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Nagaden Nagano-Linie

Eisenbahnstrecke in Japan From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Nagaden Nagano-Linie (jap. 長電長野線 Nagaden Nagano-sen) ist eine Eisenbahnstrecke auf der japanischen Insel Honshū, die von der Bahngesellschaft Nagano Dentetsu (Nagaden) betrieben wird. In der Präfektur Nagano verbindet sie die Großstadt Nagano mit Suzaka und dem Rand der Shiga-Hochebene.

Nagaden Nagano-Linie
Schnellzug Yukemuri auf der Yomasegawa-Brücke
Schnellzug Yukemuri auf der Yomasegawa-Brücke
Streckenverlauf
Streckenlänge:33,2 km
Spurweite:1067 mm (Kapspur)
Stromsystem:1500 V =
Maximale Neigung: 40 ‰
Streckengeschwindigkeit:90 km/h
Zweigleisigkeit:Nagano – Asahi
Gesellschaft:Nagano Dentetsu
Kopfbahnhof Streckenanfang (im Tunnel)Kopfbahnhof Streckenanfang (Strecke außer Betrieb)
0.0 Nagano (長野) 1926/1981–
Strecke (im Tunnel)Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
Nishikichō (錦町) 1926–1981
Haltepunkt / Haltestelle (im Tunnel)Strecke (außer Betrieb)
0.4 Shiyakusho-mae (市役所前) 1981–
Strecke (im Tunnel)Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
Midorichō (緑町) 1928–1945
Haltepunkt / Haltestelle (im Tunnel)Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
1.0 Gondō (権堂) 1926/1981–
Haltepunkt / Haltestelle (im Tunnel)Haltepunkt / Haltestelle (Strecke außer Betrieb)
1.6 Zenkōjishita (善光寺下) 1926/1981–
TunnelendeStrecke (außer Betrieb)
unterirdisch ab 1981
Haltepunkt / Haltestelle
2.7 Hongō (本郷) 1926–
Haltepunkt / Haltestelle
3.6 Kirihara (桐原) 1926–
Haltepunkt / Haltestelle
4.3 Shinano-Yoshida (信濃吉田) 1926–
Kreuzung geradeaus unten
Hokuriku-Shinkansen 1997–
Kreuzung geradeaus oben
Kita-Shinano-Linie 1898–
Bahnhof
6.3 Asahi (朝陽) 1926–
Haltepunkt / Haltestelle
7.0 Fuzokuchūgakkō-mae
Strecke
(附属中学前) 1985–
Bahnhof
8.0 Yanagihara (柳原) 1926–
Brücke über Wasserlauf
Shinano-gawa
Bahnhof
10.0 Murayama (村山) 1926–
Strecke mit Straßenbrücke
Jōshin’etsu-Autobahn
Haltepunkt / Haltestelle
11.0 Hino (日野) 1926–
Abzweig geradeaus und ehemals von rechts
Nagaden Yashiro-Linie 1922–2012
Bahnhof
12.5 Suzaka (須坂) 1922–
Bahnhof
15.0 Kita-Suzaka (北須坂) 1923–
Brücke über Wasserlauf
Matsu-kawa
Bahnhof
17.5 Obuse (小布施) 1923–
Haltepunkt / Haltestelle
18.6 Tsusumi (都住) 1928–
Bahnhof
21.3 Sakurazawa (桜沢) 1949–
Haltepunkt / Haltestelle
23.3 Entoku (延徳) 1923–
Bahnhof
25.6 Shinshū-Nakano (信州中野) 1923–
Abzweig geradeaus und ehemals nach links
Nagaden Kijima-Linie 1925–2002
Haltepunkt / Haltestelle
27.0 Nakano-Matsukawa (中野松川) 1927–
Bahnhof
29.3 Shinano-Takehara (信濃竹原) 1927–
Brücke über Wasserlauf
Yomase-gawa
Haltepunkt / Haltestelle
30.4 Yomase (夜間瀬) 1927–
Haltepunkt / Haltestelle
31.8 Kamijō (上条) 1927–
Kopfbahnhof Streckenende
33.2 Yudanaka (湯田中) 1927–

Streckenbeschreibung

Die in Kapspur (1067 mm) verlegte Strecke ist 33,2 km lang und mit 1500 V Gleichspannung elektrifiziert. Es werden 24 Bahnhöfe bedient; die maximale Neigung beträgt 40 Promille, die Höchstgeschwindigkeit 90 km/h.[1] Westlicher Ausgangspunkt ist der Bahnhof Nagano, wo auf die Hokuriku-Shinkansen und fünf weitere Strecken umgestiegen werden kann. Dort beginnt die Nagano-Linie in einem Tunnelbahnhof. Der nordwärts verlaufende Tunnel unter dem Nagano-Boulevard in der die Innenstadt besitzt drei weitere Bahnhöfe in relativ kurzem Abstand: Shiyakusho-mae (beim Rathaus), Gondō und Zenkōjishita (in der Nähe des Tempels Zenkō-ji). Der Tunnel endet nach knapp zwei Kilometern und die Strecke wendet sich Osten, wobei sie die Trasse der Hokuriku-Shinkansen und der Kita-Shinano-Linie unterquert. Unmittelbar darauf endet in Asahi der zweigleisige Abschnitt, der Rest der Strecke ist ab hier eingleisig.

