Nicolas Sölter

deutscher Politiker (CDU) From Wikipedia, the free encyclopedia

Nicolas Sölter (* 3. August 1988 in Elmshorn)[1] ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit 2026 Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation.

Werdegang

Sölter legte 2008 das Abitur an der Bismarckschule Elmshorn ab. Anschließend leistete er Wehrdienst bei der Luftlandeaufklärungskompanie 310 in Seedorf. Daraufhin studierte er Rechtswissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Universität Hamburg. 2016 wurde er mit seiner von der Konrad-Adenauer-Stiftung geförderten Dissertation Rechtsgrundlagen Europäischer Agenturen im Verhältnis vertikaler Gewaltenteilung, für die er auch einen Forschungsaufenthalt an der University of Oxford absolvierte, bei Markus Kotzur in Hamburg zum Doktor der Rechte promoviert. Daraufhin absolvierte er bis 2018 das Rechtsreferendariat am Hanseatischen Oberlandesgericht mit Stationen am Bundeskanzleramt, an der Senatskanzlei Hamburg und an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer. Von 2018 bis 2019 legte er den Master of Laws an der University of Cambridge ab.[2]

Von 2018 bis 2026 war Sölter als Rechtsanwalt bei Freshfields in Hamburg tätig, zuletzt als Principal Associate in der Praxis für Öffentliches Wirtschaftsrecht. Zudem war er 2018 Assistant Professor an der China-EU School of Law in Peking und von 2021 bis 2023 Lehrbeauftragter an der Leuphana Universität Lüneburg.[3]

Sölter war ab 2011 Vorsitzender der Jungen Union im Kreis Pinneberg und von 2012 bis 2020 Mitglied des Bundesvorstands der Jungen Union.[4][5] Von 2013 bis 2021 war er Stadtverbandsvorsitzender der CDU in Elmshorn[6] und von 2020 bis 2022 Mitglied des Landesvorstands der CDU Schleswig-Holstein. Er kandidierte bei der Bundestagswahl 2013 auf Platz 29 der CDU-Landesliste Schleswig-Holstein, bei der Bundestagswahl 2017 auf 15 der CDU-Landesliste und bei der Bundestagswahl 2021 auf Platz 23 der CDU-Landesliste. Er verfehlte jeweils den Einzug in den Deutschen Bundestag.

Am 18. Mai 2026 wurde Sölter als Nachfolger von Stefan Sauer zum Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Digitalisierung und Innovation ernannt.[7]

Sölter ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Werke (Auswahl)

  • herausgegeben gemeinsam mit Lukas Kilian: Kommunalrecht Schleswig-Holstein. Societas Verlagsgesellschaft, Jena 2015.
  • herausgegeben gemeinsam mit Florian Becker: Öffentliches Recht in der Transaktion. C. H. Beck, München 2026.
  • Nicolas Sölter auf der Website des Hessischen Ministeriums für Digitalisierung und Innovation

Einzelnachweise

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