktorate nationaler und internationaler Universitäten[4] und wurde er unter anderem 1957 mit dem Nationalpreis für Wissenschaften[5] sowie dem Orden der französischen Ehrenlegion ausgezeichnet.[4] Nach ihm ist der Mondkrater Carrillo benannt.[6] 1975 wurden seine Überreste in die Rotonda de las Personas Ilustres umgebettet.[3]

Literatur

  • Roderic Ai Camp (Hrsg.): Mexican Political Biographies, 1935-2009. 4. Auflage. University of Texas Press, 2011 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Einzelnachweise

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