Naikaku Jōhō Chōsashitsu
japanischer Nachrichtendienstt
From Wikipedia, the free encyclopedia
Naikaku Jōhō Chōsa Shitsu (jap. 内閣情報調査室, dt. etwa: „Kabinetts-Nachrichten- und -Untersuchungsbüro“, engl. Cabinet Intelligence and Research Office), kurz: Naichō (内調, engl. CIRO) ist ein Nachrichtendienst Japans. Es wird kritisiert, er verwende die meiste seiner Energie auf die Übersetzung ausländischer Publikationen und spioniere japanische Bürger im eigenen Land aus.[1]

Spionageskandal
Organisation
Ein Vorläufer wurde 1952 im Premierministeramt gegründet. 1957 erfolgte dann die Einrichtung des Naikaku Chōsashitsu (内閣調査室, „Kabinetts-Untersuchungsbüro“) als nachgeordnete Behörde des Kabinettssekretariats. 1986 erhielt es seinen heutigen Namen.[3]
Das Naichō hat etwa 170 Mitarbeiter.[4] Dabei ist jedoch ein Großteil von anderen Ministerien und Behörden ausgeliehen.[5] Die Mehrheit des Personals ist von der Nationalen Polizeibehörde. Der Leiter ist seit April 2010 Shin’ichi Uematsu (植松 信一) (Stand: Februar 2011).[6]
Ende Mai 2026 beschloss das japanische Parlament die Weiterentwicklung des CRIO zum National Intelligence Bureau (NIB), das nach Vorbild des US-amerikanischen ODNI erweiterte Befugnisse erhalten und die Erkenntnisse der anderen japanischen Nachrichtendienste bündeln und koordinieren soll. Ergänzend soll ein steuerndes National Intelligence Council (NIC) errichtet werden, das wie die Vorgängerorganisation des CRIO dem Geschäftsbereich der Premierministerin zugeordnet sein soll.[7]