Neuwerkskirche (Erfurt)

Kirchengebäude in Erfurt, Thüringen, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Die römisch-katholische Filialkirche St. Crucis (Neuwerkskirche) steht am Rande der Altstadt der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Sie ist Filialkirche der Pfarrei St. Laurentius Erfurt im Dekanat Erfurt des Bistums Erfurt.[1] Sie trägt das Patrozinium vom Heiligen Kreuz.

Die Neuwerkskirche
Altarraum
Orgelprospekt
Deckenbemalung

Geschichte

Die Neuwerkskirche wurde 1168 erstmals urkundlich erwähnt. Der spätromanische Bau stand in der 1166 errichteten Neustadt „auf dem neuen Werke“, woraus sich ihr Name ableitet.[2] Die Kirche mit dem Patrozinium des Heiligen Kreuzes (lat. sanctae crucis, daher Cruciskirche) gehörte zum Kloster der Augustinerinnen, dem Neuwerkskloster. Ab 1285 wurde sie als Pfarrkirche genutzt.

1466–1473 entstand die heutige Kirche zunächst in spätgotischen Formen, die dann zwischen 1731 und 1735 barockisiert wurden; am 25. September 1735 erfolgte die Weihe durch Bischof Gudenus. Die Inneneinrichtung wurde bis 1740 fertiggestellt.[2]

1982 wurde die Gemeinde mit der Wigbertigemeinde zusammengelegt, welche Anfang 2017 in der neu gegründeten „Innenstadtpfarrei St. Laurentius“ aufging.[2][3] Spätestens zum Advent 2026 will die Pfarrei auf Beschluss des Kirchenvorstandes die Kirche gemeinsam mit St. Georg, St. Martini sowie St. Nicolai und Jacobi schließen.[4] Die Kirche, die wegen ihrer üppigen Ausstattung als eine der ganz seltenen komplett erhaltenen Barockkirchen gilt und sehr erhaltungsaufwendig ist, wurde auf der Handelsplattform Kleinanzeigen im Frühjahr 2026 vom Kirchenvorstand zum Preis von 98.765 € zum Kauf angeboten. Es gab seither mehr als 50 Anfragen von Interessenten aus dem In- und Ausland.[5]

Orgel

Die Orgel der Cruciskirche wurde etwa von 1732 bis 1737 von dem Orgelbaumeister Franciscus Volckland aus Erfurt erbaut. Das rein mechanische Instrument hat 28 Register auf zwei Manualen und Pedal. Es wurde 2000–2003 von der Orgelbaufirma Alexander Schuke Potsdam Orgelbau restauriert und teilweise rekonstruiert.[6][7]

I Hauptwerk CD–c3

1.Quintatön16′
2.Principal08′
3.Bordun08′
4.Gemshorn08′
5.Traversière08′
6.Viola di Gamba08′
7.Octave04′
8.Quinte03′
9.Sesquialtera0223
10.Octave02′
11.Mixtur IV
12.Cymbel IV
13.Vox humana08′
Tremulant
Glockenspiel
II Brustwerk CD–c3

14.Gedackt8′
15.Flaut douce8′
16.Quintatön8′
17.Principal4′
18.Nachthorn4′
19.Quinte3′
20.Octave2′
21.Terz113
22.Mixtur IV
Pedal CD–c1

23.Principal16′
24.Subbass16′
25.Violone16′
26.Oktave08′
27.Octave04′
28.Posaune16′
  • Koppeln: Manualschiebekoppel II/I, I/P
Commons: Neuwerkskirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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