Nebenwelle

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Als Nebenwellen (englisch spurious, zuweilen abgekürzt: spur) bezeichnet man in der Elektrotechnik, speziell in der Funktechnik und der Hochfrequenzmesstechnik, unerwünschte Frequenzanteile eines elektrischen oder elektromagnetischen Signals.

Hintergrund

In bestimmten Fällen, wie beispielsweise bei Verstärkern oder Funksendern, wünscht man sich im Idealfall ein möglichst sinusförmiges Signal oder eins, dessen Signalanteile sich auf eine definiertes, in der Regel schmales Frequenzband beschränken und außerhalb davon verschwindend gering sind.

Grund ist, Signalverzerrungen oder Störausstrahlungen zu vermeiden und so auch die unerwünschte gegenseitige Beeinflussung von Signalquellen zu verhindern (siehe auch: Elektromagnetische Verträglichkeit).

Im Gegensatz zu Oberwellen (englisch harmonics), die die ganzzahligen Vielfachen der Grundfrequenz (fundamental) bezeichnen, meint man mit Nebenwellen unerwünschte Signalanteile bei beliebigen Frequenzen „dazwischen“ (siehe auch: Zeichnung unter Weblinks).

Messtechnik

Gemessen werden können Nebenwellen mithilfe von Messempfängern. Besonders gut geeignet sind Spektrumanalysatoren.

Quantitativ spricht man dabei vom Nebenwellenabstand. Das ist das Amplituden- beziehungsweise Leistungs-Verhältnis einer betrachteten (unerwünschten) Nebenwelle bezogen auf das (gewünschte) Trägersignal. Das Verhältnis wird in der Regel in Dezibel (dB) angegeben, hier in dBc, wobei das „c“ für englisch carrier („Träger“) steht.

Man kann auch die Leistungssumme aller Nebenwellen bilden und diese in analoger Weise auf den Trägerpegel beziehen.[1]

Literatur

  • ITU (Hrsg.): Recommendation ITUR SM.3297. Spurious Emissions. 1997 (englisch, itu.int [PDF; 110 kB]).
  • Zeichnung zur Definition von Nebenwellen (englisch).

Einzelnachweise

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