Adama (Äthiopien)
Stadt in Äthiopien
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Adama (Oromo: Adaama, Ge'ez አዳማ) oder Nazret (ናዝሬት) ist eine Stadt in Zentral-Äthiopien. Sie ist Hauptstadt der Misraq-Shewa-Zone (West-Shewa) von Oromia. Laut Schätzung von 2022 hatte sie 456.900 Einwohner.[1]
| Adama / Nazret አዳማ / ናዝሬት | ||
Einkaufsstraße in Adama | ||
| Staat: | ||
| Region: | Oromia | |
| Koordinaten: | 8° 32′ N, 39° 16′ O | |
| Höhe: | 1.712 Meter ü.d.M. | |
| Einwohner: | 456.900 (2022) | |
| Zeitzone: | EAT (UTC+3) | |
Unter Haile Selassie wurde der ursprüngliche Oromo-Ortsname durch denjenigen des biblischen Nazareth ersetzt.
Geographie
Lage
Adama liegt auf einer Höhe von 1712 Meter am Übergang zwischen dem Hochland von Abessinien und dem Tiefland im Ostafrikanischen Grabenbruch, sodass sich hier Oromo- und Afar-Hirten und Oromo-Bauern begegnen.
Klima
Gemäß der Effektiven Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger und Geiger herrscht in Assela tropisches Savannenklima (Aw). Der Niederschlag fällt zum überwiegenden Teil in den Sommermonaten Juli und August, während es das restliche Jahr über nur vereinzelt regnet.
| Adama / Nazret | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Adama / Nazret
Quelle: climate-data.org | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Geschichte
Nazret blieb zunächst eine kleine Stadt. Ihr Wachstum begann um 1954, als am Fluss Awash Zuckerplantagen mit eigener Raffinerie angelegt wurden. 1960 wurden zudem drei Kraftwerke am Awash in Betrieb genommen. Adama wurde zu einem Zentrum der Verarbeitung von Landwirtschafts- und Viehprodukten aus der Umgebung. Während der Hungersnot in Äthiopien 1984–1985 errichtete die EG große Lagerhäuser zur Lagerung von Getreide-Hilfslieferungen.
2000 wurde Adama anstelle von Addis Abeba neue Hauptstadt von Oromia und erhielt seinen früheren Namen zurück.[2][3] Dieser Schritt sorgte für Kontroversen, da die Oromo Addis Abeba (Finfinnee) als ihre Hauptstadt betrachten. Neben Adama waren Nekemte, Ambo, Mojo, Zway, Asella und Jimma als Regionalhauptstadt erwogen worden. Die Wahl von Adama wurde mit Topographie, Klima, Infrastruktur und Wirtschaft der Stadt begründet. 2005 wurde diese Entscheidung rückgängig gemacht.[4]
Bevölkerung
1994 waren von 127.842 Bewohnern 44,42 % Amharen, 26,23 % Oromo, 7,54 % Silt'e, 7,29 % Sebat-Bet-Gurage, 6,27 % Tigray und 3,63 % Soddo-Gurage. 71,18 % sprachen Amharisch als Muttersprache, 13,96 % Oromo, 4,31 % Silt'e, 3,92 % Gurage, 3,7 % Tigrinya und 1,33 % Soddo.[5]
Bevölkerungsentwicklung der Stadt laut citypopulation.de
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Infrastruktur
Der Ort in seiner heutigen Form verdankt seine Entstehung dem Bau der Bahnstrecke von Addis Abeba nach Dschibuti im Jahre 1917.
Neben den Bahnverbindungen nach Addis Abeba und Dschibuti verfügt Adama über Straßenverbindungen zu den Seen im Grabenbruchgebiet und nach Assela und Assab. Seine günstige Lage ließ es stark wachsen, von rund 39.000 Einwohnern im Jahr 1970 auf gegenwärtig etwa 460.000 Einwohner.[5]
Söhne und Töchter der Stadt
- Falaka Armide Yimer (* 1942), Holzschnittkünstler
- Robel Kiros Habte (* 1992), Schwimmer[7]
- Sifan Hassan (* 1993), niederländische Leichtathletin äthiopischer Herkunft
Literatur
- Alain Gascon: Adaama, in: Encyclopaedia Aethiopica, Band 1, 2003, ISBN 3-447-04746-1
Weblinks
Commons: Adama – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
