Neuhauser Straße
Zentrale Einkaufsstraße in der Altstadt Münchens
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Die Neuhauser Straße ist Teil der ersten und größten Fußgängerzone in der Altstadt Münchens. Hier befindet sich eine große Anzahl Einzelhandelsgeschäfte und Gaststätten.
| Neuhauser Straße | ||
|---|---|---|
| Neuhauser Straße vom Karlstor aus gesehen | ||
| Basisdaten | ||
| Landeshauptstadt | München | |
| Stadtbezirk | Altstadt-Lehel | |
| Angelegt | 1293 | |
| Neugestaltet | 1972 | |
| Hist. Namen | Karlstraße, Neuhausergasse | |
| Anschlussstraßen | Kaufingerstraße | |
| Querstraßen | Färbergraben, Augustinerstraße, Ettstraße, Eisenmannstraße, Kapellenstraße, Herzog-Max-Straße, Herzog-Wilhelm-Straße | |
| Plätze | Karlsplatz (Stachus) | |
| Nummernsystem | Orientierungsnummerierung | |
| U- und S-Bahnhof | Bahnhof München Karlsplatz | |
| Nutzung | ||
| Nutzergruppen | Fußverkehr | |
| Straßengestaltung | Fußgängerzone, gepflastert | |
| Technische Daten | ||
| Straßenlänge | 400 m | |
Lage und Verlauf
Die Straße verläuft nahezu geradlinig in Richtung Südost-Nordwest stadtauswärts von der Kreuzung Färbergraben bzw. Augustinerstraße bis zum Karlsplatz (Stachus). Sie hat eine Länge von etwa 350 Metern. In Richtung Marienplatz wird die Neuhauser Straße zur Kaufingerstraße. Unter der Neuhauser Straße und der Kaufingerstraße verläuft die Stammstrecke der S-Bahn zwischen den Haltepunkten Marienplatz und Karlsplatz.
Geschichte


Die Straße ist Teil der Ost-West-Verbindung durch München, über die Heinrich der Löwe die Salzstraße umleiten ließ. Ihr Name ist von dem mittlerweile eingemeindeten Ort Neuhausen abgeleitet, zu dem die Straße führte. Als Neuhauser Straße ist sie erstmals 1293 urkundlich erwähnt.[1] Von etwa 1815 bis 1828 wurde sie Karlstraße genannt[2], anschließend Neuhausergasse. Sie wurde im Jahre 1972 von einer Hauptverkehrsachse mit zwei Tramgleisen zur Fußgängerzone umgebaut; Anlass waren die Olympischen Spiele 1972 mit einem erwarteten enormen Zustrom an zusätzlichem Verkehr. Die Straße ist nach dem damaligen Dorf und heutigen Stadtteil Neuhausen benannt, wohin die Straße stadtauswärts gesehen führt. Südlich entlang der Straße befindet sich das Angerviertel und nördlich das Hackenviertel.
Bauten (Auswahl)
- Nr. 2 Augustinerkirche, ehemalige Klosterkirche des Augustinerklosters; heute befinden sich darin das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum und Ladengeschäfte
- Nr. 6: Jesuitenkirche St. Michael
- Nr. 8: Alte Akademie (Wilhelminum), ehem. Jesuitenkolleg, ein gewinkelter Bau, im Westflügel befand sich das Kaufhaus Hettlage, auf dem Platz vor dem Gebäude stand die mittelalterliche Nikolauskapelle
- Nr. 14: Bürgersaalkirche
- Nr. 17: ehem. Geschäftshaus Dr. H. Ehrlicher, jetzt Kaufhaus Zweiflers
- Nr. 18: Kaufhaus Oberpollinger, ehem. Karstadt
- Nr. 20: Brunnen „vomit Knabe“ (sog. Brunnenbuberl)
- Nr. 21: Joseph-Pschorr-Haus (Neubau von 2013)
- Nr. 27: Gaststätte „Augustinerbräu“ in einem bemalten Neurenaissance-Doppelhaus
- Nr. 39: Kaufhaus Saturn und eine Parfümerie, ehem. Kaufhaus Hertie
- Nr. 40: ehemals Fahrigs Hotel Deutscher Hof[3]
Am Ende der Neuhauser Straße steht das Karlstor (Neuhausertor), durch das man auf den Stachus gelangt.
Brunnen
- Brunnenbuberl von Mathias Gasteiger, beim Karlstor.
- Richard-Strauss-Brunnen, im Winkel der Alten Akademie
Besucherfrequenz
Bundesweiter Spitzenreiter in der Besucherfrequenz ist die Neuhauser Straße mit 116.206 Passanten pro Tag (Stand 1. September 2019), gefolgt von ihrer Verlängerung, der Kaufingerstraße, mit 113.493 Passanten. Dies ergibt allein in den drei Sommermonaten des Jahres 2019 8.257.806 Passanten.[4]

