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Nachwahl in Makerfield 2026

Nachwahl zum Unterhaus im englischen Wahlkreis Makersfield, die nach dem Rücktritt des 2024 gewählten Josh Simons erforderlich wurde From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Nachwahl in Makerfield 2026 war eine Nachwahl zum House of Commons, die am 18. Juni 2026 im Wahlkreis Makerfield (Teil von Greater Manchester) stattfand. Sie war nötig geworden, da der Labour-Abgeordnete Josh Simons von seinem Amt zurückgetreten ist. Am selben Tag fanden auch Nachwahlen in den Wahlkreisen Aberdeen South und Arbroath and Broughty Ferry statt.

Nachwahl in Makerfield 2026
(in %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
54,8
34,5
6,8
2,2
0,7
0,4
0,6
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2024
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−10
+9,6
+2,7
+6,8
−8,7
−3,7
−6,4
−0,3

Der Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, gewann die Nachwahl mit einem Vorsprung von 20,3 Prozentpunkten gegenüber dem Reform-Kandidaten Robert Kenyon. Premierminister und Labour-Führer Keir Starmer trat wenige Tage nach der Wahl zurück und Andy Burnham wurde ohne Gegenkandidaten zu seinem Nachfolger gewählt.

Wahlsystem

Die Abgeordneten des House of Commons werden durch die relative Mehrheitswahl (engl. First-past-the-post) in 650 Wahlkreisen für eine Amtszeit von maximal fünf Jahren gewählt. Falls ein Abgeordneter stirbt, zurücktritt oder anderweitig sein Mandat verliert, muss der Sitz seines Wahlkreises durch eine Nachwahl (engl. by-election) neu besetzt werden, die nach demselben Prinzip abläuft. Gewählt ist der Kandidat, der die meisten Stimmen erhält.

Ausgangslage

Unterhauswahl 2024
im Wahlkreis Makerfield
 %
50
40
30
20
10
0
45,2
31,8
10,9
6,8
4,4
0,9
Kommunalwahl 2026
im Bereich des Wahlkreises Makerfield
 %
50
40
30
20
10
0
49,8
26,9
10,4
7,4
3,6
1,9

Die historisch schweren Verluste der regierenden Labour Party bei den Kommunalwahlen in England und den Parlamentswahlen in Schottland und Wales im Mai 2026 lösten eine innerparteiliche Krise aus. Viele Parteimitglieder und Parlamentsabgeordnete forderten Premierminister und Labour-Führer Keir Starmer dazu auf, zurückzutreten oder einen Zeitplan für seinen Abgang zu setzen, was Starmer jedoch bereits mehrfach abgelehnt hatte.[1][2]

Andy Burnham, seit 2017 der Bürgermeister von Greater Manchester und ehemals britischer Gesundheitsminister, wird seit einiger Zeit als möglicher Nachfolger Keir Starmers gesehen. Die Parteiregeln schreiben jedoch vor, dass ein Kandidat für die Parteiführung ein Parlamentsabgeordneter sein muss. Er versuchte bereits bei der Nachwahl in Gorton and Denton im Februar 2026 als Labour-Kandidat anzutreten, was ihm der Vorstand der Labour Party allerdings nicht erlaubte.[3]

Im Mai 2026 trat der Labour-Abgeordnete Josh Simons von seinem Sitz zurück, damit Burnham bei der Nachwahl antreten konnte.[4][5] Daraufhin wurde der Wahltermin auf den 18. Juni angesetzt.[6] Diesmal entschied der Labour-Vorstand, Andy Burnham als Kandidaten zuzulassen,[7] worauf er als Kandidat bestätigt wurde.[8]

Der Wahlkreis Makerfield war seit seiner Schaffung 1983 eine Labour-Hochburg. Bei der letzten Unterhauswahl 2024 gewann Labour dort 45,2 % der Stimmen. Bei den Kommunalwahlen im Mai 2026 musste Labour allerdings große Verluste hinnehmen, während Reform UK große Gewinne erzielen konnte; im Wahlkreis Makerfield erhielt Reform UK etwa 50 % der Stimmen, während Labour auf etwa 27 % fiel. Auch die Grünen hätten einem Labour-Sieg im Weg stehen können, doch wurde davon ausgegangen, dass Burnhams persönliche Beliebtheit einen Sieg für ihn möglich machen würde.[9][10][11]

