Schienenbienen
Gruppe von Bienen aus der Familie der Halictidae
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Schienenbienen sind eine Gruppe von Bienen aus der Familie der Halictidae. Nach der aktuellen Systematik zählen die Schienenbienen zur Gattung Pseudapis.[1][2][3] Aus Mitteleuropa sind nur zwei Arten von Schienenbienen bekannt.
| Schienenbienen | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Pseudapis nilotica in den Vereinigten Arabischen Emiraten | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Nomiapis | ||||||||||||
| Cockerell, 1919 |
Merkmale
Lebensweise
Die Schienenbienen leben solitär, teilweise in Aggregationen. Die Weibchen graben Nester im vegetationsarmen Boden. Es wird eine Generation im Jahr gebildet. In den Nestern sind Brutzellen in Gruppen, ihre Innenseiten sind mit einem wasserabweisenden Überzug beschichtet. Alte Brutzellen werden häufig wieder benutzt. Die Weibchen sammeln Pollen von verschiedenen Pflanzenarten (sind also polylectisch).[3][4]
Als Kuckucksbienen (Brutparasiten) sind verschiedene Kurzhornbienen bekannt.[3]
Systematik
Die Schienenbienen zählen zur Unterfamilie Nomiinae. Diese enthält nach Michener[5] folgende Gattungen (Anzahl der Arten in Klammern): Dieunomia (9), Halictonomia (10), Lipotriches (278), Melittidia (19), Nomia (111), Pseudapis (73), Ptilonomia (3), Reepenia (3), Spatunomia (2), Sphegocephala (6), Steganiomus (7).
Von verschiedenen Autoren wird jedoch die Zugehörigkeit der Schienenbienen in unterschiedliche Gattungen, je nach Gattungskonzept, angegeben: Pseudapis[2][3], Nomia[6][7] von anderen Autoren wird die Zugehörigkeit als ungeklärt betrachtet, weil die Gattungskonzepte unklar sind.[4] Michener (2007) betrachtet Nomiapis als Synonym von Pseudapis.[5]
Nach Baker (2002)[8] gehören diese Bienen in die Gattung Nomiapis, die in der Palaearktis verbreitet ist und zu der eine weit verbreitete Art in Nordafrika und eine weitere in Südindien zählt.[8]
Da die Gattungskozepte unterschiedlich sind enthalten die Gattungen unterschiedlich viele Arten und haben unterschiedliche Gesamtverbreitung. Baker listet 15 Arten der Gattung Nomiapis auf.[8] Die weltweit verbreitete Großgattung Nomia enthält (incl. Pseudapis und Nomiapis) über 180 Arten.[5]