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NordArt

jährliche Kunstausstellung in Büdelsdorf bei Rendsburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Die NordArt ist eine der größten Kunstausstellungen für internationale zeitgenössische Kunst in Europa[1] sowie eine Non-Profit-Kulturinitiative der international tätigen ACO-Gruppe und der Städte Büdelsdorf und Rendsburg. Gestützt und ermöglicht durch Johanna und Hans-Julius Ahlmann und kuratiert von Wolfgang Gramm, Inga Aru und Taso Gramm findet die NordArt seit 1999 jährlich im Sommer in Büdelsdorf in Schleswig-Holstein statt.

Schnelle Fakten
NordArt
Branche Kunstausstellung
Veranstaltungsort Büdelsdorf, Schleswig-Holstein
Erste Veranstaltung 1999
Website www.nordart.de
Nächste Veranstaltung
Datum 6. Juni 2026 bis
4. Okt. 2026
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Für die jährlich über 100.000 Besucher[2] zeigt die NordArt auf dem Gelände einer ehemaligen Eisengießerei mit 22.000 m² Innenfläche, der Carlshütte, sowie im angrenzenden Park mit weiteren 80.000 m² jedes Jahr über 1000 Werke von über 200 ausgewählten zeitgenössischen Kunstschaffenden aus aller Welt.[3] Im Skulpturenpark befindet sich zudem die ACO-Wagenremise, in welcher ebenfalls Werke ausgestellt werden. Ess- und Trinkmöglichkeiten bieten sowohl das Ausstellungscafé Alte Meierei als auch das südlich am Park angrenzende Pop-Up-Café Altes Technikum. Letzteres ist Teil der ACO-Thormannhalle, welche als zusätzlicher Veranstaltungsort für besondere Events wie Konzerte, Tagungen und vor allem dem Schleswig-Holstein-Musik-Festival (SHMF) dient, welches zum Teil auch in der Carlshütte selbst stattfindet. Während der laufenden Saison bietet die NordArt in ihren Ausstellungshallen auch weitere Sonderveranstaltungen an, darunter zum Beispiel mehrere Poetry-Slams, die in Zusammenarbeit mit dem Nordkolleg Rendsburg entstehen[4], aber auch Performances und andere Aufführungen.

Die Art der auf der NordArt ausgestellten Kunst erstreckt sich von etablierten künstlerischen Medien wie Malerei und Bildhauerei über modernere Bereiche, darunter zum Beispiel Fotografie, Videokunst und Installation bis hin zu neuen sich erst entwickelnden Formen moderner bildender Kunst.

Ausstellungsgeschichte (Auswahl)

Für die 2010 zum 12. Mal stattfindende Ausstellung bewarben sich 1400 Künstler aus 81 Ländern, Werke von 245 Künstlern aus 55 Ländern wurden gezeigt.

Die NordArt 2020 wurde wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt.[5]

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Deutschland hat man auf der NordArt 2022 neben dem Länderschwerpunkt Polen der chinesischen Kunst ebenfalls Betonung verliehen.[6]

Im Jahr 2024 feierte die Ausstellung ihr Vierteljahrhundert-Jubiläum und legte diesbezüglich unter anderem einen Fokus auf die Künstlerinnen und Künstler, die in den vergangenen Jahren mit dem jährlich vergebenen NordArt-Preis sowie dem NordArt-Publikumspreis ausgezeichnet wurden.[7]

Neben einem mittlerweile etablierten aber stets weiterentwickelten Sonderprojekt bezüglich chinesischer Kunst zeichnete die NordArt 2025 sich zudem durch das Fokusprojekt Japan mit dem Namen DO / d a t _ code, dem polnischen Sonderprojekt DIRECTIONS — POLAND in der ACO Wagenremise als auch einen Schwerpunkt auf mongolische Kunst unter dem Titel Tradition im Wandel: Die Rückkehr der Ahnen aus.[8] In Kooperation mit dem Schleswig Holsteinischen Landestheater fand an mehreren Ausstellungstagen zudem die von Emil Wedervang Bruland und dessen Ballettcompagnie entwickelte Tanzperformance HAUTNAH[9] als Sonderveranstaltung in der Carlshütte statt.

