Neferetiabet
altägyptische Prinzessin
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Neferetiabet war eine Prinzessin der altägyptischen 4. Dynastie. Ihre genaue Einordnung ist nicht ganz sicher. Möglicherweise war sie eine Tochter[1] oder Schwester[2] von Pharao Cheops. Sie könnte auch die Ehefrau des hohen Beamten Wepemneferet gewesen sein.[3]
| Neferetiabet in Hieroglyphen | ||||
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Neferetiabet (Neferet iabet) Nfr.t-j3b.t | ||||
Grab
Neferetiabet gehört die Mastaba G 1225 (24,25 m × 11,05 m)[4] auf dem so genannten Westfriedhof, dem größten Gräberfeld auf dem Pyramidenplateau von Gizeh. In unmittelbarer Nähe befinden sich südlich die Gräber des Chufu-nacht (G 1205), südwestlich des Nefer (G 1207), westlich des Setjhekenet (G 1227), nördlich des Ini (G 1235), nordöstlich G 1233, östlich des Kaemach (G 1223) und südöstlich des Kanefer (G 1203). Das Grab des Wepemneferet (G 1201) liegt südöstlich davon. Diese Gräber wurden im Jahr 1904 von der Hearst-Expedition der University of California unter der Leitung von George Andrew Reisner ausgegraben.[5]
Bereits im Jahr 1902 fand Montague Ballard im Grab der Neferetiabet eine sehr gut erhaltene Grabplatte mit Opfertischszene, die sich heute im Louvre (Inventarnummer E 15591) befindet.[6] Sie besteht aus Kalkstein, ihre Maße betragen Höhe 37,7 cm, Breite 52,5 cm, Tiefe 8,3 cm. Die genauen Fundumstände sind nicht dokumentiert.
Auch einige ebenfalls 1902 von Ballard gefundene Statuetten, ehemals Sammlung Arthur Sambon, sollen von hier stammen. Porter/Moss vermuten als Herkunftsort eher ein kleines Grab in der Nähe.[7] Eine dieser Statuetten befindet sich heute im Staatliches Museum Ägyptischer Kunst, München, Inventarnummer ÄS 7155. Christiane Ziegler ordnet sie stilistisch dem Beginn der 4. Dynastie zu und hält eine Zuordnung zu Neferetiabet nicht für ausgeschlossen.[8] Laut Peter Jánosi stehe weder der Fundort eindeutig fest, noch sei eine Identifizierung der anonymen Statue möglich. Die zeitliche Zuordnung zur 4. Dynastie sei aus stilistischen Gründen wenig überzeugend. Eine Zuweisung an Neferetiabet bleibe damit unsicher.[9] Peter Der Manuelian lehnt eine Zuordnung der Statuette zum Grab G 1225 derzeit ab.[10] Die Statuette eines Korn mahlenden Frau befindet sich heute im Rijksmuseum van Oudheden, Leiden, Inventarnummer F 1934/12.1.[11]
- Opfertafel der Neferetiabet, Louvre, Paris (Inventarnummer E 15591)
- Sitzstatue, Staatliches Museum Ägyptischer Kunst, München, Inventarnummer ÄS 7155 (möglicherweise Neferetiabet)
- Korn mahlende Frau, Rijksmuseum van Oudheden, Leiden, Inventarnummer F 1934/12.1 (möglicherweise aus Grab G 1225)
- Grabgrundriss G 1225 nach George Andrew Reisner
Literatur
- Michel Baud: Famille royale et pouvoir sous l’Ancien Empire égyptien. Band 2 (= Bibliothèque d’Étude. Band 126/2). Institut Français d’Archéologie Orientale, Kairo 1999, ISBN 2-7247-0250-6, S. 499 [127] (Volltext als PDF; 17,1 MB); abgerufen über Digital Giza – The Giza Project at Harvard University.
- Peter Der Manuelian (Herausgeber): Slab Stelae of the Giza Necropolis. Publications of the Pennsylvania-Yale Expedition to Egypt. Band 7. Peabody Museum of Natural History der Yale University / University of Pennsylvania Museum of Archaeology and Anthropology, New Haven / Philadelphia 2003, ISBN 0-9740025-1-8, S. 58–62, Tafel 11–12 (Volltext als PDF; 58,1 MB); abgerufen über Digital Giza – The Giza Project at Harvard University.
- Bertha Porter, Rosalind L. B. Moss, Ethel W. Burney: Topographical Bibliography of Ancient Egyptian Hieroglyphic Texts, Reliefs, and Paintings. Band III: Memphis. Part I: Abû Rawâsh to Abûṣîr. 2., von Jaromír Málek überarbeitete und erweiterte Auflage. Clarendon Press / Griffith Institute / Ashmolean Museum, Oxford 1974, OCLC 491653906, S. 59–60, Karte IX (Volltext als PDF; 20,3 MB); abgerufen über The Digital Topographical Bibliography.
- George Andrew Reisner: A History of the Giza Necropolis. Volume I. Harvard University Press, Cambridge 1942, S. 193, 203, 403–405, Abbildung 200–201, 228–229, Tafel 15b–f, 19b, 23c–d, Map 4 (Volltext als PDF; 255,9 MB); abgerufen über Digital Giza – The Giza Project at Harvard University.
Weblinks
- Digital Giza: Nefretiabet (G 1225). Auf: giza.fas.harvard.edu.