Kandidaten

Weitere Informationen Partei, Kandidat ...
Partei Kandidat
Labour Co-op Andy Burnham
Reform Robert Kenyon
Conservative Michael Winstanley
Liberal Democrats Jake Austin
Green Party of England and Wales Sarah Wakefield
Climate Party Ed Gemmell
Count Binface Party Count Binface
Libertarian Dan Clarke
Official Monster Raving Loony Party Howling Laud Hope
Rejoin EU Peter Ward
Restore Britain Rebecca Shepherd
Unabhängig John Dyler
Unabhängig Paul Gould
Unabhängig Robert Pownall
Quelle: Wigan Council
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Umfragen

Weitere Informationen Institut, Zeitraum ...
Institut Zeitraum Befragte Labour Reform Con LibDem Green RB Sonst.
Nachwahl 2026 18.06.2026 — 54,8 % 35,1 % 2,2 % 0,4 % 0,7 % 6,8 % 0,6 %
Convergent Opinion[12] 02.06.2026 – 12.06.2026 525 49 % 37 % 3 % 1 % 5 % 5 % 1 %
More in Common[13] 28.05.2026 – 12.06.2026 515 45 % 40 % 2 % 1 % 3 % 8 % 1 %
Opinium[14] 03.06.2026 – 11.06.2026 543 46 % 41 % 3 % 1 % 2 % 7 % 1 %
Survation[15] 26.05.2026 – 01.06.2026 518 49 % 39 % 1 % 1 % 2 % 8 % 1 %
Survation[16] 18.05.2026 – 22.05.2026 504 43 % 40 % 2 % 4 % 3 % 7 % 1 %
Wahl 2024 04.07.2024 — 45,2 % 31,8 % 10,9 % 6,8 % 4,4 % — 0,9 %
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Ergebnis

Weitere Informationen Kandidaten, Parteien ...
KandidatenParteienStimmen%+/-
Andy BurnhamgewähltLabour Co-op24.92754,8+9,6
Robert KenyonReform UK15.69634,5+2,7
Rebecca ShepherdRestore Britain3.1116,8neu
Michael WinstanleyConservative Party9972,2–8,7
Sarah WakefieldGreen Party of England and Wales3080,7–3,7
Jake AustinLiberal Democrats1630,4–6,4
Count BinfaceCount Binface Party950,2neu
Howling Laud HopeOfficial Monster Raving Loony Party450,1neu
John DylerUnabhängig370,1neu
Peter WardRejoin EU350,1neu
Dan ClarkeLibertarian Party180,0neu
Ed GemmellClimate Party180,0neu
Robert PownallUnabhängig180,0neu
Paul GouldUnabhängig80,0neu
Gesamt45.476100
Ungültige Stimmen480,1
Wählende45.52458,8
Wahlberechtigte77.462
Quelle: Wigan Council
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Auswirkungen

Durch seinen Sieg ist Andy Burnham erstmals seit 2017 wieder Abgeordneter des House of Commons und kann somit nun an einer Führungswahl teilnehmen.[17] Er trat am Tag nach der Wahl als Bürgermeister von Greater Manchester zurück, da er nicht beide Ämter gleichzeitig haben darf.[18] Burnham wurde am 22. Juni als Parlamentsabgeordneter vereidigt, wenige Stunden zuvor kündigte Keir Starmer seinen Rücktritt als Premierminister und Labour-Führer an.[19] Burnham erklärte sofort, dass er für den Parteivorsitz antreten würde; die Nominierungen für die Führungswahl gingen vom 9. bis 16. Juli.[20][21] Burnham gewann die Wahl ohne Gegenkandidaten und wurde am 17. Juli zum Parteivorsitzenden und am 20. Juli zum Premierminister ernannt.[22]

Einzelnachweise

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