Nikky Finney
US-amerikanische Lyrikerin und Hochschullehrerin
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Nikky Finney (* 1957 in Conway, South Carolina) ist eine US-amerikanische Lyrikerin und Hochschullehrerin.[1] Für den Gedichtband Head Off & Split erhielt sie 2011 den National Book Award (Lyrik).[2] Ihre Texte integrieren persönliche Erfahrung, afroamerikanische Geschichte und politisches Denken.[3]

Leben
Finney wuchs in Sumter, South Carolina auf.[1] Sie war das einzige Mädchen ihrer Familie; ihre Mutter war Grundschullehrerin und ihr Vater Bürgerrechtsanwalt.[1] Sie schloss im Jahr 1979 das Studium am Talladega College ab und wurde anschließend in das African-American-Studies-Programm der Atlanta University aufgenommen.[1] Sie absolvierte dort die Lehrveranstaltungen, verließ die Universität jedoch 1981 ohne Masterabschluss.[1] Sie lehrte viele Jahre kreatives Schreiben an der University of Kentucky und war dort Provost’s Distinguished Service Professor of English.[4] Im Jahr 2013 wechselte sie an die University of South Carolina, wo sie als John H. Bennett, Jr. Endowed Professor of Creative Writing and Southern Letters tätig ist und auch im African American Studies Program mitwirkt.[5]
Wirken
Finneys poetische Ästhetik wird als Schnittstelle des „schön Gesagten“ und des schwer Auszusprechenden charakterisiert.[4] Zu ihren Gedichtbänden zählen On Wings Made of Gauze (1985), Rice (1995), The World Is Round (2003), Head Off & Split (2011) und Love Child’s Hotbed of Occasional Poetry (2020).[6] Mit Rice gewann sie einen PEN American Open Book Award, und The World Is Round wurde mit dem Benjamin Franklin Award for Poetry ausgezeichnet.[2] Head Off & Split gewann 2011 den National Book Award in der Kategorie Lyrik.[7] In ihrer Dankesrede zum National Book Award griff sie die Sklavengesetze South Carolinas von 1739 auf und verband sie mit Überlegungen zu Bildung, Macht und Sprache.[8] Ihr Sieg wurde in den Kontext der Förderarbeit von Cave Canem eingeordnet.[9] Sie ist Gründungsmitglied der Affrilachian Poets und gab die Anthologie The Ringing Ear: Black Poets Lean South (2007) heraus.[3] 2020 erhielt Finney den mit 100.000 US-Dollar dotierten Wallace Stevens Award der Academy of American Poets.[6] Ebenfalls 2020 wurde ihr der Aiken Taylor Award for Modern American Poetry zugesprochen[10] und sie wurde in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.