Nick Tenconi
rechtsextremer britischer Politiker der UK Independence Party (UKIP)
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Nick Tenconi (* 29. März 1984) ist ein rechtsextremer britischer Politiker. Er leitet seit Februar 2025 die UK Independence Party (UKIP) und gehört auch zur Leitung von Turning Point UK (TPUK).

Im Zivilberuf ist er ein „personal trainer“ in Reading. 2023 war er an einer Mission von Vans Without Borders beteiligt, in deren Rahmen Hilfsgüter an die vom Krieg betroffene Zivilbevölkerung der Ukraine verteilt wurden.[1]
Politische Ansichten
Nick Tenconi sieht Asylsuchende als Invasoren, die Großbritannien als eine „christliche Nation“ unterwandern, und versucht seine Forderungen nach Remigration mit religiöser Rhetorik zu untermauern. Universitäten indoktrinieren in seinen Augen die Studierenden, um diese zum Kommunismus zu bekehren, der per definitionem unchristlich sei.[2]
Tenconi tritt für Massendeportationen ein und wird von Gruppierungen wie Stand Up to Racism als Faschist angesehen.[3]
Als Verfechter eines „christlichen“ Nationalismus propagiert er in seiner Schrift Christianity at the heart of Government eine feindselige und diskriminierende Haltung gegenüber jeder Glaubensrichtung außer dem Christentum ebenso wie gegen Homosexuelle und Transgender-Personen, die seiner Meinung nach einer „Therapie“ unterzogen werden sollten.
Laut einem Artikel auf hopenothate.org.uk bemäntelt Tenconi seinen Hass als Glaubensinhalt eines „authentischen Christen“ und versucht Gläubige davon zu überzeugen, dass zu ihrer Rolle als Christen auch Rassismus und Homophobie gehörten.[2]
Im Sommer 2025 führte eine Geste Tenconis in Portsmouth zu Irritationen, die als Hitlergruß gedeutet werden konnte. Das wurde unter anderem deswegen als besonders ungehörig empfunden, weil von Portsmouth aus Truppen gestartet waren, um Europa vom Naziterror zu befreien. Es sei, so erklärten Zuständige aus der Hafenstadt, außerdem unsinnig, gegen die Unterbringung von Asylsuchenden und Migranten zu protestieren, weil man von falschen Voraussetzungen ausgehe, wenn man annehme, die Kriminalitätsrate sei im Umfeld solcher Quartiere höher als anderswo.[4]
Eine Demonstration in der Londoner Downing Street gegen die geplante Einführung der „Digital ID“ im UK missbrauchte Tenconi, um vor der Kamera des YouTubers Brendan Kavanagh, der dagegen nicht einschritt, Propaganda für Massendeportationen etc. zu machen.[5]