Nino Schurter

Schweizer Mountainbiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Nino Schurter (* 13. Mai 1986 in Tersnaus[1]) ist ein ehemaliger Schweizer Mountainbiker. Er ist Olympiasieger (2016), zehnfacher Weltmeister sowie neunfacher Sieger des UCI-Gesamtweltcups im Cross Country.

Geburtsdatum13. Mai 1986 (40 Jahre)
NationSchweiz Schweiz
DisziplinMountainbike
AktuellesTeamScott-SRAM MTB Racing Team
Schnelle Fakten Zur Person, Geburtsdatum ...
Nino Schurter
Nino Schurter beim Mountainbike World Cup in Nové Město
Nino Schurter beim Mountainbike World Cup in Nové Město
Zur Person
Geburtsdatum 13. Mai 1986 (40 Jahre)
Nation Schweiz Schweiz
Disziplin Mountainbike
Zum Team
Aktuelles Team Scott-SRAM MTB Racing Team
Funktion Fahrer
Internationale Team(s)
2006–2008
2009–2011
2012–2013
bis 04/2014
ab 04/2014
2015–2016
2017–2025
Swisspower MTB Team
Scott-Swisspower MTB Racing
Scott-Swisspower MTB Racing Team
Scott-Odlo MTB Racing Team
Orica GreenEdge
Scott-Odlo MTB Racing Team
Scott-SRAM MTB Racing Team
Wichtigste Erfolge
Olympische Spiele
Gold Olympiasieger im Mountainbike 2016
Silber Olympiazweiter im Mountainbike 2012
Bronze Olympiadritter im Mountainbike 2008
Mountainbike-Weltmeisterschaften
Weltmeister Cross-Country XCO2009, 2012, 2013, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2021, 2022
Weltmeister Cross-Country Mixed Staffel XCR2017, 2018, 2019
Mountainbike-Weltcup
Gesamtwertung XCO2010, 2012, 2013, 2015, 2017, 2018, 2019, 2022, 2023
36 Weltcup-Siege XCO – 20102024
Europameisterschaften
Trikot des Europameisters Europameister Cross Country 2020
Trikot des Europameisters Europameister Cross Country Staffel 2003, 2007
Europaspiele
Gold Europaspielesieger – Cross Country 2015
Schweizermeisterschaften
Trikot des Schweizermeisterin Schweizermeister – Cross Country 2010, 2012–2017, 2019
Rundfahrten
Gelbes Trikot Cape Epic 2017, 2019, 2025
Letzte Aktualisierung: 10. Oktober 2025
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Sportlicher Werdegang

Nino Schurter holte in sämtlichen Nachwuchskategorien die Schweizer Meistertitel im Mountainbiken: 2002 bei den Kadetten, 2004 bei den Junioren, 2005, 2006, 2007 und 2008 bei den Espoirs (U23). Bei den Weltmeisterschaften gewann er 2003 die Silbermedaille, 2004 den Titel bei den Junioren. Die Stiftung Schweizer Sporthilfe zeichnete Schurter als Nachwuchsathleten des Jahres 2004 aus. Ein Jahr darauf wurde er – nachdem er in Führung liegend durch einen Defekt zurückgebunden worden war – an den Mountainbike-Weltmeisterschaften 2005 in Livigno in der Kategorie U23 Dritter.

Nach dem erneuten Sieg bei den Schweizer Meisterschaften sowie dem Europameistertitel und dem Gesamtweltcup in der Kategorie U23 holte sich Schurter 2006 den Weltmeistertitel der Espoirs. 2007 holte er erneut den Schweizer Meister- sowie den Europameistertitel. Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Fort William konnte er den Titel nicht verteidigen und wurde hinter dem Dänen Jakob Fuglsang Zweiter. Mit dem erneuten Gewinn des Europameistertitels 2008 in St. Wendel gewann er diesen Titel in der Kategorie U23 drei Mal in Folge.

Im Juni 2008 nach fünf Weltcup-Läufen stand er zwei Mal auf dem zweiten Platz (Houffalize und Fort William). Im Juni 2008 gewann er nach 2006 zum zweiten Mal den Weltmeistertitel in der Kategorie U23. Bei den Sommerspielen in Peking gewann Nino Schurter mit Bronze seine erste Olympiamedaille.

