Nukleoprotein (Influenzavirus A)
Proteinfamilie
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Das Nukleoprotein (synonym Nucleoprotein, NP) des Influenzavirus ist ein Protein, das die virale RNA bindet.
| Nukleoprotein des Influenzavirus A | ||
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| nach PDB 3ZDP | ||
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Vorhandene Strukturdaten: 3ZDP | ||
| Masse/Länge Primärstruktur | 498 Aminosäuren, 56 kDa | |
| Sekundär- bis Quartärstruktur | monomer/multimer | |
| Bezeichner | ||
| Externe IDs | ||
Eigenschaften
Das Nukleoprotein ist als Teil des Ribonukleoproteins ein strukturelles Protein in Virionen von Influenzaviren. Das Ribonukleoprotein besteht aus dem Nucleoprotein NP, den viralen RNA-Segmenten und den für die Replikation und Transkription notwendigen Proteinen des Polymerase-Komplexes (PA, PB1 und PB2, mit A für acide oder B für basisch bezeichnet, je nach ihren isoelektrischen Punkten).[1] NP besitzt 498 Aminosäuren, eine Masse von etwa 56 Kilodalton und wird durch das virale genomische Segment 5 codiert (Ribonukleinbasen 46 bis 1542 aus 1565).
NP verbindet in einem Virion die virale RNA mit dem Matrixprotein 1 (M1). NP kann zwar Oligomere bilden, jedoch kann es nur als Monomer die virale RNA binden.[2] Bei Ansäuerung des Endosoms nach der Endozytose von Influenzaviren löst sich die Bindung des M1 am NP, wodurch die Kernlokalisierungssignale des NP exponiert werden (als Teil des Uncoating-Vorgangs).
Das Nukleoprotein NP bindet an die virale RNA und vermittelt nach Freisetzung des Matrixproteins M1 über seine zwei nun exponierten Kernlokalisierungssignale den Transport in den Zellkern über den Importin-Weg.[3][4] NP verwendet Exportin zum Ausschleusen neugebildeter viraler RNA aus dem Zellkern über Kernporen oder NXF1 für eine anschließende virale Proteinsynthese und eine Bildung neuer Virionen.[5]
Literatur
- D. M. Knipe, Peter M. Howley (Hrsg.): Fields Virology. 4. Auflage, Philadelphia 2001, ISBN 0-7817-6060-7.