Neferetiabet

altägyptische Prinzessin From Wikipedia, the free encyclopedia

Neferetiabet war eine Prinzessin der altägyptischen 4. Dynastie. Ihre genaue Einordnung ist nicht ganz sicher. Möglicherweise war sie eine Tochter[1] oder Schwester[2] von Pharao Cheops. Sie könnte auch die Ehefrau des hohen Beamten Wepemneferet gewesen sein.[3]

Schnelle Fakten in Hieroglyphen ...
Neferetiabet in Hieroglyphen
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Neferetiabet
(Neferet iabet)
Nfr.t-j3b.t
Opfertafel der Neferetiabet (Ausschnitt), Louvre, Paris, Inventarnummer E 15591
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Grab

Neferetiabet gehört die Mastaba G 1225 (24,25 m × 11,05 m)[4] auf dem so genannten Westfriedhof, dem größten Gräberfeld auf dem Pyramidenplateau von Gizeh. In unmittelbarer Nähe befinden sich südlich die Gräber des Chufu-nacht (G 1205), südwestlich des Nefer (G 1207), westlich des Setjhekenet (G 1227), nördlich des Ini (G 1235), nordöstlich G 1233, östlich des Kaemach (G 1223) und südöstlich des Kanefer (G 1203). Das Grab des Wepemneferet (G 1201) liegt südöstlich davon. Diese Gräber wurden im Jahr 1904 von der Hearst-Expedition der University of California unter der Leitung von George Andrew Reisner ausgegraben.[5]

Bereits im Jahr 1902 fand Montague Ballard im Grab der Neferetiabet eine sehr gut erhaltene Grabplatte mit Opfertischszene, die sich heute im Louvre (Inventarnummer E 15591) befindet.[6] Sie besteht aus Kalkstein, ihre Maße betragen Höhe 37,7 cm, Breite 52,5 cm, Tiefe 8,3 cm. Die genauen Fundumstände sind nicht dokumentiert.

Auch einige ebenfalls 1902 von Ballard gefundene Statuetten, ehemals Sammlung Arthur Sambon, sollen von hier stammen. Porter/Moss vermuten als Herkunftsort eher ein kleines Grab in der Nähe.[7] Eine dieser Statuetten befindet sich heute im Staatliches Museum Ägyptischer Kunst, München, Inventarnummer ÄS 7155. Christiane Ziegler ordnet sie stilistisch dem Beginn der 4. Dynastie zu und hält eine Zuordnung zu Neferetiabet nicht für ausgeschlossen.[8] Laut Peter Jánosi stehe weder der Fundort eindeutig fest, noch sei eine Identifizierung der anonymen Statue möglich. Die zeitliche Zuordnung zur 4. Dynastie sei aus stilistischen Gründen wenig überzeugend. Eine Zuweisung an Neferetiabet bleibe damit unsicher.[9] Peter Der Manuelian lehnt eine Zuordnung der Statuette zum Grab G 1225 derzeit ab.[10] Die Statuette eines Korn mahlenden Frau befindet sich heute im Rijksmuseum van Oudheden, Leiden, Inventarnummer F 1934/12.1.[11]

Literatur

Commons: Neferetiabet – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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