Dschibuti (Stadt)
Hauptstadt von Dschibuti
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Dschibuti (französisch Djibouti; arabisch جيبوتي, DMG Ǧībūtī) ist die Hauptstadt des gleichnamigen afrikanischen Staates Dschibuti. Die Hafenstadt liegt am Eingang zum Golf von Tadjoura, einem Teil des Golfes von Aden, südlich der Meerenge des Bab al-Mandab.
| جيبوتي Dschibuti | ||
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| Koordinaten | 11° 36′ N, 43° 9′ O | |
| Stadtzentrum (Stadtplan) | ||
| Basisdaten | ||
| Staat | Dschibuti | |
| Hauptstadt | Stadt Dschibuti | |
| ISO 3166-2 | DJ-DJ | |
| Höhe | 5 m | |
| Fläche | 200 km² | |
| Einwohner | 776.966 (2024[1]) | |
| Dichte | 3.884,8 Ew./km² | |
| Gründung | 1888 | |
Geographie und Bevölkerung
Der nur jahreszeitlich wasserführende Fluss Ambouli fließt durch die Stadt und trennt dabei die älteren Stadtteile von dem Viertel Balbala. Der internationale Flughafen von Dschibuti ist der Flughafen Dschibuti-Ambouli.
Infolge ausgeprägter Landflucht lebt ein Großteil der Bevölkerung Dschibutis in der Hauptstadt. Etwa die Hälfte der Stadtbewohner lebt in Slums wie Arhiba, wo die Erwerbslosenquote hoch und Mangelernährung verbreitet ist.[2][3]
In einer Rangliste der Städte nach ihrer Lebensqualität belegte Dschibuti im Jahre 2018 den 190. Platz unter 231 untersuchten Städten weltweit.[4]
Geschichte
Die Stadt wurde 1888 von den Franzosen gegründet. Es entstand ein lebhafter Handelsverkehr mit Zaila.[5] 1892 löste Dschibuti die ehemalige Strafkolonie Obock als Hauptstadt von Französisch-Somaliland ab. Der Industrielle Louis-Auguste Brémond[5] verlegte darauf seinen Wohn- und Geschäftssitz nach Dschibuti.
Im Jahr 1895 zählte der Ort bereits 5000[5] Einwohner. 1896, mit Baubeginn der Eisenbahn nach Addis Abeba, war der Wechsel der Verwaltungshauptstadt fast abgeschlossen und wurde 1898 mit der Einsetzung eines französischen Administrators mit Sitz in Dschibuti offiziell bestätigt.
1977 wurde Dschibuti ein unabhängiger Staat. Der ursprüngliche Distrikt Dschibuti hatte eine Fläche von 630 km². Mit der Verwaltungsreform vom 7. Juli 2002 wurde eine neue Region, Arta, errichtet. Der Hauptstadtdistrikt gab Territorium an Arta ab und schrumpfte flächenmäßig von 600 auf 200 km², schließt aber die Insel Musha sowie die gesamte Inselgruppe mit ein.
Durch einen Bombenanschlag in Dschibuti am 18. März 1987 kamen 13 Menschen ums Leben, darunter Wissenschaftler des Forschungsschiffes Meteor.[Anm 1]
Verkehr

Dschibuti ist der Endpunkt der Eisenbahnlinie von Addis Abeba und Freihafen für Äthiopien, welches keinen eigenen Zugang zum Meer hat. Der Flughafen Dschibuti liegt etwa 5 km südöstlich des Stadtzentrums und ist der einzige internationale Flughafen des Landes.
Militär
In Dschibuti befinden sich Militärbasen der USA (Camp Lemonnier), Frankreichs (Base aérienne 188 Djibouti „Colonel Massart“), Chinas (Chinesische Militärbasis in Dschibuti) und Japans. Direkt südlich der Stadtgrenze liegt zudem eine Militärbasis Italiens.
Die Bundeswehr hatte von 2002 bis 2021 in Dschibuti eine Verbindungs- und Unterstützungsgruppe vor allem mit Kräften der Marine und der Feldjäger zur Unterstützung der deutschen Anteile an EU NAVFOR Somalia („Operation Atalanta“)[6] und ehemals der Operation Enduring Freedom[7][8] stationiert. Zeitweise wurden auch Seefernaufklärer vom Flughafen von Dschibuti aus eingesetzt.[9]
Stadtgliederung
Die Stadt besteht aus drei communes, die sich weiter in sechs arrondissements gliedern.[10] Die arrondissements wiederum bestehen aus quartiers.[11]
- Ras-Dika
- Sechstes Arrondissement (Arrondissement du Plateau oder Plateau-Marabout-Héron) (Plateau, Marabout, Héron, Serpent, Paid)
- Boulaos
- Erstes Arrondissement (quartiers 1, 2, 3 und 4)
- Zweites Arrondissement (quartiers 5, 6, 7, 7 bis, Arhiba und Stade)
- Drittes Arrondissement (Ambouli)
- Hayableh
- Viertes Arrondissement (quartiers PK20, Balbala 04 und PK12)
- Fünftes Arrondissement (quartiers Balabala 05, Hablayeh und Doraleh)
Die dritte, im Westen gelegene commune, taucht in einer aktuelleren (2013) Veröffentlichung unter dem Namen Balbala auf.[12] Balbala war früher ein Flüchtlingslager.
Zum Sechsten Arrondissement (Arrondissement du Plateau), das 2003 eingerichtet wurde[13] sich mit der commune Ras-Dika deckt, gehören auch die Îles Moucha.
Klima
| Dschibuti | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Dschibuti
Quelle: wetterkontor.de | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Söhne und Töchter der Stadt
- Mohamed Barkat Abdillahi (* 1947), Politiker
- Ali Abdi Farah (* 1947), Politiker
- Ali Mohamed Daoud (* 1950), Politiker
- Aïcha Mohamed Robleh (* 1965), Dramatikerin und Politikerin
- Abdourahman Waberi (* 1965), Schriftsteller
- Raphaël Feuillâtre (* 1996), französischer klassischer Gitarrist
- Abdi Waiss Mouhyadin (* 1996), Leichtathlet
Galerie
Weblinks
Anmerkungen
- Zu ihrem Andenken vergibt die von den Hinterbliebenen gegründete Annette Barthelt-Stiftung seitdem einmal jährlich den „Annette-Barthelt-Preis für Meeresforschung“.


