Niedermöllern

Ortsteil der Gemeinde Lanitz-Hassel-Tal, Sachsen-Anhalt From Wikipedia, the free encyclopedia

Niedermöllern ist seit dem 1. Juli 2009 ein Ortsteil der Gemeinde Lanitz-Hassel-Tal[2] im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt. Bis zum 30. Juni 2009 gehörte Niedermöllern zur selbstständigen Gemeinde Möllern.

Schnelle Fakten Gemeinde Lanitz-Hassel-Tal ...
Niedermöllern
Koordinaten: 51° 9′ N, 11° 42′ O
Einwohner: 136[1]
Eingemeindung: 20. Juli 1950
Eingemeindet nach: Möllern
Postleitzahl: 06628
Vorwahl: 034463
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Geografie

Windmühle Niedermöllern

Niedermöllern befindet sich zwischen Apolda und Naumburg (Saale) zwischen dem Höhenrücken der Finne im Nordwesten und der Saale im Südosten. Der Ort liegt im Tal des Hasselbachs.

Geschichte

Die erstmalige urkundliche Erwähnung des Orts aus dem Jahre 1144.[3] Ab Mitte des 12. Jahrhunderts geriet Niedermöllern schrittweise in den Besitz des Klosters Pforta. Im Jahre 1360/66 entsagte der Bischof von Naumburg allen Rechten an Obermöllern, Niedermöllern, Pomnitz und Roßbach zugunsten des Klosters Pforta.[4][5] Nach der Säkularisation des Klosters Pforta im Jahr 1540 gehörte Niedermöllern von 1543 bis 1815 zum kursächsischen Amt Pforta.[6] Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort 1815 zu Preußen und wurde 1816 dem Landkreis Naumburg im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis zur Auflösung des Kreises 1932 gehörte.[7]

Die Gemeinde Möllern entstand am 20. Juli 1950 durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Obermöllern, Niedermöllern und Pomnitz.[8][9] Seit dem Zusammenschluss der Gemeinden Möllern und Taugwitz am 1. Juli 2009 ist Niedermöllern ein Ortsteil der neuen Gemeinde Lanitz-Hassel-Tal.

Verkehr

Drei Kilometer südlich der Ortschaft verläuft die Bundesstraße 87, die von Eckartsberga nach Naumburg (Saale) führt.

Religion

Kirche in Niedermöllern

Zum Kirchspiel Möllern[10] gehören die Kirchdörfer Niedermöllern und Pomnitz und das Pfarrdorf Obermöllern. Die St. Georgs-Kirche in Niedermöllern ist dem Drachentöter und Märtyrer St. Georg geweiht. Sie verfügt über einen Chorturm und stammt aus der romanischen Bauepoche.[11]

Literatur

  • Günter Kreisel / Heinz Leibnitz: Möllern Chronologischer Auszug aus der Geschichte der Gemeinde, Berücksichtigt wurden dabei die drei Dörfer Niedermöllern, Obermöllern und Pomnitz, Druckhaus Naumburg, Naumburg 2002.
  • Bernhard Heinzelmann: Zwischen Königs- und Salzstraße - Unterwegs auf alten Straßen und Wegen, Ein kulturhistorischer Reiseführer durch den Burgenlandkreis, Biber-Verlag Sieglinde Schirmer, Bad Bibra. Weimardruck GmbH, Bad Bibra 1999, ISBN 3-9807025-0-2

Einzelnachweise

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