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Nikolaus Wynmann

Schweizer Humanist From Wikipedia, the free encyclopedia

Nikolaus Wynmann (* 1510 in Saanen; † um 1550) war ein Schweizer Humanist und Lehrer[1] für alte Sprachen (insbesondere Hebräisch) an der Universität Ingolstadt.

Leben

Nach Studium und Arbeit in Zürich, Breslau und Wien wurde er Sprachlehrer an der Universität Ingolstadt, später noch in Tübingen.[2] 1531 ist Korrespondenz zwischen ihm aus Basel und Erasmus von Rotterdam überliefert.[3] Er ist besonders bekannt geworden, da er mit Colymbetes, Sive De Arte Natandi das erste Schwimmbuch der Welt geschrieben hat.[4] Wynmann geht in seinem Buch allerdings davon aus, dass Schwimmen noch immer als etwas Ungewöhnliches gilt,[5] auch wenn in Zürich am Limmatquai das Springen ins Wasser und das Schwimmen der Kinder selbstverständlich sei. Ein in der Donau ertrunkener Junge wurde als Leiche noch mit Ruten geschlagen, die übliche Strafe für Schwimmen.[6]

Wynmann empfiehlt eine Schwimmtechnik wie ein Frosch (= Brustschwimmen).[7] Da er den Frosch als Vorbild für den Bewegungsablauf anpries, stand sein Schwimmbuch bald auf dem Index der katholischen Kirche.[8] Wynmann vermittelt in seinem Werk das Schwimmen pragmatisch mit Hilfsmitteln und setzt sich nicht mit der Physik des Schwimmens auseinander wie Everard Digby. Von ihm wurde das Schwimmen zunächst im Bruststil und mit Auftriebshilfen geübt. Wynmann setzte sich daneben auch mit dem Ringen auseinander.[9]

Einzelnachweise

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