Nowy Żelibórz

Dorf in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Nowy Żelibórz (deutsch Selberg B) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Westpommern. Es gehört zur Stadt- und Landgemeinde Polanów (Pollnow) im Powiat Koszaliński (Kreis Köslin).

Schnelle Fakten Basisdaten, Wirtschaft und Verkehr ...
Nowy Żelibórz
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Nowy Żelibórz (Polen)
Nowy Żelibórz (Polen)
Nowy Żelibórz
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Powiat: Koszalin
Gmina: Polanów
Geographische Lage: 54° 3′ N, 16° 47′ O
Einwohner: 70 (31. März 2011[1])
Postleitzahl: 76-012
Telefonvorwahl: (+48) 94
Kfz-Kennzeichen: ZKO
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Żydowo/DW 205Kawcze/DW 206
Eisenbahn: Bahnstrecke Piła–Ustka
Bahnstation: Kawcze
Nächster int. Flughafen: Danzig
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Geographische Lage

Das Dorf liegt in Hinterpommern, etwa 14 Kilometer nordwestlich von Miastko (Rummelsburg in Pommern) und vier Kilometer westsüdwestlich des Dorfs Świerzno (Groß Schwirsen).

Ortsname

Die deutsche Ortsbezeichnung unterscheidet Selberg B (Kreis Rummelsburg) von dem nur zwei Kilometer entfernt liegenden Sellberg (auch Selberg A genannt, Kreis Schlawe). Dieser Differenzierung entspricht die polnische Namensgebung von Nowy Żelibórz im Unterschied zu Stary Żelibórz (heute beide Orte im Powiat Koszaliński).

Geschichte

Selberg B, nordwestlich von Rummelsburg i. Pom. und westsüdwestlich des Dorfs Groß Schwirsen, auf einer Landkarte von 1915

Selberg B wurde als Vorwerk von Bial angelegt, neben dem bis 1813 die Vorwerke Ewaldshof oder Raderang (Drążkowo), Johannishof (Przyborzyce) und Jägerhof (Psary) entstanden sowie später Louisenhof (Gostkowo), Petershof (Cieszanowo), Seehof (Głęboczek) und Klewerhof (Pokrzywno).

Bei der Neuordnung der Gemeindebezirke im Jahre 1928 wurden aus dem Vorwerk Selberg B und den Ausbauten Johannishof (Przyborzyce), Jünsterberg, Kleehof, Marienhütte, Raderang (Drążkowo), Schlangenmoor, Hasselhof (Jeżewo) und Lischberg (Liszkowo) die neue Landgemeinde Selberg B gebildet. Anfang der 1930er Jahre hatte die Landgemeinde Selberg B eine Flächengröße von 5,2 km². Innerhalb der Gemeindegrenzen standen insgesamt 33 bewohnte Wohnhäuser an zehn verschiedenen Wohnplätzen:[2]

  1. Hasselhof
  2. Johanneshof
  3. Jüntersberg
  4. Kleehof
  5. Lischberg
  6. Marienhütte
  7. Raderang
  8. Schlangenmoor
  9. Selberg B
  10. Ziegelei

Im Jahre 1933 zählte die Gemeinde 231 Einwohner, 1939 waren es 222.

Bis 1945 gehörte Selberg B zum Landkreis Rummelsburg im Regierungsbezirk Köslin der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs und war dem Amtsbezirk Groß Schwirsen zugeordnet. Das Standesamt befand sich in Groß Schwirsen.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Selberg B Anfang März 1945 von der Roten Armee besetzt. Anschließend wurde der Ort als Nowy Żelibórz Teil Polens.

Er ist heute ein Ortsteil (mit Schulzenamt) der Gmina Polanów im Powiat Koszaliński in der Woiwodschaft Westpommern.

Kirche

Kirchspiel bis 1945

Die hier bis 1945 anwesende einheimisch Bevölkerung von Selberg B war überwiegend evangelisch. Der Ort gehörte zum Kirchspiel Groß Schwirsen im Kirchenkreis Rummelsburg im Ostsprengel der Kirchenprovinz Pommern der Kirche der Altpreußischen Union. Letzter deutscher Geistlicher vor 1945 war Pfarrer Georg Meyer.

Das katholische Kirchspiel war in Rummelsburg i. Pom.

Kirchspiel seit 1946

Die seit 1945 fast ausnahmslos katholisch. Ihr Kirchliches Zentrum ist Świerzno (Groß Schwirsen) als Pfarrei im Dekanat Polanów (Pollnow) im Bistum Köslin-Kolberg der Katholischen Kirche in Polen.

Hier lebende evangelische Kirchenglieder gehören zur Kreuzkirchengemeinde in Słupsk (Stolp) in der Diözese Pommern-Großpolen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen. Die nächstgelegene Filialkirche ist die Dorfkirche in Wołcza Wielka (Groß Volz).

Verkehr

Nowy Żelibórz liegt an einer Nebenstraße, die Żydowo (Sydow) an der Woiwodschaftsstraße 205 mit Kwacze (Kaffzig) an der Woiwodschaftsstraße 206 verbindet. Bis zur Stadt Miastko (Rummelsburg) sind es auf der Straße 16 Kilometer, die Stadt Koszalin (Köslin) liegt 49 Kilometer weit entfernt.

Über das fünf Kilometer entfernte Kawcze (Kaffzig) besteht Anschluss an die Bahnstrecke Piła–Ustka (Schneidemühl – Stolpmünde). Zwischen 1898 und 1945 bestand außerdem über das fünf Kilometer entfernte Sydow (Żydowo) Anschluss an die Bahnstrecke Schlawe – Pollnow – Breitenberg der Schlawer Bahnen.

Literatur

  • Der Kreis Rummelsburg. Ein Heimatbuch, Hamburg 1979.

Einzelnachweise

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