Notre-Dame de Trémalo

römisch-katholische Kapelle im Département Finistère, Bretagne, Frankreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Kapelle Notre Dame de Trémalo ist ein römisch-katholisches Gotteshaus in Pont-Aven, einer Gemeinde im Département Finistère in der Bretagne. Die Kapelle befindet sich auf einer Anhöhe oberhalb des Ortskerns von Pont-Aven und ist seit 1932 als Monument historique eingestuft.[1]

Die Kapelle Notre-Dame de Trémalo
Blick durch das Langhaus Richtung Osten

Geschichte

Die rechteckige Kapelle mit geradem Chorschluss im Osten wurde vermutlich im Kern im 15. Jahrhundert errichtet. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde das Bauwerk im Stil der Flamboyantgotik umgebaut und dabei in der Südwand größere Maßwerkfenster eingefügt, die von erhöhten Giebeln eingerahmt werden. Auf dem Westgiebel der Kapelle erhebt sich ein kleiner Glockenturm mit gotischem Maßwerkspitzhelm. Das von Seitenschiffen flankierte Hauptschiff der Pseudobasilika mit Schleppdach ist durch gotische Spitzbögen in sechs Joche unterteilt. Das Mittelschiff wird von einer Holztonne, die Seitenschiffe durch hölzerne Halbtonnen überwölbt. Die Balken und Wandplatten der hölzernen Gewölbe sind mit grotesken Figuren verziert, die unter anderem die sieben Todsünden darstellen.

Ein polychromes Holzkreuz in der Kapelle diente Paul Gauguin als Inspiration, als dieser es in zwei seiner Gemälde während seiner Zeit in Pont-Aven, aus der die Schule von Pont-Aven hervorging, abbildete, Der gelbe Christus sowie Selbstporträt mit dem gelben Christus. Neben dem farbig gefassten hölzernen Christus am Kreuz aus dem 17. Jahrhundert gehören Statuen der Jungfrau Maria (15. Jahrhundert), der heiligen Anna (16. Jahrhundert) und der Heiligen Stephanus, Leodegar von Autun, Corentin von Quimper und Laurentius von Rom zur Ausstattung der Kapelle.[2]

Commons: Kapelle Notre-Dame de Trémalo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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