Auf der Murayama-Brücke, einer kombinierten Bahn- und Straßenbrücke von 838 m Länge, wird der Fluss Chikuma überquert.[2] Kurz vor dem Bahnhof Suzaka, dem betrieblichen Mittelpunkt mit Depot, biegt die Strecke nach Norden ab, worauf sie die Städte Obuse und Nakano durchquert. Nach dem Bahnhof Shinano-Takehara biegt sie ins Yomase-Tal ein und befährt in südöstlicher Richtung einen 30 bis 40 Promille steilen Steigungsabschnitt. Der Endbahnhof Yudanaka gilt als Tor zur Shiga-Hochebene.

Bis 2002 umfasste die Nagano-Linie nur den Abschnitt Nagano–Suzaka. Das Teilstück zwischen Suzaka und Shinshū-Nakano gehörte früher zur Katō-Linie (mit der daran anschließenden Kijima-Linie), während das Teilstück zwischen Shinshū-Nakano und Yudanaka die Bezeichnung Yamanouchi-Linie trug.

Zugangebot

Zwischen den Bahnhöfen Nagano und Shinshū-Nakano fahren stündlich je nach Tageszeit zwei oder drei Nahverkehrszüge, wobei einzelne von ihnen bereits in Suzaka wenden. Der Abschnitt zwischen Shinshū-Nakano und Yudanaka wird ein- bis zweimal stündlich von Nahverkehrszügen befahren. Alle Züge fahren im Einmannbetrieb. Aufgrund technischer Einschränkungen beim Rollmaterial gibt es keine durchgehenden Nahverkehrszüge von Nagano nach Yudanaka, es muss zwingend in Shinshū-Nakano umgestiegen werden. Mehrmals täglich fahren zuschlagspflichtige Eilzüge der Gattungen A Limited Express, B Limited Expres und S Limited Express, die umsteigefrei Nagano mit Yudanaka verbinden. Sie unterscheiden sich in der Anzahl der bedienten Zwischenbahnhöfe. Der S Limited Express, der zusätzlichen Komfort bietet, fährt nur an Wochenenden und Feiertagen.[3] Hinzu kommen je nach Saison Ausflugszüge für Touristen, die einem bestimmten Thema gewidmet sind.[4]

Bilder

Geschichte

Die Bahngesellschaft Saku Tetsudō, die Betreiberin der Koumi-Linie, plante in den 1910er Jahren eine Bahnstrecke, die von Kōfu in der Präfektur Yamanashi bis nach Nagaoka in der Präfektur Niigata reichen sollte. Zusammen mit der heutigen Minobu-Linie sollte dadurch eine gebirgsquerende Verbindung durch die zentralen Japanischen Alpen entstehen. Als Folge der Rezession nach dem Ende des Ersten Weltkriegs konnte dieses Vorhaben jedoch nie verwirklicht werden.[5] Am 30. Mai 1920 erfolgte die Gründung der Katō Tetsudō, die im September desselben Jahres von der Saku Tetsudō einen Teil der Konzession für die Ostseite des Chikuma-Tals übernahm.[6] Dabei handelte es sich um die Verbindung von Yashiro über Suzaka und Shinshū-Nakano nach Kijima, zusammenfassend als Katō-Linie bekannt. Der heute zur Nagano-Linie zählende Abschnitt zwischen Suzaka und Shinshū-Nakano wurde am 26. März 1923 eröffnet.[7] Zuerst noch mit Dampflokomotiven betrieben, erfolgte bereits am 29. Januar 1926 die Elektrifizierung.[8]

Am 25. November 1923 gründete sich die Bahngesellschaft Nagano Denki Tetsudō, die eine Verbindung zwischen der Präfekturhauptstadt Nagano auf der westlichen Talseite und der Katō-Linie anstrebte (das Kernstück der Nagano-Linie). Sie nahm am 28. Juni 1926 zunächst den Abschnitt zwischen Gondō und Suzaka in Betrieb, der von Anfang elektrifiziert und bis Shinano-Yoshida zweigleisig ausgebaut war.[9] Am 30. September desselben Jahres fusionierten beide Unternehmen zur Nagano Dentetsu (kurz Nagaden). Diese eröffnete am 28. April 1927 das als Yamanouchi-Linie bezeichnete Teilstück zwischen Shinshū-Nakano und Yudanaka.[10] Das zweigleisige Teilstück zwischen Gondō und dem Bahnhof Nagano kam am 24. Juni 1928 hinzu, womit der Streckenbau abgeschlossen war.[11]

