Niafunké (Kreis)
Kreis in Mali
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Niafunké ist der Name eines Kreises (franz. cercle de Niafunké) in der Region Timbuktu. Verwaltungssitz des Kreises ist der Ort Niafunké.

Geschichte
In der Kolonialzeit war der Kreis auch unter dem Namen Cercle de Issa Ber bekannt. Er wurde durch eine Verordnung am 14. Februar 1905 errichtet und diente als Verwaltungsbezirk in Französisch-Westafrika. In unterschiedlichen Konstellationen bestand er bis zu Unabhängigkeit fort.[1]
Der Kreis Niafunké war einer der 24 Kreise der Sudanesischen Republik, die im Juni 1960 im Zuge der Unabhängigkeits Malis gebildet wurden. Er wurde zusammen mit den Kreisen Mopti, Bandiagara, Douentza und Ténenkou in der Region Mopti errichtet.[2] In einer Situationsfeststellung des Innenministeriums 1961 war der Kreis in drei Bezirke gegliedert: Bezirk N'Gorkou und die beiden nomadischen Bezirke, französisch arrondissement nomade (AN) Bezirk Léré und Bezirk Soumpi. Mit diesem Typ der Verwaltungsgliederung wurden die sozioökonomischen Realitäten der Bevölkerung berücksichtigt.[3] Im Verlauf des Jahr 1961 wurden weitere Bezirke eingerichtet oder umgegliedert, so dass im Juli auch die vorher dem Kreis Douentza zugeordneten Bezirke Banikané, Sah, Saraféré und Youvarou unter dem Kreis Niafunke geführt wurden.[4]
1977 wurde der Kreis Niafunké aus der Region Mopti ausgegliedert und als Teil der neuen Region Timbuktu etabliert. Zu diesem Zeitpunkt umfasste der Kreis die sieben Bezirke Zentralbezirk Niafunke, Banikane, Koumaïra, Léré, N'Gorkou, Saraféré und Soumpi. Die Bezirke Youvarou und Sah sind dabei ausgegliedert worden und verblieben als neuer Kreis Youvarou in der Region Mopti.[5]
Zum Zeitpunkt der Kommunalreform von 1999 wurden die Bezirke aufgelöst und die Kreise in Gemeinden gegliedert. Der Kreis Niafunke umfasste acht ländlichen Gemeinden, französisch commune rurale: Banikane Narhawa, Dianké, Fittouga, Koumaïra, Léré, N'Gorkou, Soboundou und Soumpi.[6][7]
Spätestens seit 2012 ist die Region direkt vom Krieg in Mali betroffen.
Im Zuge der Verwaltungsreform von 2023 wurde der Kreis auf zwei Gemeinden reduziert: Soboundou und Soumpi. Er verlor wie alle Kreise seinen Status als Gebietskörperschaft und behielt nur den Status eines Verwaltungsbezirks unter der Leitung eines Präfekten.
6 Gemeinden wurden aus dem Kreis ausgegliedert und bilden neue Kreise in der Region Timbuktu:[8][9]
- Die vier Gemeinden Banikané Narhawa, Fittouga, N'Gorkou und Koumaïra bilden den neuen Kreis Saraféré, Kreis 7 in der Region Timbuktu.
- Die beiden Gemeinden Léré und Dianké bilden den neuen Kreis Léré, Kreis 9 in der Region Timbuktu.