Neolamprologus

Gattung der Familie Buntbarsche (Cichlidae) From Wikipedia, the free encyclopedia

Neolamprologus (Gr.: „neos“ = neu, also neuer Lamprologus) ist eine Gattung von Fischen aus der Familie der Buntbarsche. Alle Arten der Gattung leben endemisch im Tanganjikasee in Ostafrika. Mit fast 60 Arten ist die Gattung die bei weitem artenreichste in der Tribus Lamprologini. Untersuchungen der DNA haben gezeigt, dass die Gattung polyphyletisch ist.[1]

Neolamprologus cylindricus
Neolamprologus gracilis
Neolamprologus longior
Neolamprologus multifasciatus
Neolamprologus olivaceous
Neolamprologus pulcher
Neolamprologus tretocephalus
Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Neolamprologus

Neolamprologus cunningtoni

Systematik
Ovalentaria
Ordnung: Buntbarschartige (Cichliformes)
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Unterfamilie: Pseudocrenilabrinae
Tribus: Lamprologini
Gattung: Neolamprologus
Wissenschaftlicher Name
Neolamprologus
Colombé & Allgayer, 1985
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Merkmale

Neolamprologus-Arten haben einen gestreckten, bei manchen Arten auch sehr langgestreckten Körper, der mehr oder weniger seitlich stark abgeflacht ist. Die Zähne sind konisch und in Reihen angeordnet. Auf dem Zwischenkieferbein (Prämaxillare) finden sich 6 bis 12 Fangzähne. Die Maximalgrößen der verschiedenen Arten liegt zwischen 4 und 20 Zentimetern, die meisten Arten bleiben aber kleiner als 12 Zentimeter. Männchen werden oft größer als die Weibchen, deren Geschlechtspapillen aber deutlich größer sind als die der Männchen.

Alle Neolamprologus-Arten sind Höhlenbrüter. Zur Fortpflanzung leben sie paarweise oder die Männchen sammeln einen Harem um sich.

Systematik

Die Gattung Neolamprologus wurde im Jahr 1985 durch den französischen Ichthyologen Robert Allgayer und seinen Kollegen José Colombé eingeführt, mit Neolamprologus tetracanthus als Typusart.[2] Bis 2014 wurden über 40 weitere Arten der Gattung zugeordnet. Aber schon 2007 zeigten Untersuchungen der mitochondrialen DNA, dass die Gattung nicht monophyletisch ist.[1] Neolamprologus-Arten sind vielmehr in fast allen Kladen der Tribus Lamprologini zu finden. Um wenigstens die Gattung Lamprologus monophyletisch zu machen, wurde sie Mitte 2025 auf die Arten des Kongobeckens beschränkt und alle Lamprologus-Arten des Tanganjikasees wurden in die Gattung Neolamprologus verschoben, die damit mehr als 60 Arten umfasst. Neolamprologus tetracanthus bildet mit seinen engsten Verwandten (z. B. N. christyi, N. cunningtoni, N. modestus, N. mondabu) die Schwestergruppe zur Gattung Lamprologus.[3]

Arten

Das folgende, vereinfachte Kladogramm der Tribus Lamprologini zeigt die Polyphilie der Gattung Neolamprologus:[3]

 Lamprologini 
 “non ossified group” 







Lamprologus


   

Neolamprologus tetracanthus (Typusart), N. christyi, N. cunningtoni, N. modestus, N. mondabu



   

Telmatochromis



   

N. brichardi, N. crassus, N. falcicula, N. marunguensis, N. savoryi



   

N. buescheri, N. cylindricus, N. leleupi, N. mustax, N. obscurus, N. prochilus



   


Julidochromis


   

Neolamprologus furcifer



   

Neolamprologus nigriventris




   

Variabilichromis moorii


   

Neolamprologus toae




   

Neolamprologus sexfasciatus



 “ossified group” 





Lepidiolamprologus


   

Neolamprologus laparogramma, N. signatus


   

Neolamprologus lemairii




   


Altolamprologus


   

Neolamprologus meleagris



   

Neolamprologus callipterus




   

Neolamprologus multifasciatus



   

Neolamprologus ocellatus



   

Neolamprologus brevis




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Aquaristik

Literatur

  • Georg Zurlo: Neolamprologus. In: Claus Schaefer, Torsten Schröer (Hrsg.): Das große Lexikon der Aquaristik. Eugen Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-7497-9, S. 691–702.

Einzelnachweise

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