Nordsee-Gipfel
informelle Zusammenkünfte der Staatsoberhäupter, Regierungschefs und Energieminister der Anrainerstaaten der Nordsee
From Wikipedia, the free encyclopedia
Die Nordsee-Gipfel (englisch North Sea Summits) sind eintägige informelle Zusammenkünfte der Staatsoberhäupter, Regierungschefs und Energieminister jener europäischen Länder, die Anrainerstaaten der Nordsee sind. Zentrales Thema der Gipfel ist die Energiepolitik.

Geschichte
Die Nordsee-Gipfel wurden 2022 in Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine ins Leben gerufen, um gemeinsam die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten insbesondere aus Russland zu verringern. Primär soll die Zusammenarbeit für mehr Offshore-Windenergie und für eine Wasserstoff-Infrastruktur intensiviert werden.[1]
Auf dem dritten Gipfeltreffen im Januar 2026 in Hamburg beschlossen die teilnehmenden Länder, im Zeitraum von 2031 bis 2040 jährlich 15 GW Offshore-Windenergie zu installieren. Das Ziel, bis 2050 300 GW Offshore-Windenergie (genug für mehr als 300 Millionen Haushalte) in der Nordsee zu erzeugen, wurde bestätigt. Insgesamt wird erwartet, dass dadurch eine Billion Euro an wirtschaftlicher Aktivität generiert und über 90.000 Arbeitsplätze geschaffen werden.[2][3]
Teilnehmer
Teilnehmer sind Staats- und Regierungschefs sowie Energieminister aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Island, Irland, Luxemburg, der Niederlande, Norwegen und dem Vereinigten Königreich. Zudem nehmen Vertreter der Europäischen Kommission und der NATO sowie Unternehmensvertreter an den Gipfeln teil.[4]