NixOS

Linux-Distribution auf Basis des Paketmanagers Nix From Wikipedia, the free encyclopedia

NixOS ist eine Linux-Distribution auf Basis des Paketmanagers Nix. NixOS basiert auf dem Ansatz deklarativer Systemkonfiguration, um reproduzierbare und zuverlässige Systemkonfiguration und in Folge reibungslose Systemaktualisierungen zu erlauben.[3]

Schnelle Fakten
NixOS
Entwickler NixOS Foundation, NixOS community
Lizenz(en) Open Source (MIT)[1]
Erstveröff. 01.12.2013
Akt. Version 25.11[2]
Kernel monolithisch (Linux (Kernel))
Architektur(en) x86-64, AArch64
nixos.org
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Geschichte

NixOS begann 2003 als Forschungsprojekt des niederländischen Softwareingenieurs Eelco Dolstra. Das Ziel war, einen besseren Umgang mit typischen Problemen bei der Auslieferung und Installation von Software zu erkunden.[4] 2013 wurde die erste stabile Version von NixOS mit der Versionsnummer 13.10 veröffentlicht.[5] 2015 wurde die NixOS Foundation gegründet, um Projekte rund um das Ökosystem von NixOS zu fördern.[6] NixOS wird in einer Analyse der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) im Juni 2017 als eines der 30 Open-Source-Projekte mit der höchsten Entwicklungsgeschwindigkeit genannt.[7]

Verbreitung

April 2025 belegte NixOS den Platz 17 des Popularitätsindex der Website DistroWatch.[8] Im Juli 2017 lag NixOS noch auf Platz 73.[9]

Im Oktober 2017 fand die zweite Konferenz zum Thema Nix in Unterföhring bei München statt.[10] Nahmen an der NixCon 2019 in Brünn weniger als 150 Personen teil, waren es während der Veranstaltung in Berlin im Jahr 2024 mehr als 400.[11]

Funktionen und Besonderheiten

NixOS zeichnen einige spezifische Besonderheiten aus, welche die Distribution von anderen Linux-Distributionen unterscheiden:[12]

  • deklarative Systemkonfiguration
  • atomare Upgrades und Rollbacks
  • reproduzierbare Systemkonfiguration
  • multi-user-fähige Paketverwaltung

Kontroversen in der Community

Entwickler warfen Eelco Dolstra vor, er würde als Projektgründer den Stiftungsvorstand und Teile der Community unter Druck setzen, um Entscheidungen durchzusetzen. So soll er unter anderem technische Entscheidungen blockiert haben.

Ein weiterer Kritikpunkt der Community entstand durch das geplante Sponsoring der NixCon 2023 durch das Unternehmen Anduril, einem Unternehmen für Verteidigungstechnologie, das NixOS verwendet. Dolstra befürwortete dies gegen die mehrheitliche Meinung der Community. Für 2023 wurde das Sponsoring nicht angenommen, ebenso wenig bei der NixCon 2024 in Berlin. Bei der NixCon NA 2024 hingegen war das Unternehmen unter den Sponsoren. Dolstra wird zudem noch Befangenheit vorgeworfen, da er für das Unternehmen Determinate Systems arbeitet und zwischen diesem und Anduril eine Beziehung vermutet wurde.[13]

Nach einer Analyse von Heise online waren die Vorwürfe gegenüber Dolstra zwar größtenteils wahr, aber sehr überspitzt dargestellt.[14]

Dolstra ist Anfang Mai 2024 von seinen Vorstandsposten zurückgetreten[15] und es wurde eine verfassungsgebende Versammlung ernannt, deren Auftrag ist, eine neue Verwaltungsstruktur zu entwickeln.

Einzelnachweise

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