NordArt Preis

Seit dem Jahr 2010 wird jährlich ein Künstler mit dem NordArt-Preis ausgezeichnet. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird ebenfalls seit 2010 von dem Unternehmerehepaar Johanna und Hans-Julius Ahlmann gestiftet. Er hat das Ziel, die Kunst- und Kulturszene zu beleben.[10]

Bisherige Preisträger

  • 2010: Zeng Chenggang (China)[11]
  • 2011: Peter Lundberg (USA)[12]
  • 2012: Gheorghi Filin (Bulgarien/Italien)[13]
  • 2013: SINN (Südkorea) und Wolfgang Gramm (Deutschland)[14]
  • 2014: AES+F (Tatiana Arzamasova, Lev Evzovitch, Evgeny Svyatsky + Vladimir Fridkes) (Russland)[15]
  • 2015: Liu Yonggang (China)[16]
  • 2017: Jörg Plickat (Deutschland)
  • 2018: Michal Gabriel (Tschechien)
  • 2019: Ochirbold Ayurzana (Mongolei)[17]
  • 2021: Timur D’Vatz (Usbekistan)[18]
  • 2022: Liu Ruowang (China)[19]
  • 2023: Lubo Mikle (Slowakei)[20]
  • 2024: Xiang Jing (China)[21]

NordArt Publikumspreis

Alle Besucher der NordArt können ihre Stimme für einen Künstler abgeben. Der so gewählte Publikumspreis wird jeweils im September verliehen. Er ist mit jeweils 1.000 Euro für die drei Erstplatzierten dotiert, außerdem werden die ausgezeichneten Künstler zur Teilnahme an der kommenden NordArt im Folgejahr eingeladen.[10]

Bisherige Preisträger

2010[22]
  • 1. Platz: Teija und Pekka Isorättyä (Finnland)
  • 2. Platz: Wolfgang Stiller (Berlin)
  • 3. Platz: Hiroko
2011[23]
  • 1. Platz: Dan Hudson (Kanada)
  • 2. Platz: Gerhard Mantz (Deutschland)
  • 3. Platz: Zdeněk Šmíd (Tschechische Republik)
2012[24]
  • 1. Platz: Gilles T. Lacombe (Frankreich)
  • 2. Platz: Zhi XinXin (China)
  • 3. Platz: SINN (Korea)
2013[25]
  • 1. Platz: Jovanka Stanojević (Serbien)
  • 2. Platz: Villu Jaanisoo (Estland/Finnland)
  • 3. Platz: Soon Mi Oh (Südkorea)
2014[26]
  • 1. Preis: Confronting Anitya: China Garden (China)
  • 2. Preis: Jovanka Stanojević (Serbien)
  • 3. Preis: Dmitry Gutov (Russland)
2015[27]
  • 1. Platz: Jang Yongsun (Südkorea)
  • 2. Platz: Lv Shun (China)
  • 3. Platz: Ochirbold Ayurzana (Mongolei)
2016[28]
  • 1. Preis: Liu Ruowang (China)
  • 2. Preis: Talia Keinan (Israel)
  • 3. Preis: Jo Kley (Deutschland)
2017[29]
2018[30]
  • 1. Preis: Xiang Jing (China)
  • 2. Preis: Zhang Dali (China)
  • 3. Preis: Ekaterina Zacharova (Russland)
2019[31]
  • 1. Preis: David Černý (Tschechien)
  • 2. Preis: Deng Guoyuan (China)
  • 3. Preis: Xi Jianjun (China)
2021[32]
  • 1. Preis: Veronika Psotková (Tschechische Republik)
  • 2. Preis: Gilles T. Lacombe (Frankreich)
  • 3. Preis: Angelika Haak (Deutschland)
  • 4. Preis: Maria Kulikovska (Ukraine)
  • 5. Preis: Sabine Emmerich (Deutschland)
2022[33]
  • 1. Preis: DEJO Denzer (Deutschland)
  • 2. Preis: Michał Jackowski (Polen)
  • 3. Preis: WU Guoyong (China)
2023[34]
  • 1. Preis: Lilya Corneli (Armenien/Deutschland/Niederlande)
  • 2. Preis: Server Demirtaş (Türkei)
  • 3. Preis: İrfan Önürmen (Türkei)
  • 4. Preis: DEJO Denzer (Deutschland)
  • 5. Preis: Michał Jackowski (Polen)
2024[35]
  • 1. Preis: Paul Critchley (Großbritannien/Italien)
  • 2. Preis: Song Yang (China)
  • 3. Preis: Helga Stentzel (Großbritannien)

Einzelnachweise

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