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Oberrieden (Schwaben)

Gemeinde im Landkreis Unterallgäu in Bayern From Wikipedia, the free encyclopedia

Oberrieden ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Unterallgäu.

Schnelle Fakten Wappen, Deutschlandkarte ...
Wappen Deutschlandkarte
Oberrieden (Schwaben)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberrieden hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 5′ N, 10° 26′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Unterallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Pfaffenhausen
Höhe: 580 m ü. NHN
Fläche: 20,8 km²
Einwohner: 1202 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 58 Einwohner je km²
Postleitzahl: 87769
Vorwahl: 08265
Kfz-Kennzeichen: MN
Gemeindeschlüssel: 09 7 78 183
Gemeindegliederung: 6 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 34
87772 Pfaffenhausen
Website: www.oberrieden.de
Erster Bürgermeister: Robert Wilhelm (parteilos)
Lage der Gemeinde Oberrieden im Landkreis Unterallgäu
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Karte
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Oberrieden (Dorf)

Geografie

Lage

Oberrieden liegt ungefähr 30 Kilometer nordöstlich von Memmingen an der Staatsstraße 2037 in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Oberrieden im Süden und Unterrieden im Norden.

Es gibt 6 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben), die sich auf die beiden vorgenannten Gemarkungen verteilen:[2][3]

Abgegangen ist der 1256 und 1616 urkundlich überlieferte Ort Vogenbach. Dessen Lage kann heute nicht mehr ermittelt werden.

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Oberrieden war vor 1800 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts und gehörte der Herrschaft Mindelheim. Diese war Teil des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Mai 1978 die Gemeinde Unterrieden eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung

Weitere Informationen Jahr ...
Jahr184019001925195019611970198719911995
Einwohner1.0371.1741.1061.4391.1401.1491.1601.2361.224
Jahr2000200520102015202020242025
Einwohner1.2371.2521.2481.2371.2181.1711.202
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  • Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1185 auf 1221 um 36 Einwohner bzw. um 3 %.

Politik

Gemeinderat

Die Wahl zum Gemeinderat am 15. März 2020 hatte folgendes Ergebnis:

  • Freie Wählervereinigung Oberrieden: 7 Sitze (61,3 %)
  • Wählergemeinschaft Unterrieden: 5 Sitze (38,7 %)

Die Sitzverteilung im Gemeinderat zwischen den zwei Wählergruppen ist unverändert die gleiche wie in der Amtszeit 2014–2020.

Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist Robert Wilhelm. Dieser wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Georg Leinsle, der das Amt 12 Jahre lang bekleidete.[5] Im Jahr 2020 wurde er mit 96,1 % gewählt.[6]

Bundestagswahl 2021[7]
Zweitstimmen
 %
40
30
20
10
0
28,1 %
(−11,4 %p)
7,7 %
(+2,4 %p)
6,7 %
(−0,3 %p)
11,8 %
(+5,7 %p)
20,5 %
(−5,9 %p)
25,2 %
(+9,5 %p)
20172021
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/TITEL zu lang

Wappen

Wappen von Oberrieden
Wappen von Oberrieden
Blasonierung: „Geteilt von Blau und Silber mit aufgelegtem Schild, darin in Silber auf grünem Dreiberg, der mit einem silbernen Wellenbalken belegt ist, ein schreitender roter Löwe.“[8]
Wappenbegründung: Der rote Löwe auf dem grünen Dreiberg gilt als das Wappen der Herren von Mindelberg, die bis 1363 Inhaber der Herrschaft Mindelheim waren. Noch im Wappen des Kurfürstentums Bayern von 1804 wird die Herrschaft Mindelheim durch dieses Wappenbild symbolisiert. Oberrieden teilte seit dem frühen Mittelalter die Geschicke dieser Herrschaft, die 1616 von den bayerischen Landesherren erworben wurde. Die Tingierung Silber und Blau verweist auf diesen historischen Tatbestand. Der Wellenbalken symbolisiert das Flüsschen Kammel.

Das Wappen wurde vom Freisinger Heraldiker Theodor Goerge gestaltet und wurde am 26. November 1985 durch Bescheid der Regierung von Schwaben genehmigt.

Pfarrkirche St. Martin

Verwaltung

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Pfaffenhausen.

Baudenkmäler

In Oberrieden gibt es ein Baudenkmal, die Pfarrkirche St. Martin aus dem 15. bis 19. Jahrhundert.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Es gab am 30. Juni 2018 im Ort 68 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte; von der Wohnbevölkerung standen 504 Personen in einer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Damit überwog die Zahl der Auspendler um 436 Personen. Die 36 landwirtschaftlichen Betriebe bewirtschafteten eine Fläche von 1220 Hektar (Stand 2016).

Bildung

Am 1. März 2019 gab es eine Kindertageseinrichtung mit 68 Plätzen und 43 betreuten Kindern.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Oberrieden. In: Landkreis Unterallgäu Halbband 2, Mindelheim 1987, ISBN 3-9800649-2-1, S. 1167–1171.

Einzelnachweise

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