Nick Cohen (Journalist)

britischer Publizist From Wikipedia, the free encyclopedia

Nick Cohen (* 1961 in Stockport, Cheshire) ist ein britischer Journalist.

Nick Cohen, 2006

Leben

Nick Cohen wurde in Stockport geboren und wuchs in Manchester auf. Er studierte Philosophie, Politik und Ökonomie an der Oxford University und ging anschließend in den Journalismus[1]. Während seiner journalistischen Tätigkeit schrieb er bisher fünf Bücher zu politischen und gesellschaftspolitischen Themen. Er lehrte 2011 im Master Creative Writing an der Oxford Brookes University.[2]

Journalismus

Cohen schrieb regelmäßig Artikel für die britische Zeitung „The Observer“ und Gastartikel in mehreren weiteren Medien, z. B. „Time“. Nach einer Reihe von vorgeworfenen Fällen von sexuellen Belästigungen gegenüber verschiedenen Angestellten wurde die Tätigkeit beim Observer beendet, laut der offiziellen Meldung des Mediums aus gesundheitlichen Gründen.[3][4] Laut der New York Times erhielt Cohen eine Abfindung und der Verlag vereinbarte mit ihm vertraglich Stillschweigen. Die New York Times sprach mit 7 Frauen aus den Redaktionen, welche nach eigenen Angaben von Cohen sexuell belästigt wurden. Cohen nutzte demnach unter anderem Karriere-Gespräche, er gilt als einflussreich in der Medienbranche, für die Belästigungen. Zudem meldeten sich weitere 5 Frauen mit ähnlichen Erfahrungen außerhalb der Redaktion. Laut den Gesprächen der Times mit 10 Journalisten war Cohen unter Frauen gefürchtet und erfahrene Journalistinnen vermieden den Kontakt zu ihm.[3]

Auf die Vorwürfe angesprochen, äußerte Cohen, dass er damals lediglich Scherze machte, evtl. betrunken gewesen sei und Russland und Transgender-Unterstützer hinter den Vorwürfen gegen ihn stecken würden.[3] Cohen schreibt nun regelmäßig für die Zeitschrift „The Spectator“.[3]

Positionen

Cohen bezog Position gegen die Unabhängigkeit Schottlands[5], er unterstütze den Irakkrieg von 2003[6] und sprach sich für den britischen Militäreinsatz in Libyen 2011 aus.[7]

Werke

  • Cruel Britannia: Reports on the Sinister and the Preposterous. Verso Books, 2000. ISBN 1-85984-288-7.
  • Pretty Straight Guys. paperback edition: Faber and Faber, 2003. ISBN 0-571-22004-5.
  • What's Left?: How Liberals Lost Their Way. Fourth Estate, 2007. ISBN 0-00-722969-0.
  • Waiting for the Etonians: Reports from the Sickbed of Liberal England. Fourth Estate, 2009. ISBN 0-00-730892-2.
  • You Can't Read This Book: Censorship in an Age of Freedom. Fourth Estate, 2012. ISBN 978-0007308903.

Einzelnachweise

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