Bruchertseifen

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Bruchertseifen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) an.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Bruchertseifen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bruchertseifen hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 45′ N,  43′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Hamm (Sieg)
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 2,89 km²
Einwohner: 794 (31. Dez. 2024)[1]
Bevölkerungsdichte: 275 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57539
Vorwahl: 02682
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 014
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lindenallee 2
57577 Hamm (Sieg)
Website: www.og-bruchertseifen.de
Ortsbürgermeister: Axel Mast
Lage der Ortsgemeinde Bruchertseifen im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Gemeindegliederung

Zu Bruchertseifen gehören außer dem namengebenden Ort noch die Ortsteile Haderschen, Hofacker, Langenbach und Neuschlade.[2]

Geschichte

Bruchertseifen wurde im Jahre 1610 erstmals urkundlich erwähnt. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts gehörten Bruchertseifen, Haderschen, Hofacker und Langenbach landesherrlich zur Grafschaft Sayn. Die Einwohner wurden nach der Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn erst lutherisch und später reformiert.[3]

Nach der Landesteilung der Grafschaft Sayn im 17. Jahrhundert gelangten die Ortschaften Bruchertseifen, Haderschen und Langenbach zur Grafschaft Sayn-Hachenburg. Zusammen mit Haderschen und Langenbach bildete Bruchertseifen eine „Sende“ (Verwaltungseinheit), die zum Kirchspiel Hamm gehörte.[4] Der Ort Haderschen lag auf der Grenze zwischen Sayn-Hachenburg und Sayn-Altenkirchen, um 1787 lagen im Hachenburgischen Teil fünf Häuser, im Altenkirchischen Teil ein Haus.[5] Der heutige Ortsteil Hofacker gehörte ebenfalls zu Sayn-Altenkirchen und bis 1955 zur Gemeinde Racksen.

Die Grafschaft Sayn-Hachenburg war 1799 auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg gefallen. Im Zusammenhang mit der Bildung des Rheinbundes kam Bruchertseifen mit seinen heutigen Ortsteilen 1806 an das neu errichtete Herzogtum Nassau. Unter der nassauischen Verwaltung gehörten die Orte zum Amt Schöneberg und zum Regierungsbezirk Ehrenbreitstein.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde das Kirchspiel Hamm von Nassau an das Königreich Preußen abgetreten.[6] Unter der preußischen Verwaltung ging 1816 das Kirchspiel Hamm in der neu gebildeten Bürgermeisterei Hamm auf, die dem Kreis Altenkirchen im Regierungsbezirk Koblenz und von 1822 an der Rheinprovinz zugeordnet war.

Der Ortsteil Langenbach war bis 1974 geteilt, rechts des Langenbachs gehörte das Dorf zur Gemeinde Helmeroth, links des Bachs immer schon zu Bruchertseifen.[7]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Bruchertseifen bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[8]

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
JahrEinwohner
1815115
1835139
1871182
1905208
1939345
JahrEinwohner
1950380
1961388
1970507
1987533
1993612
JahrEinwohner
1999693
2005760
2011715
2017742
2024794[1]
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Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Bruchertseifen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[9]

Bürgermeister

Axel Mast wurde im August 2019 Ortsbürgermeister von Bruchertseifen. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war kein Bewerber angetreten. Die Gemeindeordnung sieht für diesen Fall eine Wahl durch den Gemeinderat vor, die am 13. August 2019 während der konstituierenden Sitzung erfolgte. Mast ist Nachfolger von Jan Burbach, der das Amt zehn Jahre ausgeübt hatte.[10][11] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde Bruch ohne Gegenkandidat mit 77,0 % der Stimmen in seinem Amt bestätigt.[12]

Verkehr

Durch Bruchertseifen führt die Bundesstraße 256.

Persönlichkeiten

Siehe auch

Literatur

  • Paul Hild: Die Gemeinde Bruchertseifen. In: Hans Günther Mack (Hrsg.): Heimatbuch für Hamm (Sieg) und den Amtsbezirk Hamm (Sieg). Altenkirchen 1956, S. 166–168.
  • Klaus Thiesbonenkamp: Historische Streiflichter durch Bruchertseifen. In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58. 2015, S. 70–73.
  • Klaus Thiesbonenkamp: Schulverhältnisse in Bruchertseifen. In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 59. 2016, S. 182–191.
Commons: Bruchertseifen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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