Nikaryō Yōsui
Kanal in Japan
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Der Nikaryō Yōsui (japanisch 二ヶ領用水) ist ein Kanal in Japan. Im Jahr 2020 wurde der Kanal als nationales Kulturdenkmal registriert.[1]


Verlauf
Der etwa 32 Kilometer lange Kanal[2] ist nicht schiffbar und verläuft im Gebiet der Stadt Kawasaki in der Präfektur Kanagawa. Er zweigt rechtsseitig mit dem Nigaryo Kamikawahara-Wehr vom Tama ab und verläuft dann in einem Bogen parallel zum Tama durch zumeist dicht bebautes Gebiet. In den Kanal münden mehrere Flüsse und Wasserläufe, darunter der Gotanda. Der Kanal selbst verzweigt sich in mehrere Richtungen und bewässert so unterschiedliche Gebiete. Ein Teil des Wassers wird über den Hirase zurück in den Tama geführt.
In seinem Verlauf und den Abzweigungen wird der Kanal von einer Vielzahl von Straßen- und Eisenbahnbrücken überquert.
Geschichte
Der Bau des Kanals begann bereits 1597 und ist damit der älteste Kanalbau am Tama. Seine Fertigstellung erfolgte 1611. Er diente zur Wasserversorgung des Gebiets und auch zum Hochwasserschutz. 1724 fanden umfassende Sanierungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen statt,[3] mit den Arbeiten war Tanaka Kyūgu beauftragt. Auch in der Folgezeit gab es eine Vielzahl von Umbauten. 1939 entstand hier eine Wasserversorgung für Industriebetriebe. Die Umgebung des Kanals wurde in erheblichem Umfang urbanisiert. In Teilbereichen wurden die Uferbereiche als Promenaden und Grünanlagen gestaltet.[4] Die ursprüngliche Bewässerungsfunktion trat so in weiten Teilen in den Hintergrund bzw. ging verloren. Stattdessen wurde die Funktion als Ableitung von Niederschlagswasser bzw. Abwasser aus den nun stark versiegelten und besiedelten Bereichen wichtiger.