Einen seiner grössten Erfolge errang Schurter 2009, als er im Alter von 23 Jahren als jüngster Fahrer in der Geschichte des Mountainbikesports in der Elite-Kategorie Weltmeister wurde.

2010 wurde Schurter erstmals in der Elite-Kategorie Schweizer Meister im Cross Country. Im April 2010 gewann er mit dem Auftaktrennen in Dalby Forest sein erstes Weltcup-Rennen in der Elitekategorie, womit er zugleich auch erstmals die Führung im Gesamtweltcup übernahm, den er in diesem Jahr zum ersten Mal für sich entscheiden konnte. Er konnte in diesem Jahr auch den Racer Bikes Cup für sich entscheiden.

2011 wurde er Zweiter bei den Schweizer Meisterschaften im Cross Country. Anlässlich der Weltmeisterschaften 2011 in Champéry im Wallis gewann Schurter hinter dem Tschechen Jaroslav Kulhavý die Silbermedaille. Zwei Wochen nach den Weltmeisterschaften wurde er von Swiss Olympic als erster Schweizer für die Olympischen Spiele 2012 in London nominiert und gewann ebenfalls hinter Kulhavy die Silbermedaille im Cross Country. Von 2012 bis 2016 gewann Schurter fünf Mal in Folge die Schweizer Meisterschaft. 2013 wurde er zum dritten Mal Cross-Country-Weltmeister in Pietermaritzburg, Südafrika.[2]

Zusammen mit Nicola Spirig (Triathlon), Jolanda Neff (Mountainbike) und Giulia Steingruber (Kunstturnen) nahm er im Juni an den Europaspielen 2015 in Baku teil und konnte im Cross Country gewinnen.[3]

In der Mountainbike-Saison 2014 verlor er seine Weltcup- und Weltmeistertitel. Er belegte in Hafjell, Norwegen, den zweiten Platz und beendete seine Saison hinter Julien Absalon beim Weltcup in Méribel.

Im Jahr 2015 holte sich Nino Schurter zudem zum vierten Mal sowohl den Weltmeistertitel als auch den Gesamtweltcupsieg. Am 21. August 2016 gewann Nino Schurter mit dem Sieg beim Mountainbikerennen die 100. Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen für die Schweiz.

Nino Schurter gewann 2017 mit Matthias Stirnemann das Mountainbike-Etappenrennen Cape Epic. Im gleichen Jahr gewann er als erster Fahrer alle sechs Weltcup-Rennen im Cross Country (perfekte Saison) und sicherte sich damit zum fünften Mal den Gesamtweltcupsieg. Im gleichen Jahr holte er sich auch den Weltmeistertitel im Einzel, den sechsten insgesamt, sowie erstmals auch in der Staffel. Damit blieb er die ganze Saison ungeschlagen, nachdem er auf die Teilnahme an den Europameisterschaften verzichtet hatte.

Das Jahr 2018 krönte Nino Schurter mit seinem siebten WM-Titel vor heimischem Publikum in der Lenzerheide. Im Dezember 2018 wurde er neben der Triathletin Daniela Ryf als Schweizer Sportler des Jahres ausgezeichnet.[4]

2019 konnte er zum Start der neuen Saison seinen zweiten Cape-Epic-Sieg an der Seite von Lars Forster feiern, im Weltcup dauerte es bis zum dritten Weltcuplauf, wo er seinen ersten Saisonsieg einfahren konnte.

Im Mai 2021 qualifizierte sich der 35-Jährige für einen Startplatz bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio, wo er den vierten Platz belegte.[5][6] Bei den Weltmeisterschaften 2021 in Val di Sole wurde er zum neunten Mal Weltmeister im Cross Country. Er entschied das Rennen im Zielsprint gegen den Landsmann Mathias Flückiger, welcher erneut die Silbermedaille gewann, zum dritten Mal hintereinander.

