Nina Hager

deutsche Politikerin (DKP) From Wikipedia, the free encyclopedia

Nina Hager (* 1950 in Ost-Berlin[1]) ist eine ehemalige stellvertretende Vorsitzende der DKP und Philosophin.

Nina Hager (l.) und Helga Hörz

Leben

Nina Hager ist eine Tochter des seinerzeitig für Ideologie zuständigen SED-Sekretärs Kurt Hager und dessen Ehefrau Sabina Hager, geb. Schauer.

1968 wurde sie Mitglied der SED. An der Humboldt-Universität zu Berlin studierte sie von 1968 bis 1973 Physik und verteidigte 1976 ihre Dissertation Philosophische Fragen der Modellproblematik am Beispiel der Festkörperphysik[2] erfolgreich. 1987 erfolgte die Promotion B (Habilitation) mit der Arbeit Mensch und Kosmos in der wissenschaftlich-technischen Revolution (philosophisch-weltanschauliche Aspekte).[3]

Hager arbeitete seit dem Ende der 1970er Jahre unter der Leitung von Herbert Hörz am Zentralinstitut für Philosophie der Akademie der Wissenschaften der DDR im Fachbereich Philosophische Fragen der Wissenschaftsentwicklung[4] und war dort bis zu dessen Abwicklung zum 31. Dezember 1991 unter Peter Ruben tätig.[5] 1989 wurde sie durch den Präsidenten der Akademie zur Professorin ernannt.[6]

Hager war stellvertretende Vorsitzende der DKP[7] und Vorstandsmitglied des politischen Vereins Marx-Engels-Stiftung.[8] Von 2012 bis 2016 war sie Chefredakteurin des DKP-Zentralorgans Unsere Zeit.

Nina Hager lebt in Berlin und hat einen sechs Jahre älteren Bruder. Seit 2017 ist sie Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.

Publikationen

  • Modelle in der Physik. (erkenntnistheoretisch-methodologisch betrachtet). Akademie-Verlag, Berlin 1982.
  • Der Traum vom Kosmos. Philosophische Überlegungen zur Raumfahrt. Dietz, Berlin 1988, ISBN 3-320-01101-4.
  • mit Klaus Buttker (Hrsg.), Gerhard Banse: Verantwortung aus Wissen. Beiträge von DDR-Wissenschaftlern zu Friedensforschung und Friedenskampf. Dietz, Berlin 1989, ISBN 3-320-01357-2.

Einzelnachweise

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