Am 15. Mai 1956 dehnte die Nagaden den zweispurigen Streckenteil von Shinano-Yoshida um zwei Kilometer nach Asahi aus, so dass dieser nun fast bis zum Stadtrand reichte. Mit dem Fahrplanwechsel vom 15. März 1957 begann der Einsatz von Eilzügen, die vor allem auf den touristischen Verkehr nach Yudanaka ausgerichtet waren.[12] Am 1. September 1970 wurde der Güterverkehr zwischen Nagano und Suzaka eingestellt, am 1. April 1979 auch auf der restlichen Strecke. Um einen reibungslosen Verkehr durch die Innenstadt zu ermöglichen und um zahlreiche niveaugleiche Bahnübergänge aufheben zu können, verlegte die Nagaden das Teilstück Nagano–Hongō in einen zwei Kilometer langen Tunnel mit vier Tunnelbahnhöfen. Dessen Eröffnung fand am 1. März 1981 statt.[13] Die Nagano-Linie, die Katō-Linie zwischen Suzaka und Shinshū-Nakano sowie die Yamanouchi-Linie nach Yudanaka wurden offiziell zur Nagano-Linie zusammengelegt.

Die 1926 eröffnete Murayama-Brücke über den Chikuma, eine kombinierte Straßen- und Bahnbrücke, näherte sich nach sieben Jahrzehnten dem Ende ihrer Lebensdauer. Sie hatte den Nachteil, sehr eng zu sein: So war es für Lastwagen schwer schwierig, sich zu kreuzen; für Fußgänger war sie unpassierbar. Die Arbeiten an einer Ersatzbrücke rund 15 Meter flussaufwärts begannen 1998 und umfassten mehrere Bauetappen. Die neue Brücke war nach elf Jahren fertiggestellt und ging am 9. November 2009 in Betrieb. Zwar wird auch sie von Straßen- und Schienenverkehr geteilt, doch die Platzverhältnisse sind viel großzügiger dimensioniert, und es gibt neu auch Fuß- und Radwege.[14]

Liste der Bahnhöfe

Alte Murayama-Brücke (2007)
Neue und alte Murayama-Brücke (2011)

A = A Limited Express; B = B Limited Express; S = S Limited Express
● = alle Züge halten hier; ǀ = Schnellzüge fahren ohne Halt durch

Weitere Informationen Name, km ...
NamekmBA
S
AnschlusslinienLageOrt
N1Nagano (長野)00,0●●Hokuriku-Shinkansen
Shin’etsu-Hauptlinie
Chūō-Hauptlinie
Shinonoi-Linie
Iiyama-Linie
Shinano-Linie
Koord.Nagano
N2Shiyakusho-mae (市役所前)00,4●ǀKoord.
N3Gondō (権堂)01,0●●Koord.
N4Zenkōjishita (本郷)01,6ǀǀKoord.
N5Hongō (善光寺下)02,7●ǀKoord.
N6Kirihara (桐原)03,6ǀǀKoord.
N7Shinano-Yoshida (信濃吉田)04,3●ǀKoord.
N8Asahi (朝陽)06,3●ǀKoord.
N9Fuzokuchūgakkō-mae (附属中学前)07,0ǀǀKoord.
N10Yanagihara (柳原)08,0ǀǀKoord.
N11Murayama (村山)10,0ǀǀKoord.Suzaka
N12Hino (日野)11,0ǀǀKoord.
N13Suzaka (須坂)12,5●●Nagaden Yashiro-Linie (1922–2012)Koord.
N14Kita-Suzaka (北須坂)15,0ǀǀKoord.
N15Obuse (小布施)17,5●●Koord.Obuse
N16Tsusumi (都住)18,6ǀǀKoord.
N17Sakurazawa (桜沢)21,3ǀǀKoord.Nakano
N18Entoku (延徳)23,3ǀǀKoord.
N19Shinshū-Nakano (信州中野)25,6●●Nagaden Kijima-Linie (1925–2002)Koord.
N20Nakano-Matsukawa (中野松川)27,0ǀǀKoord.
N21Shinano-Takehara (信濃竹原)29,3ǀǀKoord.
N22Yomase (夜間瀬)30,4ǀǀKoord.Yamanouchi
N23Kamijō (上条)31,8ǀǀKoord.
N24Yudanaka (湯田中)33,2●●Koord.
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Commons: Nagaden Nagano-Linie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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