Nikolai von Krüdener
russischer GdI deutsch-baltischer Abstammung
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Nikolai Karl Gregor von Krüdener (russisch Николай Павлович Криденер; * 26. Februarjul. / 10. März 1811greg. in Reval; † 5. Februarjul. / 17. Februar 1891greg. in Warschau) war ein russischer General der Infanterie deutsch-baltischer Abstammung.



Leben
Nikolai war Angehöriger des deutsch-baltischen Adelsgeschlechts von Krüdener. Seine Eltern waren der russische Major Paul von Krüdener (1756–1833) und Anna Maria, geborene Freiin von Stackelberg aus dem Hause Ottenküll (1769–1829). Aus seiner mit Annette Redner (Rödener) (1813–1879) geschlossenen Ehe ging der Sohn Theodor von Krüdener (1841–1898), der bis zum russischen Generalmajor aufstieg, hervor.[1]
Nikolai Pawlowitsch wurde 1811 in Livland geboren. Er besuchte die Nikoalajewsker Ingenieurschule, die er mit einer vollwertigen Ingenieurausbildung abschloss. Er war seit 1828 Offizier in der Kaiserlich Russischen Armee und trat 1833 in die kaiserliche Militärakademie ein, nach seinem Abschluss wurde er in den Generalstab versetzt. Im Jahr 1849 wurde er Oberst und Bataillonskommandeur im Regiment Prinz Eugen von Württemberg. 1858 erhielt er das Kommando über das Grenadierregiment Kexholm und 1859 über das Leibgarde-Regiment Wolhynien, wobei er zum Generalmajor befördert wurde. 1863 wurde er zum Kommandeur der 27. Infanteriedivision ernannt, mit der er an der Niederschlagung des polnischen Aufstands teilnahm. Dafür wurde er mit dem Goldenen Säbel ausgezeichnet. Er wurde 1865 zum Generalleutnant befördert.
Von Krüdener erhielt 1876 das Kommando über des IX. Armeekorps. Mit diesem kämpfte er während des Russisch-Osmanischen Krieges bei der Donauarmee gegen die Türken. Sein Handstreich gegen die Festung von Nikopol, den er bis 16. Juli 1877 unternahm, wurde mit dem Orden des Heiligen Georg 3. Klasse belohnt. In der zweiten Schlacht von Plewna am 30. Juli 1877 war er Kommandeur einer 35.000 Mann starken Korpsgruppe.[2] Obwohl seine Angriffe von den türkischen Truppen unter Osman Pascha blutig abgeschlagen worden war, behielt er die Führung des IX. Armeekorps. Er leitete zusammen mit General Skobelew die linke Kolonne der Angriffstruppen vor Plewna und wurde mit seinen Truppen im Dezember den Truppen von General Gurkos zugeteilt, welche im Winter den zweiten Marsch über den Balkan vollbrachten. Am Ende des Krieges wurde er zum General der Infanterie befördert und zum stellvertretenden Kommandeur des Warschauer Militärbezirks ernannt.