Neill-Langschwanz-Riesenratte

Art der Gattung Langschwanz-Riesenratten (Leopoldamys) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Neill-Langschwanz-Riesenratte (Leopoldamys neilli) ist ein mit mehreren disjunkten Populationen in Südostasien verbreitetes Nagetier in der Gattung der Langschwanz-Riesenratten. Das Typusexemplar stammt aus dem Landkreis Amphoe Kaeng Khoi in Thailand.[1] Die Populationen galten längere Zeit als Synonym der Herbert-Langschwanz-Riesenratte (Leopoldamys herberti). Genetische und morphologische Studien zeigten dagegen, dass der Status als Art berechtigt ist.[2]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Neill-Langschwanz-Riesenratte
Systematik
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Unterfamilie: Altweltmäuse (Murinae)
Tribus: Rattini
Dacnomys-Gruppe
Gattung: Langschwanz-Riesenratten (Leopoldamys)
Art: Neill-Langschwanz-Riesenratte
Wissenschaftlicher Name
Leopoldamys neilli
(J.T. Marshall Jr., 1976)
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Verbreitung
Verbreitungsgebiet in rot

Merkmale

Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 200 bis 235 mm, einer Schwanzlänge von 240 bis 300 mm und einem Gewicht von etwa 220 g ist das Tier ein recht kleiner Gattungsvertreter. Die Länge der Hinterfüße liegt bei 25 bis 29 mm und die Ohren sind 39 bis 42 mm lang. Das eher kurze Fell hat oberseits eine braune bis graubraune Farbe mit orangebraunen Tönen an den Flanken. Verstreut sind lange dunkle Deckhaare vorhanden. Die Grenze zur weißen Unterseite ist deutlich und auf den Füßen ist ein dunkler Streifen vorhanden. Bei den Ohren sind nur die inneren Bereiche behaart. Typisch sind lange Vibrissen und ein Schwanz der unterseits und an der Spitze weiß ist, während der Rest braun erscheint. Im Gegensatz zur Herbert-Langschwanz-Riesenratte ist der Schädel breiter. Von den paarig angeordneten Zitzen der Weibchen befinden sich zwei auf der Brust, zwei etwas weiter nach hinten und vier im Leistenbereich. Der diploide Chromosomensatz enthält 44 Chromosomen (2n=44).[2]

Verbreitung und Lebensweise

Die Populationen leben im zentralen Thailand, im zentralen Laos und im nördlichen Vietnam. Sie halten sich im Hügelland zwischen 100 und 600 Meter Höhe auf. Als Habitat dienen Wälder in Regionen mit Kalksteinfelsen und Wälder mit einem Unterwuchs aus Bambus.[3] Soweit bekannt, besteht die Nahrung vorwiegend aus Krautpflanzen, die vermutlich mit Insekten komplettiert werden. Im Kot der Tiere wurden Reste von 21 Pflanzenfamilien gefunden, wobei Arten der Familie Nachtschattengewächse überwogen. Außer einer nachtaktiven Lebensweise ist nichts weiter zum Verhalten bekannt.[2]

Gefährdung

Regional wird Kalkstein im Tagebau abgebaut, was sich negativ auf den Bestand auswirkt. Wenige Exemplare werden mit Hilfe von Fallen als Fleischquelle gejagt. Im Verbreitungsgebiet liegen der Nationalpark Phu Hin Rong Kla und ein Naturreservat (Salak Phra). Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet (least concern).[3][2]

Einzelnachweise

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