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Stadion Niederrhein

Fußballstadion in Oberhausen, Nordrhein-Westfalen From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Stadion Niederrhein ist ein Fußballstadion in der nordrhein-westfälischen Stadt Oberhausen im Ruhrgebiet und dient in erster Linie als Spielstätte des Fußballvereins Rot-Weiß Oberhausen.

Schnelle Fakten Frühere Namen, Daten ...
Stadion Niederrhein
Blick auf das Stadion Niederrhein
Frühere Namen

Städtisches Stadion am Grafenbusch

Daten
Ort Lindnerstraße 2–6
DeutschlandDeutschland 46149 Oberhausen, Deutschland
Koordinaten 51° 29′ 37″ N, 6° 51′ 16″ O
Eigentümer Stadt Oberhausen
Baubeginn 27. Juni 1924
Eröffnung 28. Februar 1926
Erstes Spiel Duisburger SpV – Arminia Bielefeld
Renovierungen 1982, 1996, 2018
Oberfläche Naturrasen
Kapazität 17.165 Plätze
Heimspielbetrieb
Veranstaltungen
Lage
Stadion Niederrhein (Nordrhein-Westfalen)
Stadion Niederrhein (Nordrhein-Westfalen)
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Lage

Die Anlage liegt im äußersten Südwesten des Stadtbezirks Osterfeld, nah der Grenze zu den beiden anderen Stadtbezirken Alt-Oberhausen und Sterkrade, auf einer Halbinsel zwischen der Emscher und dem Rhein-Herne-Kanal.

Zuschauerkapazität

Insgesamt bietet das Stadion Niederrhein 17.165 Zuschauern Platz, davon 13.165 auf Stehplätzen (4350 überdacht) und 4000 auf Sitzplätzen (alle überdacht).[1] Die größte Zuschauerzahl erlebte das Stadion am 18. Juni 1950 im Entscheidungsspiel um den Einzug ins Finale der Deutschen Fußballmeisterschaft zwischen Kickers Offenbach und Preußen Dellbrück; die überlieferte Besucherzahl schwankt zwischen 44.000 und 48.000.[2]

Geschichte

Konvent-Tribüne und Einbau der Rasenheizung zur Spielzeit 2008/09
Blick in das Stadion vor dem Zweitligaspiel RWO gegen den 1. FC Kaiserslautern

Nach Baubeginn im Jahr 1924 wurde das Stadion am 28. Februar 1926 mit dem Spiel Duisburger SpV gegen Arminia Bielefeld eröffnet. Die offizielle Stadionweihe fand am 24. Mai 1926 in Verbindung mit dem 25-jährigen Stadtkreis-Jubiläum Oberhausens statt. Ursprünglich trug es den Namen Städtisches Stadion am Grafenbusch, wurde aber schon 1929 in Stadion Niederrhein umbenannt.[3]

1970 wurde das Stadion mit einer Flutlichtanlage versehen. 4 Masten mit je 55 Halogenstrahlern und einer Gesamtleistung von 800 kW leuchteten das Spielfeld aus, so dass die Helligkeit erstmals für Farbfernsehübertragungen geeignet war. 1982 wurde eine Kunststoffbahn mit sechs 400 m- und acht 100-m-Spuren ergänzt, 1996 erfolgte die Anbringung der ausrangierten Anzeigetafel aus dem Leverkusener Ulrich-Haberland-Stadion, einem Geschenk des Vereins Bayer 04 Leverkusen an die Stadt Oberhausen. Mittlerweile wurde diese durch eine moderne LED-Anzeigetafel ersetzt.

Nach einem größeren Umbau, bei dem die Stehränge erneuert wurden, die Gegengerade eine Sitztribüne erhielt und die Haupttribüne komplett erneuert worden war, wurde das Stadion 1998 zum Beginn der Zweitligasaison von Rot-Weiß Oberhausen wieder eröffnet. 2004 wurde das Stadion durch weitere Umbaumaßnahmen – vor allem im Bereich der Haupttribüne – an erhöhte Anforderungen für Zweitligaspiele angepasst.

Seit November 2007 heißt die Haupttribüne evo-Tribüne, benannt nach dem langjährigen Sponsoren des SC Rot-Weiß Oberhausen der Energieversorgung Oberhausen.

Nach dem Aufstieg von RWO in die 2. Bundesliga zur Spielzeit 2008/09 wurde gemäß den Statuten der DFL ein erneuter Umbau des Stadions erforderlich. Im Juli 2008 wurde der Rasen komplett erneuert und eine Rasenheizung installiert.[4] Im Februar 2014 drohte ein Flutlichtmast umzustürzen. Er wurde daraufhin demontiert.[5] Der Mast wird bis auf weiteres nicht ersetzt, da die Beleuchtung für die Regionalliga ausreichend ist, in der Rot-Weiß Oberhausen seit 2012 spielt.[6] Anfang 2017 begann der Abriss der Emscherkurve, welche durch eine neue Tribüne unmittelbar am Spielfeldrand ersetzt wurde. Teile der Emscherkurve bleiben erhalten. Die neue Stehplatztribüne bietet 3100 Zuschauern Platz und kann noch auf circa 4000 Plätze ausgebaut werden.[7] Die Revierkraft-Tribüne war am 13. Mai 2018 beim Ligaspiel gegen Wattenscheid 09 zum ersten Mal für das Publikum geöffnet.[8] Da durch diesen Umbau unter anderem die bisherige 400-Meter-Bahn wegfiel, kann das Stadion nicht mehr für größere Leichtathletik-Wettbewerbe genutzt werden.

Blick von der Emscherkurve in Richtung Revierkraft-Tribüne

Veranstaltungen

Am 3. August 1947 fand in Oberhausen vor 25.000 Zuschauern das Endspiel um die Deutsche Feldhandball-Meisterschaft statt, das der RSV Mülheim mit 8:6 gegen den SV Waldhof Mannheim gewann. Auch 1958 und 1960 wurde das Endspiel jeweils im Stadion Niederrhein ausgetragen. Bei der Feldhandball-Weltmeisterschaft der Männer 1955 war es Schauplatz des Zwischenrundenspiels zwischen Deutschland und Jugoslawien.

Jeweils im Juni 1956 und 1958 wurde im Stadion Niederrhein ein Ausscheidungsrennen („Continental Final“) zur Speedway-Einzel-Weltmeisterschaft ausgetragen. Dieser Wettbewerb wurde 1956 überschattet durch den tödlichen Unfall des österreichischen Rennfahrers Fritz Dirtl.

Im Jahr 1981 wurde ein Gruppenspiel der U-18 Fußball-Europameisterschaft im Stadion Niederrhein ausgetragen.[9] 2004 war das Stadion einer von vier Spielorten der U-21-Fußball-Europameisterschaft. Drei Vorrundenspiele, ein Halbfinale und das Spiel um Platz drei wurden in Oberhausen ausgetragen.

Zwei Jahre später wurde im Oberhausener Stadion die Partie zwischen Frankreich und Ungarn (1:3) bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit Behinderung ausgespielt. Der Frauenfußballverein FCR 2001 Duisburg hat in der Saison 2009/10 zwei Heimspiele in der UEFA Women’s Champions League in Oberhausen ausgetragen, da die Flutlichtanlage in der Duisburger Heimspielstätte, dem PCC-Stadion, nicht den Anforderungen der UEFA entsprach.[10]

In der Saison 2024 trug Rhein Fire ein Heimspiel der European League of Football in Oberhausen aus, da das Stadion in Duisburg nicht verfügbar war.

Siehe auch

Commons: Stadion Niederrhein – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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