Nino Schurter gab seinen Rücktritt 2025 bekannt und bestritt am 21. September in der Lenzerheide sein letztes Rennen.[7]

Privates

Schurter ist mit der dänischen Mountainbikerin Malene Degn liiert, mit ihr hat er einen 2025 geborenen Sohn. Aus einer früheren Beziehung hat er eine Tochter.[8] Er wohnt in Chur.[9]

Auszeichnungen

Sportliche Erfolge

Mountainbike
Weitere Informationen Datum/Jahr, Rang ...
Datum/JahrRangWettbewerbAustragungsortZeitBemerkung
21. Aug. 20083Olympische Sommerspiele 2008China Volksrepublik Peking01:57:52 Dritter hinter Julien Absalon und Jean-Christophe Péraud
8. Sep. 20091Mountainbike-Weltmeisterschaften 2009AustralienAustralien Canberra02:04:39 Weltmeister vor Julien Absalon und Florian Vogel
20101Schweizer MeisterschaftSchweiz Schweizer Meister Cross Country
20112Schweizer MeisterschaftSchweiz Vizeschweizermeister Cross Country
20121Schweizer MeisterschaftSchweiz Schweizer Meister Cross Country
21. Aug. 20122Olympische Sommerspiele 2012Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London01:29:08 Zweiter hinter Jaroslav Kulhavý
8. Sep. 20121Mountainbike-Weltmeisterschaften 2012OsterreichÖsterreich Leogang, Saalfelden01:40:55 Weltmeister vor Lukas Flückiger und Mathias Flückiger
20131Schweizer MeisterschaftSchweiz Schweizer Meister Cross Country
13. Aug. 20131Mountainbike-Weltmeisterschaften 2013Sudafrika Pietermaritzburg01:40:17 Weltmeister vor Manuel Fumic
20141Schweizer MeisterschaftSchweiz Schweizer Meister Cross Country
20151Schweizer MeisterschaftSchweiz Schweizer Meister Cross Country
13. Juni 20151Europaspiele 2015Aserbaidschan BakuEuropa Sieg vor zwei seiner Landsleute: Lukas Flückiger holte Silber und Fabian Giger fuhr zu Bronze.
5. Sep. 20151Mountainbike-Weltmeisterschaften 2015Andorra Vallnord01:29:22 Weltmeister vor Julien Absalon
3. Juli 20161Mountainbike-Weltmeisterschaften 2016Tschechien Nové Město01:28:20 Weltmeister vor Jaroslav Kulhavý
3. Apr. 20161Swiss Bike CupSchweiz Rivera01:34:39Sieg[14]
17. Juli 20161Schweizer MeisterschaftSchweizEchallens01:40:06 Schweizer Meister im Cross Country
21. Aug. 20161Olympische Sommerspiele 2016Brasilien Rio de Janeiro01:33:28 Olympiasieger vor Jaroslav Kulhavý
10. Sep. 20171Mountainbike-Weltmeisterschaften 2017AustralienAustralien Cairns01:27:44 Weltmeister vor Jaroslav Kulhavý
9. Sep. 20181Mountainbike-Weltmeisterschaften 2018Schweiz Lenzerheide01:29:21 Weltmeister vor Gerhard Kerschbaumer und Mathieu van der Poel
1. Sep. 20191Mountainbike-Weltmeisterschaften 2019Kanada Mont Saint Anne Weltmeister vor Matthias Flückiger und Stephane Tempier
29. Aug. 20211Mountainbike-Weltmeisterschaften 2021ItalienItalien Val di Sole Weltmeister vor Matthias Flückiger und Victor Koretzky
28. Aug. 20221Mountainbike-Weltmeisterschaften 2022FrankreichFrankreich Les Gets01:21:13 Weltmeister vor David Valero und Luca Braidot
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Teams

Nino Schurter (vorne) bei den Olympischen Sommerspielen 2016
  • 2006–2008: Swisspower MTB Team
  • 2009–2011: Scott-Swisspower MTB Racing
  • 2012–2013: Scott-Swisspower MTB Racing Team
  • 2014: Scott-Odlo MTB Racing Team (bis 17.04.)
  • 2014: Orica GreenEdge (ab 18.04.)
  • 2015–2016: Scott-Odlo MTB Racing Team
  • seit 2017: Scott-SRAM MTB Racing Team

Literatur

Commons: Nino Schurter – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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