Nikola Eterović

kroatischer Kurienerzbischof und Diplomat des Heiligen Stuhls From Wikipedia, the free encyclopedia

Nikola Eterović (* 20. Januar 1951 in Pučišća auf Brač, Jugoslawien, heute Kroatien) ist ein kroatischer römisch-katholischer Geistlicher, emeritierter Erzbischof und Diplomat des Heiligen Stuhls. Von 2013 bis 2026 war er Apostolischer Nuntius in Deutschland.

Erzbischof Nikola Eterović (2014)
Erzbischöfliches Wappen

Leben

Nikola Eterović trat in das Priesterseminar von Split ein und studierte Philosophie und Theologie. Er empfing am 26. Juni 1977 durch Bischof Celestin Bezmalinović in der Kathedrale von Hvar das Sakrament der Priesterweihe. Noch 1977 trat er in die Päpstliche Diplomatenakademie in Rom ein und erwarb in den folgenden Jahren an der Päpstlichen Universität Gregoriana das Doktorat im Fach Missiologie sowie an der Lateranuniversität das Lizentiat in Kanonischem Recht.

Am 25. März 1980 trat Eterović in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. Er war in den Apostolischen Nuntiaturen in der Elfenbeinküste, in Spanien und Nicaragua sowie in der Sektion für die Beziehungen mit den Staaten des Staatssekretariates tätig. Papst Johannes Paul II. verlieh ihm am 22. Februar 1984 den Ehrentitel Kaplan Seiner Heiligkeit[1] (Monsignore). Am 25. März 1993 wurde Nikola Eterović zum Nuntiaturrat der Sektion für die Beziehungen mit den Staaten berufen und bekam am 22. Januar 1996 von Johannes Paul II. den Titel Ehrenprälat Seiner Heiligkeit[2] verliehen.

Am 22. Mai 1999 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularerzbischof von Siscia und bestellte ihn zum Apostolischen Nuntius in der Ukraine. Die Bischofsweihe spendete ihm Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano am 10. Juli 1999 im Petersdom; Mitkonsekratoren waren der Erzbischof von Split-Makarska, Ante Jurić, und der Bischof von Hvar, Slobodan Štambuk.

Am 11. Februar 2004 ernannte ihn Johannes Paul II. zum Generalsekretär der Bischofssynode. Am 30. November 2009 verlieh Papst Benedikt XVI. Eterović das Titularbistum Cibalae, da sein bisheriges Titularbistum als wirkliches Bistum wiedererrichtet wurde.

Am 21. September 2013 ernannte ihn Papst Franziskus zum Apostolischen Nuntius in Deutschland.[3] Er war zugleich Doyen des Diplomatischen Corps.[4]

Am 9. April 2026 nahm Papst Leo XIV. seinen altersbedingten Rücktritt an und ernannte Hubertus van Megen zu seinem Nachfolger.[5][6] Im Rahmen eines Gottesdienstes am 22. April desselben Jahres in der St.-Hedwigs-Kathedrale wurde Eterović von der Deutschen Bischofskonferenz aus seinem Amt verabschiedet.[7]

Neben seiner kroatischen Muttersprache spricht er Italienisch, Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch und Ukrainisch fließend, dazu etwas Polnisch und Russisch.[8]

Kritik

Bei der Aachener Heiligtumsfahrt im Juni 2023 zitierte Eterović Papst Franziskus, der Mensch besitze eine Natur, „die er nicht beliebig manipulieren“ könne. Infolgedessen kritisierte das Katholische LSBT+ Komitee die Aussage des Papstes, wertete sie als queerfeindlich und behauptete, dass die „katholische Kirche erneut in gefährliche Nähe zu rechtspopulistischen Kräften gerät“.[9] Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, bezeichnete die Ausführungen von Eterović als „phasenweise fast unerträglich“.[10]

Mitgliedschaften

Nikola Eterović gehörte als Kurienerzbischof folgenden Institutionen der römischen Kurie an:

Veröffentlichungen (Auswahl)

Commons: Nikola Eterović – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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