Oberer Feldbergstollen im Deister

FFH-Gebiet in Wennigsen (Deister), Niedersachsen, Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Obere Feldbergstollen im Deister ist ein als FFH-Gebiet gemeldetes und somit geschütztes Gelände in der niedersächsischen Region Hannover.[1] Der frühere Bergwerksstollen liegt im Deister südwestlich von Wennigsen.

Schnelle Fakten
Oberer Feldbergstollen im Deister
Mundloch des Oberen Feldbergstollen

Mundloch des Oberen Feldbergstollen

Lage südwestlich von Wennigsen in der nieder­sächsischen Region Hannover
WDPA-ID 555519050
Natura-2000-ID 3723-331
FFH-Gebiet 0,14 ha
Geographische Lage 52° 15′ N,  31′ O
Oberer Feldbergstollen im Deister (Niedersachsen)
Oberer Feldbergstollen im Deister (Niedersachsen)
Einrichtungsdatum 2004
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Geschichte

Im Deister wurden vor allem im 19. Jahrhundert zahlreiche Bergwerkstollen zum Abbau der dort vorkommenden Wealdenkohle angelegt. Einer davon war der Obere Feldbergstollen am Nordhang des Feldbergs.

Georg Egestorff, der bereits mehrere kleine Steinkohlebergwerke im Deister betrieb, hatte 1835 auch die Bergbaurechte am Feldberg gepachtet. Der Obere Feldbergstollen wurde 1854 aufgefahren. Die Grundstrecke hatte eine Höhe von 2,5 Metern und eine Breite von 1,2 Metern. Die Wände bestanden aus Trockenmauerwerk, die Stollendecke war der gewachsene Sandstein. Der Stollen hatte ein Gefälle zum Mundloch, um Wasser zu lösen. Etwa alle 20 Meter zweigten seitlich Abbaustrecken mit einer Höhe von etwa 65 cm ab. Das Kohleflöz hatte eine Mächtigkeit von 23 bis 32 Zentimetern.[2] Der Abbau war wegen der geringen Flözstärke wenig rentabel. Anfang 1901 war der gesamte Bergbau an Hülsebrink, Feldberg und Bröhn eingestellt.[3]

Beschreibung

Bei einer bergbauhistorischen Befahrung im Jahr 1978 war der Stollen an mehreren Stellen eingebrochen.[2]

Der Obere Feldbergstollen ist wegen der Nutzung als Winterquartier durch die Teichfledermaus geschützt.[4] Weitere in der Veröffentlichung des Bundesamtes für Naturschutz hervorgehobene seltene Arten sind die Bechsteinfledermaus und das Große Mausohr.

Bei einer Zählung im Juni 2013 wurden mittels einer im Stollen installierten Lichtschranke vor allem Fransenfledermäuse und Wasserfledermäuse, aber auch Bechsteinfledermäuse, Große Mausohren, Braune Langohren und Bartfledermäuse registriert.[5]

Weitere Fledermausquartiere

Der Obere Feldbergstollen ist einer von mehreren als Fledermausquartier genutzten alten Bergwerkstollen in diesem Teil des Deisters. Der als Naturdenkmal geschützte König-Wilhelm-Stollen liegt gut zwei Kilometer nordnordwestlich nördlich des Schleifbachs, der als Baudenkmal geschützte Egestorfer Stollen etwa drei Kilometer nordwestlich im Stockbachtal.

Siehe auch

Belege

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