Nikolina Angelkowa
bulgarische Politikerin
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Nikolina Panajotowa Angelkowa (bulgarisch Николина Панайотова Ангелкова, wiss. Transliteration Nikolina Panajotova Angelkova; * 30. November 1979 in Krumowgrad, Oblast Kardschali) ist eine bulgarische Juristin und Politikerin. Sie war mehrfach Ministerin in der bulgarischen Regierung.

Leben und Wirken
Angelkowa studierte Rechtswissenschaften an der Universität für National- und Weltwirtschaft in Sofia, wo sie einen Masterabschluss erwarb. Zudem erwarb sie dort einen postgradualen Abschluss in Unternehmensführung. Am Institut für öffentliche Verwaltung in Maastricht und am Regionalen Institut für Verwaltungsreform in Nantes erwarb sie Abschlüsse im Bereich des Finanzmanagement der Europäischen Union und im Europarecht. Zwischen 2002 und 2006 leitete sie die Vereinigung für Rechtsentwicklung und war Rechtsberaterin des Ausschusses des bulgarischen Parlaments für Regionalpolitik und öffentliche Arbeiten. Von 2005 bis 2007 absolvierte sie ein Praktikum in der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission. Gleichzeitig diente sie als Rechtsberaterin für Fragen des Transportwesens, der Umwelt und der Regionalentwicklung für die bulgarischen Abgeordneten innerhalb der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament. Von 2005 bis 2010 leitete sie zudem verschiedene Beraterfirmen in Bulgarien.[1] 2010 trat Angelkowa als Leiterin der Abteilung „Kontrolle, Kommunikation und Koordination“ in den Dienst des bulgarischen Ministeriums für Regionalentwicklung. 2011 wurde sie Mitglied des Verwaltungsrates der Straßeninfrastrukturagentur und fungierte ab 2013 als stellvertretende Ministerin für regionale Entwicklung und öffentliche Arbeiten mit Zuständigkeit für europäische Angelegenheiten, die Beziehungen zu internationalen Institutionen, die europäische territoriale Zusammenarbeit und die strategische Planung der regionalen Entwicklung; zudem diente sie als nationale Kontaktstelle für die Donaustrategie.[1]
Im August 2014 wurde Angelkowa als Ministerin für Verkehr und Informationstechnologie in die Regierung Blisnaschki berufen.[1] Nach dem Ende dieser Übergangsregierung blieb in der im November 2014 gebildeten Regierung Borissow II und übernahm das Ministerium für Tourismus. Nach dem Sieg der GERB bei den Parlamentswahlen 2017 verblieb Angelkowa in der Regierung Borissow III in ihrem Amt als Tourismusministerin.[2] Als Tourismusminister setzte sie sich insbesondere für die Bekanntmachung des bulgarischen Kulturerbes[3] und die Förderung von Tourismus aus Deutschland, Frankreich und Polen ein.[4] Im Juli 2020 schied Angelkowa im Rahmen einer Kabinettsumbildung aus dem Amt.[5] Sie nahm daraufhin ihren zuvor errungenen aber aufgrund des Ministeramtes nicht ausgeübten Sitz in der bulgarischen Nationalversammlung wahr.[6] Bei der Parlamentswahl 2022 trat sie nicht erneut an.[7] Sie nahm ihre nationale und internationale Beratertätigkeit wieder auf und leitete fortan an das Angelkova Law and Consultancy Office.
Im November 2023 wurde Angelkowa Mitglied des Aufsichtsrats der im Touriusmusbereich tätigen Terra Way Investment Group, bevor sie im Dezember 2023 zusätzlich Investitionsberaterin des saudi-arabischen Investitionsministeriums wurde.[8] Als solche setzt sie sich auch für den Ausbau des saudi-arabischen Tourismussektors ein.[9]
Weblinks
- Nikolina Angelkowa beim Weltwirtschaftsforum
- Nikolina Angelkowa beim bulgarischen Tourismusministerium
- Nikolina Angelkowa beim bulgarischen Parlament