Naturschutzgebiet Siebenbuchen
Naturschutzgebiet in Marsberg, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
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Das Naturschutzgebiet Siebenbuchen mit einer Größe von 593,74 ha liegt nördlich von Meerhof im Stadtgebiet von Marsberg im Hochsauerlandkreis. Es wurde 2008 mit dem Landschaftsplan Marsberg als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen.[1] Das NSG wird durch die Bundesautobahn 44 ungefähr in der Mitte zerschnitten. Das NSG ist seit 2004 eine Teilfläche des Europäischen Vogelschutzgebietes (Kurzbezeichnung Vogelschutzgebiet) Egge, unter NR. DE-4419-401, im Schutzgebietssystem Natura 2000 der Europäischen Union mit 7177 ha Größe. Der Bereich des Vogelschutzgebietes ist ebenfalls seit 2004 eine Teilfläche des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes (FFH) Marschallshagen und Nonnenholz (Natura 2000-Nr. DE-4519-306) im Europäischen Schutzgebietssystem nach Natura 2000 mit 1532 ha Größe dar.
Beschreibung
Das Naturschutzgebiet Apfelbaumgrund ist umgeben vom Naturschutzgebiet Siebenbuchen. Die Nordgrenze des NSG ist gleichzeitig die Kreisgrenze zum Kreis Paderborn. Im Kreis Paderborn grenzt das Naturschutzgebiet Marschallshagen und Nonnenholz mit oberen Altenautal an. Das NSG ist im Besitz des Staatsforstes Büren. Der Walderlebnispfad Merrhof genießt im NSG Bestandsschutz. Das NSG umfasst einen Rotbuchen- bzw. Buchenmischwald mit kleinere Nadelholzbestände auf Kalkmergel. Beim Buchenwald handelt es sich um Hainsimsen-Buchenwälder, teils liegen Übergänge zu Waldmeister-Buchenwäldern vor. Im NSG liegt die Naturwaldzelle Kurzer Grund. Quellbäche, Siepen und Teiche befinden sich im Schutzgebiet. Im Gebiet brüten Schwarzstorch, Rotmilan, Schwarzspecht und Grauspecht. Im nördlichen Teil des Schutzgebietes liegt die Wüstung Nuttler Kirche. Auch Pingen, als Zeugnis von früherem Bergbau, sind vorhanden.[1]
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen führt in seinem Fachinformationssystem zum Wert des Naturschutzgebietes Siebenbuchen auf: „Wertbestimmend ist das große, zusammenhängende Laubwaldgebiet mit seinen Buchenwäldern sowie die Teiche mit ihrer artenreichen Vegetation. Sie ergeben zusammen einen umfangreichen Biotopkomplex von besonderer Bedeutung im Sinne der Schutzzielkonzeption für den Naturraum. Leichte Beeinträchtigungen sind durch Holzeinschlag und forstlichen Wegebau zu erkennen. Vegetationskundlich wertvoll sind die naturnahen Teiche mit ihrer artenreichen Vegetation. Ein Naturlehrpfad weist auf verschiedene Aspekte der Waldformen und des Artenschutzes hin und erläutert die forstlichen Tätigkeiten. Das Gebiet hat als ausgedehnte, zusammenhängende Laubwaldfläche eine wichtige biotische Refugialfunktion in der ansonsten waldarmen Landschaft der Paderborner Hochfläche.“[2]
Schutzzweck des Naturschutzgebietes
Das NSG wurde ausgewiesen zur:
- „Erhaltung und Entwicklung naturnaher Buchen- und Buchenmischwälder auf relativ basenreichem Standort in der Randzone der waldarmen Paderborner Hochfläche; Sicherung der Artenschutzbedeutung der (künstlichen) Stillgewässer und - insbesondere im Südosten - deren Optimierung durch eine langfristige Umbestockung im Rahmen der forstlichen Gebietsnutzung,“
- „Schutz und Entwicklung der kleinen Fließgewässer und der sie begleitenden, galerieartigen Waldbestände; Sicherung der Kohärenz und Umsetzung des europäischen Schutzgebietssystems "Natura 2000".“[1]
Siehe auch
Literatur
- Hochsauerlandkreis – Untere Landschaftsbehörde: Landschaftsplan Marsberg (PDF; 1,2 MB). Meschede 2008, S. 21–26 + 68 + 180–182 + 187–189.

