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Nördliche Andenwassermaus

Gattung der Familie Wühler (Cricetidae) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Nördliche Andenwassermaus (Chibchanomys trichotis) ist eine Nagetierart aus der Familie der Wühler (Cricetidae), die in den nordöstlichen, kolumbianischen Anden (Cordillera Oriental) und im anschließenden venezolanischen Bundesstaat Táchira vorkommt.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name der Gattung ...
Nördliche Andenwassermaus
Systematik
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Familie: Wühler (Cricetidae)
Unterfamilie: Sigmodontinae
Tribus: Fischratten (Ichthyomyini)
Gattung: Chibchanomys
Art: Nördliche Andenwassermaus
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Chibchanomys
Voss, 1988
Wissenschaftlicher Name der Art
Chibchanomys trichotis
(Thomas, 1897)
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Merkmale

Die Nager erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 11,3 bis 12,5 Zentimeter, haben einen 11,5 bis 13,3 Zentimeter langen Schwanz und werden 35 bis 50 Gramm schwer. Der Schwanz ist somit ein wenig länger als die Kopf-Rumpf-Länge. Die Hinterfußlänge liegt bei 3 bis 3,3 Zentimeter, die Ohren sind 0,6 bis 1 Zentimeter lang. Sie sind im Kopffell verborgen. Das Fell ist auf dem Rücken und an den Seiten mattgrau oder schwarz, das Bauchfell ist hellgrau. Die Vorderpfoten weisen fünf getrennte Sohlenballen auf. Die Hinterpfoten besitzen einen gut ausgebildeten Saum aus steifen, silbrigen Haaren. Die Kralle der fünften Zehe reicht über das erste Gelenk der vierten Zehe hinaus.[1]

Lebensraum und Lebensweise

Die Nördliche Andenwassermaus lebt in Höhenlagen von 2400 bis 2900 Metern an kleinen Gebirgsbächen, die von Nebelwald gesäumt sind. Sie ist semiaquatisch und ist wahrscheinlich nachtaktiv und ernährt sich von Wasserinsekten, darunter die Larven von Käfern (Scirtidae), Schnaken und Köcherfliegen, sowie die Nymphen von Eintagsfliegen und Steinfliegen.[1]

Systematik

Die Nördliche Andenwassermaus wurde 1897 durch den britischen Säugetierkundler Oldfield Thomas als Ichthyomys trichotis erstmals wissenschaftlich beschrieben.[2] Die Gattung Chibchanomys wurde 1988 durch den US-amerikanischen Mammalogen Robert S. Voss eingeführt.[3] 1997 wurde eine zweite Art der Gattung beschrieben.[4] 2023 stellte man jedoch fest, dass die Orces-Andenwassermaus näher mit der Gattung Neusticomys verwandt ist als mit Chibchanomys, worauf die Orces-Andenwassermaus in diese Gattung verschoben wurde.[5]

Gefährdung

Über eine mögliche Gefährdung der Nördlichen Andenwassermaus kann die IUCN keine Angaben machen, da zu wenig Daten vorliegen.[6]

Einzelnachweise

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